Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Diatomic und Raameen weitere Top-Sieger beim Sand-Auftakt in Neuss

Delaire stürzt den Favoriten Elias

Neuss 11. November 2016

Die Flutlichtstrahler sind eingeschaltet, die Sandbahn-Saison ist eröffnet: Am Freitagabend startete in Neuss die Winter-Saison 2016/2017 mit dem ersten PMU-Renntag. Einen sensationellen Favoritensturz gab es in einem 1.900 Meter-Rennen: Trotz seiner langen Pause seit April war der nach Klasse herausstehende Röttgener Elias aus dem führenden Quartier von Markus Klug erwartungsgemäß auf 13:10 heruntergewettet worden, doch nach einem wenig glücklichen Rennverlauf musste er sich mit dem Ehrenplatz zufrieden geben.

Jockey Martin Seidl orientierte sich im Schlussbogen erst innen, wo jedoch kein Platz war. Als er den Hengst auf der für ihn etwas kurzen Distanz nach außen gezogen hatte, war der Schwung weg, zumal Delaire (75:10) mit Rene Piechulek vorne tapfer weitermarschierte und den Gegner nicht an sich heran ließ. Der zweite Tageserfolg für Christian von der Recke und die Überraschung war perfekt. Fuscano lief als Dritter noch dicht zu Elias auf.

Eine halbe Stunde später entschädigte sich das Team Seidl/Klug in der abschließenden 1.500 Meter-Prüfung. Hier gelang der 14:10-Favoritin Raameen für den Stall 5-Stars, die ebenfalls nach Ausrechnung über der Konkurrenz stand, beim vierten Start der dritte Sieg. Für sie lief alles glatt, denn als zu Beginn der Geraden an der Innenkante eine Lücke aufging, nutzte ihr Jockey diese konsequent und dann gab es gegen Okra und Danish King kein Halten mehr. Problemlos löste die It’s Gino-Tochter diese Pflichtaufgabe.

Als erstes Pferd trug sich die von Frank Maurer in Nalbach trainierte Pleasant Princess (101:10) unter Miguel Lopez in die Gewinner-Liste der Sand-Saison ein. Mit starkem Speed bekam die zuletzt schon in Köln auf Gras siegreiche Desert Prince-Tochter noch den stets führenden Favoriten Film sowie Novice of Budysin in den Griff.

Das Meeting in Bad Harzburg war das große Eldorado von Besitzertrainer Armin Weidler aus Reifenberg in diesem Jahr. Dort sicherte er sich ein Superhandicap, und auch sonst liefen dort seine Pferde ausgesprochen stark. Nun trumpfte er auch auf der Neusser Sandbahn auf – mit dem ebenfalls schon im Harz erfolgreichen England-Import Diatomic (106:10), der bereits in England ein Rennen auf Dirt an sich gebracht hatte. Nach einem bestens getimeten Finish und rechtzeitigen Vorstoß von Filip Minarik hielt der Außenseiter auch den Iffezheimer Gast Pressure, der nichts unversucht ließ, sowie Big Moun ab.

Weit war die Anreise, doch sie hatte sich mehr als gelohnt: In einem 1.900 Meter-Handicap bot der Dresdener Trainer Stefan Richter den vierjährigen Wallach Lacato (79:10) auf, der sich beim ersten Versuch auf diesem Untergrund überhaupt in starker Manier durchsetzte. Für den Coach, bei dem es 2016 blendend läuft und der nun seinen 21. Saisontreffer markierte, sowie den Stall Beauty World von Jockey-Manager Sven Ociepka setzte sich der Tiger Hill-Sohn schon an der letzten Ecke auf wachsenden Vorsprung von der Konkurrenz ab. Nach perfekter Einteilung durch Bayarsaikhan Ganbat war die Entscheidung früh gefallen, auch wenn die Lokalmatadorin Red Dynamite vor der Favoritin Atlanta noch sehr viel Terrain gutmachte.

Die Erwartungen in Gestüt Niederrheins Navio (37:10) in einem 2.300 Meter-Ausgleich III waren alles andere als gering. Nach dem sehr souveränen ersten Karrieretreffer des vierjährigen Wallachs in Köln behauptete sich der von Mario Hofer aufgebotene Dai Jin-Sohn auch beim ersten Sand-Start leicht und locker. An zweiter Stelle servierte ihm Stephen Hellyn ein Rennen nach Maß und ließ sich durch Art Charter und Nordsturm nie beeindrucken. Riesenpech entwickelte die Kamsin-Schwester Kashmar, die meilenweit hinter den anderen Pferden vom Start gekommen war und noch mächtig aufholte, es aber nur noch auf Rang vier schaffte.

Nach den guten Grasbahn-Leistungen war auch der Sieg von Porcupine Creek (25:10) aus dem Weilerswist-Stall von Christian von der Recke in einem 1.100 Meter-Handicap völlig standesgemäß. Alexander Pietsch ließ mit dem Favoriten fast Start-Ziel vor Gläddis und Fushun nichts anbrennen.

 

Schlagworte zum Artikel

Champions League

Weitere News

  • Weltstar nach Union-Sieg am zweithöchsten eingestuft

    Royal Youmzain mit der 1 ins Derby?

    Hamburg 18.06.2018

    Aller Voraussicht nach mit der Nummer eins wird Royal Youmzain ins Derby gehen (vorausgesetzt es wird kein höher eingeschätztes Pferd nachgenannt). Der zweifache Gruppesieger (pferdewetten.de - Bavarian Classic und Ittlingen – Derby-Trial – Frühjahrs-Preis) führt mit einem GAG (offizielle Handicap-Einschätzung nach dem Generalausgleich) mit einer Marke von 96,5 Kilo die aktuelle Liste für das IDEE 149. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) am 8. Juli in Hamburg an.

  • Auch Vorjahressieger Wild Chief im Großer Preis der Wirtschaft

    Allofs-Hoffnung Potemkin mit dem nächsten Dortmund-Coup?

    Dortmund 18.06.2018

    Eines der bedeutendsten Rennen der Dortmunder Rennsaison steht am Sonntag mit dem 31. Großen Preis der Wirtschaft (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.750 m) bevor. Denn in diesem Sommer-Grand Prix treffen sich etliche hochdekorierte Galopper. Mit dem im Mitbesitz von Klaus Allofs stehenden Potemkin (E. Pedroza) und Wild Chief sind auch die Sieger der vergangenen beiden Jahre voraussichtlich wieder mit von der Partie.

  • Windstoß-Halbbruder imponiert in der German Racing Champions League in Köln

    Weltstar auch der Star im Derby?

    Köln 17.06.2018

    Weltstar, der Halbbruder des letztjährigen Derbysiegers Windstoß, ist spätestens seit diesem Sonntag einer der ersten Anwärter auf den Sieg im IDEE 149. Deutschen Derby am 8. Juli in Hamburg. Mit einer beeindruckenden Speedleistung gewann der von Champion Markus Klug in Rath-Heumar trainierte Soldier Hollow-Sohn am Sonntag vor 11.000 Zuschauern das 183. Oppenheim-Union-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.200 m) in Köln. Im dritten Wertungslauf der German Racing Champions League und der bedeutendsten Vorprüfung für das Rennen des Jahres überrollte der 35:10-Favorit auf den letzten einhundert Metern mit Jockey Adrie de Vries von einem der letzten Plätze ganz an der Außenseite noch alle zwölf Konkurrenten.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm