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Daring Match ist der Top-Sprinter in München

„Matchball“ verwandelt

München/Zweibrücken 9. Oktober 2016

Seit Jahren ist der Call me Big-Sohn Daring Match einer der besten Kurzstreckler in Deutschland. Sein Trainer Jens Hirschberger aus Mülheim hatte am Sonntag eine mehr als passende Aufgabe in München für den Fünfjährigen ausgesucht, den Bayerischen Sprint Cup (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.000 m) auf der lange hier nicht mehr beanspruchten Geraden Bahn.


Unter Alexander Pietsch löste der 28:10-Mitfavorit alle Erwartungen ein und kam in den Farben des Gestüts Auenquelle sehr sicher zum mit 14.000 Euro honorierten Erfolg, dem vierten Treffer beim 20. Start in seiner Karriere, womit er kurz vor der 100.000 Euro-Gewinnsummen-Schallmauer steht. Früh war Daring Match in vorderer Linie, und bald war abszusehen, dass sein Jockey diesen „Matchball“ verwandeln würde.

Eine Klasse-Partie lieferte die Lokalmatadorin Bondi (M. Seidl) als große Außenseiterin auf dem Ehrenplatz. Dahinter musste sich die favorisierte Stute White Witch (in den Farben von Sheikh Mohammeds Godolphin-Stall (M. Barzalona) Rang drei mit dem ebenfalls erstaunlich stark laufenden Lord Roderick teilen und wirkte dabei nie wie eine Siegkandidatin.

Vier Starts, vier Siege – das ist die eindrucksvolle Bilanz des Graditzer Schimmels Fort Good Hope. Der dreijährige Santiago-Sohn verteidigte auch unter Höchstgewicht seine weiße Weste im 2.000 Meter-Ausgleich II. Als der 22:10-Favorit Mitte der Zielgeraden von Martin Seidl (zweiter Tagessieg des Jockeys) aufmarschierte, war die Frage nach dem Gewinner bald schon beantwortet. Kein Konkurrent kam in seine Nähe, da darf man noch einiges mehr erwarten. Mit Eudokia, die immer an zweiter Stelle galoppiert war, und La Celerina komplettierten zwei Außenseiterinnen die Dreierwette, während der stark beachtete Weltmeister früh nicht mehr beschleunigen konnte.

Der frühere Klassejockey Kevin Woodburn bereichert als Amateur seit einigen Monaten wider die Turf-Szene. Im einleitenden Amateurreiten über 2.000 Meter schaffte er auf dem von seiner Lebensgefährtin Simone Bals trainierten Scataro (80:10) gegen Sunny Beach und Si Partout einen Treffer.

Wie eine Zweijährige mit sehr guter Zukunft setzte sich die Hachtseerin Scapina (19:10) in einem 1.400 Meter-Rennen in Szene. Nach dem schon sehr guten Debüt ließ die von Henk Grewe in Köln vorbereitete Tochter des früheren Spitzen-Youngsters Tai Chi unter Mickael Barzalona vor der Co-Favoritin Megera und Bernsteinkette nichts anbrennen. Der einstige 20.000 Euro-Zuschlag der BBAG-Auktion besitzt Nennungen im Preis der Winterkönigin und in einer Listen-Prüfung in Hannover.

Erwartungsgemäß nach Iffezheim ging der Sieg in einem 1.400 Meter-Rennen, denn die dauerplatzierte Elusive Sengia (25:10, zweiter Tagestreffer für Mickael Barzalona) war mit mächtigem Speed vor Youm Momayez und Best Magic für Trainerin Andrea Rulec souverän voraus.

Als Jockey landete Karoly Kerekes in München bemerkenswerte Erfolge. In einem 1.600 Meter-Rennen schaffte der Ungar nun auch als Trainer einen Sieg, mit der dreijährigen Authorized-Tochter Flame (37:10, M. Seidl), die den schon enteilten Zanini und Noble Hero noch sehr sicher in den Griff bekam.

Auch wenn er im Hauptrennen mit einer Platzierung vorlieb nehmen musste, so war Jockey Mickael Barzalona im Rahmenprogramm umso erfolgreicher. In einem 2.200 Meter-Ausgleich III führte er Michael Figges Nic Mountain (47:10) zu einem überlegenen Sieg über Attentionadventure und Wiesenlerche.

Noch einmal einen Außenseiter-Erfolg erlebten die Besucher im abschließenden 1.400 Meter-Handicap, das sich Andreas Ruhlands Kowalsky (109:10, B. Mühlbauer) gegen Zazoulino und Winola sicherte.

Spannung im Jagdrennen in Zweibrücken

Bei der Sonntags-Veranstaltung in Zweibrücken gab es auf die von Christian von der Recke für Lady O‘ Reilly trainierte Mesaria im Ausgleich III über 1.800 Meter mit 88:10 eine sehr attraktive Siegquote. Unter Carina Giesgen, die nach dem Ziel aus dem Sattel musste, ließ die Stute Heraclius sowie Smoke On The Water hinter sich.

Hochdramatisch war der Preis von wettstar.de, das über 3.500 Meter führende Jagdrennen. Im allerletzten Galoppsprung brachte Sonja Daroszewski die von Elfi Schnakenberg aufgebotene Halbblüterin Gelona (136:10) noch an Athou du Nord vorbei, hinter dem Dellaheena Lad Rang drei eroberte.



 

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