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Found siegt in Bahnrekordzeit – Savoir Vivre Achter

Der totale O‘ Brien-Triumph im Arc

Chantilly 2. Oktober 2016

Rund 40.000 Zuschauer am Sonntag auf der Galopprennbahn in Chantilly/Frankreich erlebten, wie im bedeutendsten Rennen der Welt einmal mehr Geschichte geschrieben wurde: Im mit 5 Millionen Euro dotierten Qatar Prix de l‘ Arc de Triomphe (Gruppe I, 2.400 m) schaffte der irische Star-Trainer Aidan O‘ Brien das sensationelle Kunststück, die drei Erstplatzierten zu stellen.

Die Weltklasse-Stute Found (106:10), im Besitz von Michael Tabor, Derrick Smith und Sue Magnier, triumphierte unter Jockey Ryan Moore souverän mit eindreiviertel Längen Vorsprung vor dem ebenfalls bei dem Coolmore Stud-Coach beheimateten und für ähnliche Interessen gestarteten Highland Reel (S. Heffernan) und Order Of St George (L. Dettori).

Der deutsche Vertreter, Stall Ullmanns Savoir Vivre (Frederik Tylicki) aus dem Bergheimer Stall von Jean-Pierre Carvalho, landete als großer 490:10-Außenseiter auf dem achten Rang. Vom vorletzten Platz machte der Adlerflug-Sohn noch jede Menge Boden gut und passierte im 16er-Feld etliche Konkurrenten, doch ganz nach vorne reichte es nicht mehr.

Vorne beherrschten die Gäste aus Irland komplett die Szenerie, und alle drei Erstplatzierten aus dem O‘ Brien-Stall stammen von dem Ausnahme-Deckhengst Galileo. Die vierjährige Stute Found, die in den vergangenen Rennzeiten trotz eines Triumphes im Breeders‘ Cup Turf 2015 zuletzt fünfmal hintereinander mit zweiten Plätzen in Top-Events auf dem ganzen Globus hatte vorlieb nehmen müssen, stellte in 2:23,61 Minuten einen neuen Bahnrekord über 2.400 Meter in Chantilly auf.

Bis zu Beginn der Zielgeraden bestimmte der Tempomacher Vedevani eine flotte Fahrt, doch zu Beginn der Zielgeraden wurde man bald auf den Favoriten Postponed aufmerksam, der in guter Haltung zum Angriff schritt. Doch das war nur ein kurzes Strohfeuer, denn als am inneren Flügel plötzlich Found von Ryan Moore eingesetzt wurde, war die Frage nach der Siegerin und Gewinnerin von 2.857.000 Euro sofort beantwortet. Im Handumdrehen verabschiedete sich die Zweite der Irish Champion Stakes von den Konkurrenten und katapultierte mit dem siebten Sieg beim 20. Start ihre Gesamtgewinnsumme auf 6.023.038 Euro!

Highland Reel hielt als Zweiter bestens stand und blieb anderthalb Längen vor dem Riesensteher Order Of St. George, der das O‘ Brien-Triple komplettierte. Der so erfolgsverwöhnte Trainer in einem ersten Statement: „Das ist so unglaublich. Ein solches Ergebnis hatte ich mir nicht zu träumen gewagt. Das ist die Krönung dieser Saison, und alle drei stammen von Galileo. Found ist aber auch wirklich eine außergewöhnliche Stute. Ryan Moore hat sie ausgesprochen cool geritten. Für die gesamte Mannschaft freut es mich. Glauben kann ich das noch alles gar nicht.“

Platz vier ging an die große Außenseiterin Siljan’s Saga, hinter der der Favorit Postponed als Fünfter die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Savoir Vivre fand – wie erwähnt - erst spät ins Rennen und lief als Achter durchaus achtbar. Der englische und irische Derbysieger blieb als Neunter ebenso wirkungslos wie der stark gewettete Japaner Mahaiki - er hatte als 14. bald keinerlei Möglichkeit mehr.

Das nächste große Galopper-Highlight in Deutschland ist am Montag, 3. Oktober der 26. Pferdewetten.de – Preis der deutschen Einheit (Gruppe III, 75.000 Euro, 2.000 m) auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten, der 10. Wertungslauf der German Racing Champions League.

 

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