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Super-Finale in Hannover mit drei Höhepunkten

Der große Renntag der Gestüte

Hannover 27. Oktober 2016

Das Beste kommt zum Schluss, so lautet ein bekanntes Sprichwort. Und das Saisonfinale 2016 auf der Galopprennbahn in Hannover an diesem Sonntag wird einmal mehr zu einem besonderen Event. Denn traditionell firmiert diese Veranstaltung als Renntag der Gestüte. Die Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und namhafte deutsche Zuchtstätten sorgen für einen Ausklang, der es mit einem Gruppe- und zwei Listen-Prüfungen innerhalb der zehn Prüfungen ab 11:45 Uhr in sich hat.

Im Mittelpunkt steht der Große Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m, 6. Rennen um 14:25 Uhr). Ein exzellentes Aufgebot von zwölf dreijährigen und älteren Stuten kämpft hier um Black Type, um den Wert für die Zucht zu steigern. Dazu ist zumindest eine Platzierung notwendig.

Sogar den Sieg vor Augen haben sollte hier die von Markus Klug trainierte Röttgenerin Kasalla (Adrie de Vries). Sie sammelte in Serie Platzierungen in Top-Rennen, zuletzt sogar im Preis von Europa (Gruppe I), dem Saison-Höhepunkt und German Racing Champions League-Rennen in Köln.

Eine Widersacherin könnte die von Toni Potters in Großenkneten vorbereitete Techno Queen (Filip Minarik) sein, die im St. Leger sehr gute Dritte wurde, als sie sehr viel Boden gutmachen musste. Sicherlich ist die von Lennart Hammer-Hansen aus Iffezheim entsandte Gambissara (Jozef Bojko) weit vorne zu erwarten, die sich u.a. im St. Leger Italiano als Zweite profilierte. Altmeister Andreas Löwe, der zum Jahresende seine Karriere beendet, vertraut auf die dort drittplatzierte Son Macia (Ian Ferguson) und Forever Gold (Andreas Suborics): „Son Macia hat gerade gewonnen und war vorher in Gruppe-Rennen schon platziert. Je tiefer der Boden, desto besser für sie. Sie ist noch gut in Form. Forever Gold kommt aus einer langen Pause. Dieses Rennen war immer unser Ziel.“

Aber auch die Frankreich-erprobte Eagle Eyes (Michael Cadeddu) und die weiteren Klug-Ladies La Dynamite (Martin Seidl) und She’s Gina (Maxim Pecheur) haben Möglichkeiten. Peter Schiergen ist mit der italienischen Listensiegerin Nazbanou (Vinzenz Schiergen), einer Schwester des 2015er-Derbysiegers Nutan, und Rose Rized (Andreas Helfenbein) vertreten: „Nazbanou hatte eine Pause seit ihrem Sieg in Italien, da muss man sehen, wie weit sie jetzt ist. Für Rose Rized ist es der letzte Start vor ihrem Wechsel in die Zucht“, erklärt der Trainer. 

Im Große Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung Gestüt Röttgen (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.400 m, 4. Rennen um 13:15 Uhr) wollen sich zweijährige Stuten profilieren. Silver Cloud (M. Lerner) hatte in einer vergleichbaren Prüfung in Köln jede Menge Pech mit dem Rennverlauf. Aber auch der Erfolg der Brümmerhoferin Artistica (O. Wilson) auf diesem Kurs fiel stark aus. Nantany (B. Ganbat) bezwang bei ihrem Hoppegartener Debüt deutlich höher eingeschätzte Konkurrenten. Andreas Löwe hat Westfalica (A. Helfenbein) im Rennen: „Sie hat in Köln gegen zwei Hengste gut debütiert, und hinter ihr war wieder viel Abstand zu den anderen Pferden.“

Dritter Fixpunkt des Programms ist der Große Preis des Gestüt Fährhof (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m, 8. Rennen um 15:30 Uhr). Hier könnte es einen Erfolg des Gestüts Röttgen geben. Denn der von Markus Klug aufgebotene Degas (Adrie de Vries) hatte nach seinen vielen Platzierungen auf Gruppe-Ebene einen Treffer wahrlich verdient und trifft es hier sicherlich wesentlich einfacher an. Aber gerade der als Wallach sensationell verbesserte Wonnemond (B. Ganbat), der sich hier mit einem Auktionsrennen die dritte Prüfung hintereinander sicherte, ist im Elfer-Feld ein durchaus ernstzunehmender Kontrahent. 

Neben einem Ausgleich II über 2.000 Meter (9. Rennen um 16 Uhr) lockt natürlich auch die Wettchance des Tages mit einer Garantie-Auszahlung von 15.000 Euro in der Viererwette des 7. Rennens um 15 Uhr (Ausgleich III, 1.750 m). Hier sind vor allem der frische Sieger Wikileaks (M. Lerner) und die formstarken Poolparty (N. Sechi) und Flying Prince (A. Pietsch) stark zu beachten.

Ein Shirehorserennen, in dem Ex-Jockeys in den Sattel steigen, und eine spaßige Sportstafette mit Go Karts, Hüpfepferden und Schubkarren sorgen im Rahmenprogramm für Unterhaltung.

Die kleinen Besucher können sich auf ein riesiges Kinderland, den Rennpferdsimulator "Mister Ed", auf Streichelponies, viele Mitmachspiele und -Stände sowie mehrere Hüpfburgen freuen. Außerdem werden unter Aufsicht Laternen gebastelt und Kürbisse geschnitzt. 

Für den Hannoverschen Rennverein ist der Sonntag gleichzeitig der Höhepunkt der erfolgreichen Saison. Das kommende Jahr steht dann im Zeichen „150 Jahre Hannoverscher Rennverein“. 

Champions League

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