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Jozef Bojko sorgt mit seinem Doppel für neue Spannung in Championatskampf

Andreas Wöhler macht Boden gut

Leipzig 15. Oktober 2016

Die Spannung wächst im allmählich immer konkreter werdenden Championatskampf der Trainer wieder an. Vor dem heutigen Leipziger Finale hatte die einschlägige Statistik noch Markus Klug mit drei Punkten vor seinem Kollegen Andreas Wöhler auf dem ersten Platz gesehen. Doch der Vorsprung des Trainers aus dem rechtsrheinischen Kölner Vorort Rath-Heumar schmolz nach dem letzten Renntag im Scheibenholz nun auf lediglich einen Zähler zusammen. Statt 59:56 steht es jetzt nur noch 59:58 für Markus Klug. Andreas Wöhler ist ihm also wieder um einiges dichter auf die Fersen gerückt.

Dass es zu diesem neuen „Tabellenstand“ kam, ist die Folge eines furiosen Auftakts der beiden einzigen Wöhler-Starter in der Messestadt, die  die ersten zwei der insgesamt acht Prüfungen für sich entschieden. Im Sattel war dabei jedes Mal Jozef Bojko, der in seiner langen und so erfolgreich verlaufenen Karriere schon manch schwerere Schlacht hat schlagen müssen als mit der zweijährigen Stute Nijoom Star oder der um ein Jahr älteren For England

Beide Wöhler-Ladies gewannen nämlich klar und überlegen. Erste den Preis der Zweijährigen mit viereinhalb Längen für Jaber Abdullah gegen Waikita und Leierspielerin - und die Zweite den Preis der Leipzig Lions unter den Farben des Stalles Chevalex sogar mit sechs Längen gegen Oriental Cat und Tempellicht.

Später schnupperte Jozef Bojko sogar auch noch an einem dritten Sieg im Preis des Leipzig Houston e.V. Im Rennen mit der Viererwette ließ sich der Bahnspezialist und Frontrenner Doinyo unter dem frisch gebackenen Vater Filip Minarik aber auch von einem noch so gut aussehenden Schlussakkord von Süße Maus nicht mehr beeindrucken. Als Besitzer und Trainer des wie ein Uhrwerk ablaufenden Halling-Sohnes freute sich Christan Zschache über den herzlichen Beifall des Leipziger Publikums. Auf den Plätzen drei und vier landeten hier Vanbijou und Sarisha.

Stefan Richter, der Trainer der von Doinyo geschlagenen Süße Maus, hatte zuvor bereits an einem Erfolg des im Preis der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Ost auch wahrlich schnell wie die Feuerwehr agierenden Palace King seine helle Freude gehabt. In der Hand von Francesco Ladu endete der Tertullian-Sohn für den Stall Equus Maximus mit fünf Längen Vorteil vor Lokalmatador Mount Juliet und Fritz

Nicht ganz so eindrucksvoll, aber sehr sicher setzte sich danach der von seinem Besitzer Guido Scholz auch trainierte Rosentor unter René Piechulek im Preis der Leipzig Wallbreakers durch, in dem er Maresco und Royal Rubin bezwang, während die von Martin Seidl gerittene dreijährige Eyla im als Marathon über weite 3.050 Meter ausgeschriebenen Lampos-Rennen die mit Abstand meiste Puste bewies. Die von Uwe Stech für Sven Krüger vorbereitete Shirocco-Tochter kämpfte dabei zuerst den länger dagegenhaltenden Suracon tapfer nieder, um dann zunehmend sicherer die Szene zu beherrschen.

Noch früher hatte die nach ihren Dresdener Sieg Anfang September nun auch noch im Scheibenholz erfolgreiche Marmelade den Preis der Leipziger Partnerstädte unter Dach und Fach. Auch bei ihrem zweiten Erfolg zeichnete sich Wenke Falland als umsichtige Reiterin der Stute des Stalles Zatopek aus. Wie schon in Dresden hießen zudem die Geschlagenen abermals Eyasi und Birthday Lion, die in totem Rennen einliefen und denen selbst die nun günstigeren Gewichtsverhältnisse kaum halfen, um gegen die von Sarka Schütz trainierte Santiago-Tochter die Spieß umzudrehen.

Der Saisonkehraus vor dem kommenden großen Jahr 2017 mit dem 150-jährigen Jubiläum des Leipziger Galopprennsports fand bei noch angenehmen spätsommerlichen Bedingungen statt. Am Rande gab es diesmal sehr viel Lokalkolorit, dies allerdings mit einer dicken Prise internationalen Flairs. Vor allem eröffnete sich den zahlreich erschienen Besuchern dabei die seltene Gelegenheit, einige typisch amerikanische Sportarten näher kennen zulernen, ehe der Erfolg des noch wenig geprüften Wallachs Santiano in „Auf Wiedersehen 2017“ den Schlusspunkt hinter die Scheibenholzer Saison 2016 setzte. Für seinen Jockey Martin Seidl summierte sich das heutige Erfolgskonto damit ebenfalls noch auf zwei Treffer. Insbesondere lässt der Sieg des Lando-Sohnes im Besitz des Stalles Parodie jedoch den Schluss zu, dass der Schützling von Torsten Reineke kaum bei diesem ersten Sieg stehenbleiben dürfte.




 

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