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Zweijähriger Wöhler-Schützling Rolando gefällt mit richtungweisendem Debüt

Auftakt-Doppel für Michael Cadeddu

Dresden 22. Oktober 2016

Der „Mann, der fast immer lacht“, lautete die Kurzbeschreibung von Rennbahnsprecher Hartmut Faust, zum Jockey Michael Cadeddu, als er ihn dem Publikum heute in Dresden etwas näher vorstellen wollte und damit den Nagel genau auf den Kopf traf. Dies geschah unmittelbar nach der Auftaktprüfung, dem Rennen der Wettannahme ALBERS auf der Galopprennbahn Dresden. Und gleich anschließend, nach dem Preis der Hauptagentur D.Seiffert Signal Iduna, konnte der “Gute-Laune-Italiener“ des deutschen Turfs noch ein weiteres Mal fröhlich lachen. Denn hier saß er nämlich ebenfalls auf dem Sieger. Kaum dass der Renntag in Seidnitz begonnen hatte, war die personifizierte Freundlichkeit innerhalb der hiesigen Jockey-Zunft also schon zum Doppelsieger avanciert.

Für beide Siege musste er noch nicht einmal seine ganze Jockeyship auspacken; der zweijährige Wöhler-Schützling Rolando gewann klar und überlegen, und der ein Jahr ältere Wallach Joker aus dem Quartier von Claudia Barsig hatte im Prinzip schon beizeiten alles sicher unter Kontrolle.
Erster, ein debütierender Campanologist-Sohn im Besitz von Klaus Allofs und der Stiftung Gestüt Fährhof, lag damit eindeutig im Trend, nachdem erst vor Wochenfrist der ebenfalls von Campanologist stammende Langtang in Köln zum offiziellen Winterfavoriten aufgestiegen war.

Dass der über Freeman und Epako erfolgreiche Rolando im nächsten Jahr eine vorzügliche Ergänzung zu Langtang in den tragenden Rennenwerden kann, dazu bedarf es keineswegs allzu großer Phantasie. Der Halbbruder des Qatar-Derby-Siegers Rogue Runner und 67.000-Euro-BBAG-Zuschlag zählt natürlich  noch mit zu der großen Zahl der vorläufigen Kandidaten für das IDEE 148. Deutschen Derbys am 2. Juli des nächsten Jahres in Hamburg-Horn.

Ein Derby zu gewinnen wird für den Wallach Joker nicht mehr möglich sein. Doch wird der Nicaron-Sohn des Galopp Clubs Leipzig, hinter dem Ostana und Tresoli die Plätze dahinter besetzten, bestimmt nicht bei diesem, seinem ersten Erfolg stehenbleiben.

Michael Cadeddu war allerdings keineswegs der einzige Reiter, der die Rückreise nach einem stimmungsvollen vorletzten Dresdener Galopptermin 2016 mit zwei Erfolgen im Gepäck antreten konnte. Auch dem Brasilianer Carlos Henrique zeichnete sich gleich doppelt aus. Zuerst mit Stall Gattopardos Stute Novice of Budysin aus Sascha Smrczeks Quartier, die sich gegen Danish King und Burschentanz im Preis der Factum Unternehmensgruppe durchzusetzen verstand.

Und danach noch mit Stall Mohnblumes Isongo, einem Schützling von Lutz Pyritz, der zum Finale in „Auf Wiedersehen zum HALALI am 16. November“ vor Sunny Beach und Tutejsza durchs Ziel ging, 

Nach Tschechien war zuvor zu einer stattlichen Quote von 120:10 der Preis der Mitglieder des DRV 1890 e.V. gewandert. Völlig überraschend hielt hier mit Natalie Arendson im Sattel der Wallach Izidor von RIW-Benelux aus dem Stall von Trainerin Helena Vorsilkova den permanenten Attacken der Favoritin Süße Maus stand, hinter der Sydney City den dritten Rang besetzte.

111:10 gab es gleich danach auf die von Maxim Pecheur gerittene Gewinnerin im Preis des Vereins Deutscher Besitzertrainer, den sich Mike Kruselburgers Stute Winnifried quasi mit einem starken zweiten Wind gegen Schneekönigin und Pesaro sicherte, nachdem sich die von Johann Ludwig Müller vorbereitete Sholokhov-Tochter in der Geraden eigentlich fast schon aus dem Kreis der aussichtsreichen Pferde verabschiedet zu haben schien.

Ganz anders agierte dagegen das Leichtgewicht Niron, dessen Trainer und Besitzer Martin Mayer in Personalunion ist, im über weite 2.950 Meter führenden Buchmacher ALBERS Steher Cup. Je weiter es wurde, desto nachdrücklicher entwickelte sich in der Hand von Tom Schurig die Dominanz des Mamool-Sohnes, der am Ende mit fünf Längen vor Coeur Link blieb, hinter dem vier-ein-Viertel Längen zurück  Lincoln Country als Dritter folgte.



 

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