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Preis der Jungheinrich Gabelstabler mit Außenseiterinnen auf den Plätzen

Sarandia geht auf und davon

Hannover 2. Oktober 2016

Die Erfahrungen nach dem jüngsten Listenrennen für Stuten in Hannover waren alles andere als gut gewesen, eher schon fast niederschmetternd. Schließlich waren der Sieg und sämtliche Gelder an ausländische Gaststuten gegangen. Folglich konnten nun die Erwartungen vor dem Großen Preis der Jungheinrich Gabelstabler kaum überschwänglich sein, selbst wenn es mit der Fährhoferin Sarandia eine ziemlich klare Favoritin und Hoffnungsträgerin gab. Auf die dann allerdings auch Verlass war. Denn die von Peter Schiergen trainierte Dansili-Tochter siegte in der mit insgesamt 25.000 Euro Preisgeld ausgestatteten 2.200-Meter-Prüfung unter Daniele Porcu deutlich mit sechs Längen.

Bei einer bereits herbstlichen Großwetterlage mit teilweise länger anhaltenden Regenschirmkulissen blieben die drei französischen Stuten diesmal nur eine Minimalmacht. Von ihnen schnappte sich allein Strawberry Martini lediglich noch das vierte Geld, während auf den Plätzen zwei und drei zwei Außenseiterinnen ihre großen Stunden erlebten. Sowohl die aus München kommende Distain als auch die Schlenderhanerin The Dancing Fairy glänzten in einer Art und Weise, wie es zuvor kaum zu erwarten gewesen war, während Aga Khans Shaloushka und auch die schon auf Listenebene erfolgreiche Rose Rized nicht über Platz fünf beziehungsweise sechs hinauskamen.

Zu den besonderen Programmpunkten auf der Neuen Bult zählte vor allem auch noch das BBAG Auktionsrennen, das als Preis der BMW Niederlassung Hannover gelaufen wurde und ähnlich wie das Top-Rennen der Stuten mit einem Favoritensieg endete, als der genauso wie Sarandia bis auf 19:10 heruntergewettete Wonnemond des Stalles Frohnbach die lange mitmischenden Saxone und Teddilee endgültig unter Kontrolle bekommen hatte. Der Schützling von Sascha Smrczek siegte mit ein-ein-Viertel Länge, während die beiden Platzierten auf der Linie lediglich eine Nase trennte.

Recht deutlich hatte sich gleich zu Beginn des Renntages Heiko Kienemanns Stute Vodoo mit René Piechulek im Sattel gegen Sensational Secret und Goldjunge im BMW Freude am Fahren Preis aus der Maidenklasse verabschieden können. Und auch die Röttgenerin Alicante unterstrich bei einem sich bereits früh abzeichnenden Erfolg bei den Zweijährigen in der BMW M Trophy, dass die Zweijährigen aus Rath-Heumar momentan eine kleine Macht darstellen. Unter Martin Seidl ließ sich die Pflegebefohlene von Markus Klug weder von Freeman noch von Nijooom Star sonderlich beeindrucken.

Alicantes Vorsprung von ein-ein-Viertel Länge wirkt dennoch bescheiden gegen das, was danach der rechnerisch in der BMW Performance Trophy gut untergekommene Wallach Dorado aufs Parkett brachte. Mit sage und schreibe neun Längen vor allen anderen zeigte der von Werner Haustein betreuten Silvano-Sohn in der Hand von Anna-Lena Buhr seinen Konkurrenten den gegebenen Klassenunterschied tatsächlich demonstrativ auf.

Im BMW Lifestyle Preis setzten sich dann die am meisten beachteten drei Stuten durch, wobei Zamora vor Philppa und Johara gewann. Die Bona-Stute, die von Vinzenz Schiergen gesteuert wurde, hatte damit das Fundament für ein Doppel von Trainer Peter Schiergen gelegt, das Sarandia später dann noch vollenden sollte.

Etwas unterschätzt worden war wohl Wikileaks, der Gewinner der Marco Wittmann Trophy, dem Rennen mit der Viererwette. Mit 123:10 gab es angesichts der zuvor bereits von ihm gelieferten Ansätze eine durchaus beachtliche Quote. Mit Marc Lerner im Sattel sorgte der Toylsome-Sohn aus der Obhut von Waldemar Hickst in der Distanz zunehmend für klare Verhältnisse und schickte Cash the Cheque, Gitane und Kizingo auf die Plätze.

Für ein Doppel reichte es für Marc Lerner indes nicht, denn zwischen dem von Rebecca Danz gerittenen Mountain Man und dem unter dem französischen Jockey angetretenen Lacato entschied später  im Buchmacher Albers Rennen - Ihr Anbieter für Pferdewetten in Niedersachsen eine halbe Länge zugunsten des Erstgenannten, eines Hellvelyn-Sohnes, für den Svenja Winter sowohl als Besitzerin als auch als Trainerin zeichnet.

Zum Finale, das immerhin Ausgleich-II-Niveau besaß und als Buchmacher Albers Rennen - Ihr Anbieter für Sportwetten in Niedersachsen firmierte, brachte Jockey Jozef Bojko zu guter Letzt noch ein Fährhofer-Doppel in trockene Tücher, als er die Makfi-Tochter Wacaria zu einem leichten Erfolg über Tendresse und Dingo führte. Wobei noch besonders anzumerken wäre, dass sich Wacaria nach einer Pause seit Juli erstmals wieder vorgestellt hatte und demzufolge von dieser Stute in näherer Zukunft durchaus noch einiges mehr kommen könnte.


 

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