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Fuhrmanns nachträgliche Geburtstagsgeschenke

Rainmaker „macht die Gegner nass“

Neuss 22. November 2016

Dreijährige haben es in Sprint-Handicaps auf der Sandbahn normalerweise alles andere als einfach. Aber am PMU-Dienstag in Neuss bewies der Myboycharlie-Sohn Rainmaker das genaue Gegenteil. Denn in einem stark bestückten 1.100 Meter-Ausgleich III überspurtete der von Ralf Rohne in Düsseldorf trainierte Hengst als 96:10-Außenseiter mit erstaunlichen Reserven die Gegnerschaft. Andreas Helfenbein machte ihn so flott, dass auch der Favorit Square Lamartine, der auf zweite Plätze abonniert ist, und die gesteigerte Northern Sun passen mussten. Schon deutlich vor dem Ziel stand der erste Erfolg von Rainmaker fest, der hier schon einmal Zweiter gewesen war.

Wie sich die Bilder gleichen können: Im einleitenden 1.100 Meter-Handicap gaben genau die drei selben Pferde wie vor anderthalb Wochen hier den Ton an, allerdings tauschten die beiden Erstplatzierten die Plätze: Gläddis, vierjährige Stute aus dem Stall von Frank Fuhrmann, löste sich unter Ioannis Poullis schon zu Beginn der Zielgeraden von dem Favoriten Porcupine Creek und dem spät heranstürmenden Fushun und hatte zur Quote von 129:10 bald alles geregelt. Es war beim 16. Start der überhaupt erste Treffer für Gläddis.

Für Trainer Frank Fuhrmann hatte sich die weite Anreise so richtig gelohnt, denn in einer 1.500 Meter-Prüfung sorgte Novacovic (32:10) unter dem türkischen Reiter Erhan Yavuz, der seinen ersten Sieg in Deutschland markierte, für den zweiten Coup. Schon früh hatte der Kallisto-Sohn das Heft in die Hand genommen und ließ sich durch Dark Forrest und Novice of Budysin nicht beeindrucken. Damit beschenkte sich Fuhrmann einen Tag nach seinem 55. Geburtstag gleich doppelt!

Bis zu diesem Renntag musste der Dortmunder Trainer Reiner Werning auf seinen ersten Saisonsieg warten, doch in einem 1.900 Meter-Ausgleich IV beendete der auf Sand bestens aufgehobene Marientaler (93:10) unter Pascal Jonathan Werning diese Durststrecke. Gegen die heranfliegende Lokalmatadorin Red Dynamite rettete sich der Wallach mit einem kurzen Kopf Vorteil ins Ziel. Born To Be Alive folgte auf Rang drei schon deutlich zurück.

Seine Jockeyship bewies der auf Championatskurs segelnde Filip Minarik in einem 1.500 Meter-Handicap, als er ganz auf den Speed von Highly Favoured (68:10) vertraute. Der Schützling von Rudolf Storp flog am Ende regelrecht an Alderaan, die nach Startverlust kurz brandgefährlich aufgerückt war, und Zazoulino vorbei. Das machte Appetit auf mehr.

Auf der Dortmunder Sandbahn hatte Kylina schon im vergangenen Jahr (noch für das Gestüt Ittlingen und Trainer Peter Schiergen) 2015 einmal mit 18 Längen gewonnen. Längst bei Christof Schleppi stationiert, zeigte die Medicean-Tochter nun in einer 1.900 Meter-Prüfung auch in Neuss, was in ihr steckt. In einem harten Ringen eroberte die Stute mit Martin Seidl einen minimalen Vorsprung gegen Anatol Artist, während Barocca das sicher geglaubte dritte Geld an Monkey Rum verlor.

Hohe Ambitionen begleiteten Saloonmedicus zu Beginn seiner Dreijährigen-Kampagne. Doch dann lief nicht alles glatt, der wie Kylina von Medician stammende Galopper im Besitz von Eckhard Sauren wurde zum Wallach befördert. Nach einem noch wenig aussagekräftigen Comeback zuletzt in Dortmund präsentierte sich der Schützling von Mario Hofer als 21:10-Co-Favorit nun unter Stephen Hellyn von anderer Seite und holte sich ein 2.300 Meter-Rennen sehr sicher vor dem Iffezheimer Gast Piccadilly und Waramin. Die Zweierwette bezahlte mit 673:10 mehr als doppelt so viel wie die Dreierwette mit 332:10.

Zum Abschluss sorgte der von Marion Weber aufgebotene Axaximenes (35:10), ein absolutes Formpferd, noch für einen Erfolg der Neusser Trainingszentrale und ein Doppel von Jockey Stephen Hellyn. In einem 1.900 Meter-Ausgleich III kam der Mitfavorit gegen Elmarani und Lacato Mitte der Geraden groß in Fahrt.




 

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