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Meulen mit Vorentscheidung im Championat?

Der Abend der Frontrenner

Dortrmund 18. November 2016

Der erste Sieger der Dortmunder Wintersaison 2016/2017 heißt Quietude. Es war schlichtweg sensationell, wie der Sandbahn-Spezialist in einem 1.700 Meter-Handicap am Freitagabend trotz des Höchstgewichts von 66 Kilo schon im Schlussbogen auf Riesen-Vorsprung enteilte. Marian Falk Weißmeier konnte früh den Richterspruch mit dem von seiner Mutter Regine trainierten Wallach bestimmen, der zur Quote von 88:10 den Lokalmatador Bolanos sowie Smart Shuffle mit 22 Längen Vorsprung distanzierte.

War das schon die Vorentscheidung im Championat der Besitzertrainer? In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.950 m) geriet All Percy (59:10) an der Spitze nie in Gefahr, auch nicht durch einen gewaltigen Gewitterschauer sowie die Konkurrenten Ignaz und den Favoriten Rock of Tiger, die stets auf Rang zwei und drei galoppiert waren. Damit feierte der Holländer Lucien van der Meulen seinen 15. Saisonsieg. Schon im Vorfeld hatte der Autohändler und engagierte Pferdemann viel Mumm auf seinen Wallach gehabt und gesagt. „Ich erwarte ihn unter den ersten Vier. Er hat auf Sand eine schöne Marke.“ Art Charter vervollständigte die Viererwette, die 15.386:10 Euro bezahlte.

Und Meulen gelang sogar noch ein weiterer Coup, in einem 2.500 Meter-Ausgleich IV, denn seine Neuerwerbung Alshazah (64:10) gab die Pole-Position vor Keira und Geographical nie ab. Mit 16 Punkten hat Lucien van der Meulen nun 16 Treffer auf seinem Konto und damit drei Punkte Vorsprung auf Ferdinand Leve. Tommaso Scardino vertrat als Ersatzreiter Robin Weber würdig und verwandelte den „Kistenritt“.

Auch im wichtigsten Handicap des Tages, dem 1.800 Meter-Ausgleich III, war die Taktik des Gehens Trumpf: Der von Altmeister Bruce Hellier aufgebotene Giolino (126:10), vor einer Woche in Neuss noch Vorletzter, ließ über die gesamte Wegstrecke unter seiner Lieblingsreiterin Ester Ruth Weißmeier nichts anbrennen, auch wenn Meerwind und All of the Lights kurz bedrohlich wirkten.

Nach Holland ging der Sieg in einem 2.500 Meter-Ausgleich IV, in dem Christian Wolters‘ Sea Vision (42:10, St. Hellyn) auch die erfolgversprechend wirkende Attacke von Nabakuk früh parierte und vorneweg zum verdienten Erfolg kam. Well’s Wonder hatte als Dritter schon großen Rückstand.

Der erste Speed-Treffer wurde im 1.200 Meter-Ausgleich IV perfekt, und wieder bewahrheitete sich, wie international der Galopprennsport ist. Denn hier setzte sich der von Filip Neuberg engagierte Tscheche Iraklin (84:10) mit grandiosem Endspurt noch leicht vor dem Bahnspezialisten Presence und dem Frontrenner Electric Qatar durch. Francesco Ladu entlockte dem Wallach stattliche Reserven.

Zum Abschluss gab es noch ein Solo zu vorgerückter Stunde: In einer 1.800 Meter-Prüfung marschierte der von Stefan Richter aus Dresden entsandte Glad Libero (33:10) in den Farben des Stalles Beauty World vorne auf und davon. Auf Nimmerwiedersehen verabschiedete sich der Wallach unter Maxim Pecheur mit 30 Längen (!) von Summer Paradise und Culworth Boy. Hier gab sich der Favorit Twain sehr früh geschlagen.



 

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