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Tinkers Lane für hohen Toto überraschend stark

Sensation im Jagdrennen in Bremen

Bremen 23. Oktober 2016

Erfahrung zahlte sich aus am Sonntag auf der Galopprennbahn in Bremen. In der IDEE Kaffee Trophy über 3.600 Meter, dem vorletzten Jagdrennen der hiesigen Rennsaison, brachten die beiden Erstplatzierten jede Menge Routine mit. In einer Prüfung mit einigen Ausfällen wehrte der als 381:10-Außenseiter gestartete Tinkers Lane (zwölfter Hindernisstart) aus dem Brüggener Quartier von Christine Paraknewitz-Kalla mit Jockey Miguel Lopez sicher gegen den 13-jährigen Veteran Nuevo Leon (54. Versuch in diesem Metier). Zu rechnen war mit diesem Sensations-Coup kaum, denn der siebenjährige Wallach Tinkers Lane hatte zuvor noch nie über Sprünge gewonnen. From Frost schob sich auf Rang drei.

Im Kölner Quartier von Jungtrainer Henk Grewe galt Shagan stets als Kandidat, der sich weiter steigern würde. Nach einem frühen Erfolg ging es anschließend bei Stall Luisenhofs Dreijährigem nicht mehr so richtig weiter. Doch im 2.200 Meter-Ausgleich III stand der Hengst unter Baiyarsaikhan Ganbat vor Baby Love und Eyes on Me bald schon als Sieger fest. In Shagan, der lukrative 93:10 auf Sieg bezahlte, könnten noch weitere Reserven schlummern.

Im Halbblutrennen stand der von Pavel Vovenko aufgebotene 14:10-Favorit Geladi unter Melina Ehm gegen Baguss und Biederich zeitig über der Konkurrenz.

Amateur-Champion Vinzenz Schiergen hatte mit der von Yasmin Almenräder aufgebotenen Haller-Stute Saldinska (32:10) in einer 1.400 Meter-Prüfung vor Poker Run und dem Favoriten Admiral leichtes Spiel. Die gut gezogene Dreijährige dürfte über weitere Reserven verfügen.

So richtig aufgewacht scheint Svenja Winters Mountain Man, denn in einem 1.200 Meter-Handicap kam der Wallach nach einem sehr guten Ritt von Rebecca Danz als 65:10-Chance sicher gegen Adel verpflichtet und den Favoriten Porcupine Creek zum zweiten Erfolg hintereinander.

Ausgesprochen treu läuft der von Frank Fuhrmann trainierte Amondo seit Jahren im Handicap nach vorne, doch ein Sieg war ihm schon länger nicht mehr gelungen. Doch Laura Giesgen, die wie ihre Schwester Carina immer mehr auf sich aufmerksam macht, brachte ihn nach einem bestens getimeten Ritt gegen Banzai und Amazing Run in einem 2.200 Meter-Amateurreiten auf die Siegspur zurück.

Eine halbe Stunde später ging es in einem 1.600 Meter-Ausgleich II ganz eng zur Sache. Lange schien Novacovic (70:10) unter Luca Murfuni einem klaren Treffer entgegenzustreben, bevor die Riesenaußenseiterin Vieille Sorciere mit Tabea Rödel regerecht heranflog, doch der Zielpfosten stand goldrichtig für Novacovic, der Trainer Frank Fuhrmann erneut aufs Treppchen brachte. Auch Stuck und Flying Prince (in totem Rennen Dritter) waren dahinter dichtauf.

Im abschließenden 2.200 Meter.Rennen war Werner Hausteins Dorado (15:10) unter Melina Ehm Start-Ziel gegen Red Flash und Unique Du Moulin eine Klasse für sich, auch wenn am Ende der große Vorsprung etwas schmolz.

Sarandia ohne Möglichkeit in Rom

Nach unglücklichem Rennverlauf, als sie allerdings schon nicht mehr zwingend wirkte, hatte die von Peter Schiergen trainierte Fährhoferin Sarandia unter Andrasch Starke am Sonntag im Premio Lydia Tesio (Gruppe I, 275.000 Euro, 2.000 m) keinen Einfluss auf die Entscheidung. Der Sieg ging an die Botti-Stute Sound of Freedom (F. Branca) vor der Französin Zghorta Dance und Laganore aus England.





 

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