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Park Wiedinger triumphiert im 26. pferdewetten.de – Preis der Deutschen Einheit

„Deva“ ist der Star in der Champions League

Berlin-Hoppegarten 3. Oktober 2016

Überraschendes Ergebnis im 10. und vorletzten Wertungslauf der German Racing Champions League am Montag, dem Tag der Deutschen Einheit, vor 13.600 Zuschauern beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten: In einem der bedeutendsten Rennen der Rennsaison in der Hauptstadt, dem 26. Pferdewetten.de – 26. Preis der Deutschen Einheit (Gruppe III, 75.000 Euro, 2.000 m) triumphierte der von Markus Klug in Köln-Heumar für das Gestüt Park Wiedingen von Helmut von Finck aufgebotene Devastar. Der bei einer Quote von 110:10 stark unterschätzte Areion-Sohn, in diesem Jahr u.a. Listensieger in Dresden und mehrfach prominent in Grupperennen unterwegs, schaffte nach einem starken Finish von Martin Seidl seinen bislang bedeutendsten Karrieretreffer.

In einem Endkampf, der die Zuschauer von den Sitzen riss, kämpfte sich Devastar aus dem Vordertreffen ganz zuletzt noch mit einer halben Länge an dem stets führenden Capitano vorbei. Es war der vierte Erfolg beim zwölften Start für Devastar, der seine Gewinnsumme mit 45.000 Euro Preisgeld auf 91.500 Euro katapultierte.

Gestüt Sommerbergs Capitano gefiel auch als knapp bezwungener Zweiter sehr und zeigte, dass er zu den guten Dreijährigen im Lande gehört. Erstaunlich stark lief der für das Gestüt Auenquelle angetretene Lokalmatador Global Storm, der als Dritter einen enormen Sprung glänzend bewältigte. Noch hinter Brisanto landete der 14:10-Favorit Wai Key Star nur auf dem fünften Platz. Aus dem Mittelfeld drang der Schützling von Andreas Wöhler an der Außenseite nicht entscheidend durch und blieb diesmal deutlich unter den Erwartungen.

Während Trainer Markus Klug zeitgleich in Köln weilte, berichtete Devastars Siegjockey Martin Seidl nach dem Top-Triumph: „Mit Herrn von Finck habe ich schon zusammengearbeitet, als ich noch meine Lehre in München gemacht habe. Der Höhepunkt war für mich der dritte Platz mit Dschingis Secret im Derby. Und so Tage wie heute sind natürlich besonders schön.“

Hochzufrieden war auch Hausherr Gerhard Schöningh: „Wir hatten heute sieben Botschafter und die Schweizer Botschafterin zu Besuch. Die Exzellenzen sind aus Dresden gekommen von der Einheitsfeier beim Bundespräsidenten. Sie haben bei uns gesehen, wie die Einheit sportlich gefeiert wird. Welchen besseren Ort hätte es da als die Rennbahn Hoppegarten geben können?“

In der Gesamtwertung der German Racing Champions League-Wertung arbeitete sich Markus Klug (32 Punkte) bei den Trainern auf Platz drei hinter Andreas Wöhler (48 Punkte) und Peter Schiergen (35 Punkte) vor. Bei den Jockeys führt unverändert Andrasch Starke (34 Punkte) vor Eduardo Pedroza (32 Punkte) und Filip Minarik (19 Punkte). Bei den Pferden blieb alles beim Alten: Iquitos (23 Punkte) ist die Nummer eins vor Nightflower (22 Punkte) und Ito (14 Punkte).

Der 11. und letzte Wertungslauf der German Racing Champions League, in dem die 1,5 fache Punktzahl vergeben wird, geht am 1. November mit dem Pastorius – Großer Preis von Bayern (Gruppe I) in München über die Bühne.

Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league.

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Das Team Eduardo Pedroza/Andreas Wöhler schnappte sich auch das Finale der Sparkassen Sprintserie 2016 (Ausgleich II, 25.000 Euro, 1.200 m) auf der Geraden Bahn – mir dem erst seit kurzem bei Wöhler beheimateten Ex-Engländer Sanaad (45:10), der beim zweiten Start des Spexard-Trainers mit mächtigen Speed die Gegner regelrecht überrollte. Der dreijährige Exceed and Excel-Sohn in den Farben des Dubai-Großbesitzers Jaber Abdullah bekam den an der Spitze toll weiterziehenden Bellcanto noch sicher in den Griff. Atlantik Cup und Universal Star hielten sich auf den Plätzen drei und vier ebenfalls gut und machten die Viererwette perfekt, die 241.052:10 brachte.

Ein dickes Kompliment hat sich der Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek verdient: Denn der von ihm für Egbert Schäfer vorbereitete Northern Rock ist eine der Entdeckungen dieser Saison: Beim neunten Start gewann der Wallach sein siebtes Rennen, das fünfte in Folge. Bemerkenswert war, wie der 33:10-Favorit unter Formjockey Bayarsaikhan Ganbat am Ende aufdrehte und sich an dem Piloten Sun at work vorbeiraufte, der ihm unterwegs die Spitze streitig gemacht hatte. Auch der andere Seriensieger Tim Rocco hielt sich als Dritter bestens. Man darf gespannt sein, wohin der Weg von Northern Rock nun führt, vielleicht geht es ja bald auch in Grupperennen.

Die Zweijährigen-Form im Stall von Andreas Wöhler ist nach wie vor exzellent: Im einleitenden 1.600 Meter-Rennen gab der im Besitz von Qatar Racing Limited stehende Warring States als 13:10-Favorit ein tolles Debüt. Eduardo Pedroza ritt den Sohn den Sohn des Dubai World Cup-Siegers Victoire Pisa aus Japan mit viel Vertrauen, tat nur das Notwendigte und vertraute ganz auf den Speed des Youngsters, der den tapfer standhaltenden Amigo, der einen starken Einstand gab, knapp abfing, während Moreno Rang drei eroberte. Warring States besitzt Nennungen im Preis des Winterfavoriten, dem Ratibor-Rennen und im Derby 2017.

Für Eduardo Pedroza/Andreas Wöhler trumpfte später noch der Fährhofer Lagoas (44:10) im Ausgleich II über 1.800 Meter mit immer neuen Reserven gegen Bergwind und Itobo groß auf.

Einen Spaziergang absolvierte die zur erweiterten Spitze der dreijährigen Stuten zählende Fosun (12:10) in einer 2.000 Meter-prüfung. Martin Seidl ließ sich auf der von Markus Klug trainierten Pudwill-Lady auf nichts ein und kontrollierte an der Spitze vor Ustana und Ossiline jederzeit das Geschehen. Das BBAG Auktionsrennen in Magdeburg könnte nun das nächste Ziel der Soldier Hollow-Tochter sein.

Bisweilen verdirbt sich Saluta bessere Formen durch einen schlechten Start, doch im ersten Viererwett-Rennen (20.000 Euro-Garantie-Auszahlung, inklusive Jackpot von 7.500 Euro, Ausgleich III, 2.400 m) ging alles glatt, und die Fünfjährige aus dem Stall von Roland Dzubasz stand unter Esther Ruth Weißmeier als 120:10-Chance zeitig als leichte Gewinnerin fest. Tyran, Gondaro und Zaphiras Adventure komplettierten die Viererwette, die 291.495:10 bezahlte.

Nach einem starken Ritt von Francesco Ladu sicherte sich der von Lutz Pyritz im hohen Alter von sieben Jahren in den zweiten Frühling gebrachte A Miracle (77:10, F. Ladu) den abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter. An der Innenseite eroberte er mit dem Wallach noch einen knappen Vorteil gegen Oscar, hinter dem Elbflorenz Dritte wurde.



 

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