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Markus Münchs Spectre die deutsche Hoffnung beim Breeders‘ Cup

Ex-Fußball-Profi will Amerika erobern

International 2. November 2016

13 Top-Rennen an zwei Tagen, Preisgelder zwischen einer und sechs Millionen US-Dollar – der Breeders‘ Cup wird am Freitag und Samstag die Galopp-Fans auf der ganzen Welt begeistern. Auf der Rennbahn von Santa Anita bei Los Angeles/USA heißt es wieder Amerika gegen Europa. Und man darf gespannt sein, welche Star-Galopper diesmal für Furore sorgen werden.

Der Samstag ist natürlich der herausragende Tag beim Breeders‘ Cup in Santa Anita. Hier wimmelt es nur so an hochkarätigen Prüfungen mit Spitzenpferden aus den USA und Europa.

Auch Deutschland ist vertreten – denn der frühere Fußball-Profi Markus Münch, derzeit in Sassenberg aktiv, hofft in der Breeders‘ Cup Mile (2 Mio. Dollar, 1.600 m) auf seine Top-Stute Spectre. Die dreijährige Siyouni-Tochter ist bei acht Starts zweifache Siegerin, aber noch viel mehr wert waren ihre sensationellen Platzierungen – im Prix Jean Prat, im Prix Jacques le Marois und im Prix du Moulin (allesamt Gruppe I-Rennen in Frankreich). 

Münch (44) hatte die Wahl zwischen mehreren Spitzenrennen in Japan, Frankreich und den USA und entschied sich für den Trip nach Amerika. Spectre gilt mit Jockey Javier Castellano als chancenreiche Außenseiterin, doch hat sie in ihrer bisherigen Karriere immer neue Höhen gemeistert. Ein Triumph auf allerhöchstem Parkett ist das Ziel.

Aus Startbox 3 stellen sich Spectre 13 Konkurrenten in den Weg, allen voran natürlich die Queen Anne Stakes- und Vorjahressiegerin Tepin (J. Leparoux) aus den USA. Aber auch Europa stellt zwei der Favoriten – mit Limato (H. Bentley), u.a. Gewinner des Prix de la Foret am Arc-Tag in Chantilly aus England und Aidan O‘ Briens Alice Springs (R. Moore), die mit den Sun Chariot Stakes und den Matron Stakes gerade zwei Gruppe I-Rennen für sich entschied.

Absolute Hauptattraktion der Veranstaltung ist natürlich das Classic (6 Mio. Dollar, 2.000 m, Dirt) am Ende der Karte. Und im Zehner-Feld ist das beste Pferd der Welt mit von der Partie – der großartige California Chrome (V. Espinoza). In seiner illustren Sieg-Sammlung fehlt dem Star von Trainer Art Sherman noch diese Prüfung (2014 war er Dritter). Sechs Erfolge in Folge sprechen Bände, darunter auch im Dubai World Cup, dem höchstdotierten Rennen der Welt. 

Normalerweise ist es allenfalls zwei Kandidaten im Zehner-Feld zuzutrauen, ihm ein Bein zu stellen: Bob Bafferts Dreijährigen und Travers Stakes-Sieger Arrogate (M. Smith) sowie Kieren McLaughlins Godolphin-Crack Frosted (J. Rosario), der aber schon in Dubai weit hinter California Chrome war.

Aus europäischer Sicht ist der Breeders‘ Cup Turf (4 Mio. Dollar, 2.400 m, Turf) natürlich eines der Spitzenrennen des Abends. Aidan O‘ Brien steht mit Found (R. Moore) vor der Titelverteidigung. Die Super-Stute scheint wirklich durch nichts zu erschüttern zu sein, denn nach ihrem Arc-Sieg war sie auch tolle Zweite hinter Almanzor in den Champion Stakes. Sie wird begleitet von Highland Reel (S. Heffernan), dem Arc-Zweiten, der natürlich ebenfalls eine der Favoriten sein wird. Flintshire (J. Castellano) ist in vielen Top-Events auf dem Globus erprobt und war Turf-Zweiter 2014. Auch ihn sollte man im 13er-Feld weit vorne erwarten. 

Allofs-Ass Potemkin & Co. in Rom?

Aber auch in Italien geben sich an diesem Wochenende deutsche Pferde auf Top-Niveau die Ehre, genauer gesagt am Sonntag in Rom: Im Premio Roma (Gruppe I, 275.000 Euro, 2.000 m) könnten der im Besitz von Klaus Allofs und der Stiftung Gestüt Fährhof stehende Prix Dollar-Sieger Potemkin (Trainer Andreas Wöhler), Diplomat (Trainer Mario Hofer) und der in Frankreich von Andre Fabre Dallmayr-Preis-Sieger Elliptique auf höchster Ebene antreten. 

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