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Starke Speedleistung im letzten Listenrennen 2016 in Dresden

Iraklion sorgt für „fröhliche“ Gesichter

Dresden 16. November 2016

Mit einer Handicap-Marke von 89,5 Kilo war er das am höchsten eingestufte Pferd im letzten Listenrennen der deutschen Galopper-Saison am Buß- und Bettags-Mittwoch in Dresden. Und mit einer tollen kämpferischen Leistung spurtete der von Christian Sprengel in Hannover trainierte Iraklion als 53:10-Mitfavorit im Großen Dresdener Herbstpreis (25.000 Euro, 2.200 m) auch zu einem sehr sicheren Erfolg.

Jockey Michael Cadeddu servierte dem im Besitz von Wolfgang Fröhlich stehenden Areion-Sohn, der 2015 sogar im Derby gestartet war und aktuell einen fünften Rang im St. Leger in Dortmund und Platz drei in einem französischen Listenrennen in seinem Rekord stehen hatte, ein maßgerechtes Rennen und vertraute ganz auf den Speed von Iraklion.

Bei leider sehr unwirtlicher Witterung vertraute der italienische Jockey ganz auf den Speed von Iraklion, der hier beim 18. Start sein drittes Rennen gewann und seine Gewinnsumme mit den hier verdienten 14.000 Euro auf 69.100 Euro katapultierte. Und mit mächtigen Reserven bekam dieses Gespann noch die bärenstark anpackende tschechische Gaststute Dally Hit in den Griff. „Ich habe 1995 mein erstes Rennen in Dresden gewonnen, aber das war in einer ganz anderen Kategorie“, erklärte Michael Cadeddu anschließend.

Deutlich hinter den beiden Protagonisten, die auf den letzten 200 Metern das Ende unter sich ausmachten, zog Wild Horse innen noch besser an. Der Dreijährige schob sich auf Platz drei vor dem überraschend favorisierten Lokalmatador Tim Rocco und dem lange führenden Cashman. Der gut gewettete Palang ließ aus guter Position deutlich nach.

Mit einem sehenswerten Erfolg des von Peter Schiergen in Köln trainierten Ebbeslohers Epako (28:10) in der über 1.900 Meter führenden Zweijährigen-Prüfung hatte das Saisonfinale in Dresden begonnen. Zwei Tage nach dem Geburtstag seines Besitzers Dr. Bernhard von Schubert bestätigte der Jukebox Jury-Sohn den guten Eindruck von seinem Einstand auf dieser Bahn. Mit starken Reserven schob sich der Schimmel unter Filip Minarik noch an der lange führenden und gut debütierenden La Swala vorbei, dahinter war viel Luft bis zu Oriental Khan, der nach Startverlust noch etwas besser aufkam. Epaco dürfte als Bruder der sehr guten Rennpferde Empoli und Ebeltoft vor einer versprechenden Zukunft stehen.

Sechs Platzierungen bei 14 Starts – der von Marco Angermann in Leipzig vorbereitete Pesaro (75:10) war in einem 1.500 Meter-Handicap wahrlich für einen Sieg fällig. Auch wenn der Wallach an der Spitze immer weiter nach außen driftete, rettete er Start-Ziel mit großem Einsatz einen knappen Vorsprung gegen den Münchener Gast Youm Momayez und die krasse Außenseiterin Litonya. Besitzer von Pesaro, der die Farben des Rennstalls Leipzig träg, ist der bekannte Schriftsteller Clemens Meyer.

Er liebt die Bahn in Dresden und befindet sich in der Form seines Lebens: Der sechsjährige Maresco (138:10, M. Pecheur) ließ in einem 1.900 Meter-Ausgleich III seinem Magdeburger Treffer gleich einen weiteren folgen und bescherte Trainer Marco Angermann Tagessieg Nummer zwei. In einem packenden Finish zwang der Shrek-Sohn Amondo und den Favoriten Christo in die Knie.

So richtig mit Fortuna im Bunde war die Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder in den vergangenen Wochen gewiss nicht. Doch in einem 1.500 Meter-Rennen gab es ein Trostpflaster durch die Bodenspezialistin Neve (48:10), die von einem starken Ritt von Stephen Hellyn profitierte, der früh die Spitze eroberte und dort auch gegen die starke Schlussoffensive des Favoriten Redesert standhielt, während die Tschechin Step Star als Dritte beachtlich abschnitt.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.900 m) gab es einen Heimerfolg: Loulou’s Jackpot (48:10) aus dem Stall von Lutz Pyritz gewann mit starken Reserven unter dem jungen Italiener Nicola Sechi mit guter Endgeschwindigkeit sehr sicher vor dem ebenfalls in Dresden beheimateten Joker, der immer prominenten For England und Divantia. Die Viererwette bezahlte 8.501:10 Euro. Besitzerin des Siegers ist Christine Gräfin von Kageneck.

Lange war Zaphiras Adventure kein Siegertyp, doch das hat sich 2016 nachhaltig geändert. Die im Besitz von Karin Brieskorn stehende Stute, die Uwe Stech in Hoppegarten trainiert, landete in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV mit Maxim Pecheur zur Quote von 70:10 ihren zweiten Saisontreffer. Große Kämpferqualitäten waren gegen Palace King und Eyla gefragt. Bauyrzhan Murzabayev kam hier aus dem Sattel von Astigo, war jedoch erfreulicherweise gleich wieder auf den Beinen.

Und er zeigte sich unerschrocken, denn das letzte Rennen des Dresdener Rennjahres und der deustchen Grasbahn-Saison sicherte er sich auf der von Roland Dzubasz aus Hoppegarten entsandten Fresanta (85:10) knapp gegen High Prince, der auch beim 44. Start hauchdünn einen Bezwinger fand, und den Tschechen Ombreletto. Ein Stromausfall hatte dem Veranstalter zwischendurch Probleme bereitet.




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