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507:10-Toto-Schocker Koonari in Dortmund

Der 13. Dezember ist Seewolfs Glückstag

Dortmund 13. Dezember 2016

„Vielleicht kann er es ja heute wiederholen“, diesen Satz hatte der Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek am Dienstag auf seiner Facebook-Seite gepostet – mit einem Bild vom überlegenen Sieg des von ihm für Thomas Gehrig vorbereiteten Seewolf am 13.12.2015 in Dortmund. Exakt auf den Tag genau ein Jahr später galt der sechsjährige Wallach am PMU-Renntag auf der Wambeler Allwetterbahn als 25:10-Favorit im Hauptereignis, dem über 1.800 Meter führenden Ausgleich III. Und tatsächlich setzte sich der Tertullian-Sohn, der im GAG 14 Kilo unter seiner Grasbahn-Marke stand, erneut in toller Manier durch. Der 13.Dezember war also wieder sein Glückstag!

Francesco Ladu war mit dem Ausgleich I-Sieger Seewolf sofort an zweiter Position hinter Vanish Soldier auszumachen und ließ im Einlauf nicht lange mit der entscheidenden Attacke auf sich warten. Schnell machte sich der so ungemein treue Wallach mit zwölf Längen von den Gegnern frei. Kitaneso kam als großer Außenseiter mit viel Schwung noch auf Platz zwei vor Evario, einem der letzten Starter in der Trainer-Karriere von Andreas Löwe.

Es sind die großen Sensationen, von denen auch der Sport in der Wintersaison lebt. Auch diesmal gab es eine Überraschung der ganz besonderen Art: In einem 2.500 Meter-Ausgleich IV kam die Linngari-Tochter Koonari beim 24. Start zum zweiten Treffer ihrer Karriere – der erste Coup stammte vom Debüt in Mons im Mai 2015 (noch unter der Regie von Mario Hofer).

Ohne jeden Ansatz war die von Janine Beckmann trainierte und auch gerittene Vierjährige hier an den Start gekommen. Doch schon im Schlussbogen verabschiedete sich die 507:10-Chance von ihren Gegnern auf acht Längen Vorteil. Weder Well’s Wonder, noch Art Charter kamen in ihre Nähe, ihre wenigen Wetter konnten sich früh bequem zurücklehnen. Dagegen kam der heiße Favorit und zuletzt noch mit 13 Längen erfolgreiche Rapid Loup diesmal nie an die Spitze und hatte enttäuschend früh genug.

Das Jockey-Championat hat Filip Minarik längst in der Tasche. Dennoch ist sein Erfolgshunger noch längst nicht gestillt, wie er im einleitenden 1.700 Meter-Handicap bewies. Start-Ziel bestimmte er mit dem von Toni Potters aufgebotenen Formpferd Rock of Tiger (45:10) souverän den Richterspruch vor den speedstarken Khala und Mandelsamen. Es war der 64. Saisontreffer für Minarik in Deutschland und der verdiente erste Jahressieg für Rock of Tiger sowie Nummer 20 in 2016 für Potters.

Er war so etwas wie der Geheimtipp bei seinem ersten Handicap-Start in einem 1.950 Meter-Ausgleich IV: Der von Ana Bodenhagen in Düsseldorf trainierte Mr Copperfield (52:10) hatte nach ansehnlichen Starts in Altersgewichtsrennen einiges Vertrauen gefunden, das der Dreijährige nach einem starken Finish von Alexander Pietsch gegen den kurz schon über ihn hinweggezogenen Early Guest mit einem Kopf-Vorteil auch rechtfertigte, während Newton Lodge als Dritter schon mit deutlichem Rückstand folgte.

Kompliment an den belgischen Trainer Toon van den Troost, dessen Gastspiele in Deutschland immer wieder von Erfolg gekrönt sind: In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.200 m) feierte er mit Goldie Doll (58:10) nicht nur den dritten Saisonsieg der Stute, sondern auch den zweiten Dortmunder Coup in Folge. Wie schon zuletzt überspurtete die Tertullian-Tochter unter Michael Cadeddu mit mächtigem Speedwirbel noch den Außenseiter Neuenburger sowie den Veteran Presence und Novice of Budysin. Die Viererwette bezahlte 22.223:10.

2008 gewann ihr rechter Bruder Kamsin und 2000 ihr Vater Samum das Deutsche Derby in Hamburg. Da besitzt die Dreijährige Kashmar natürlich beste Papiere. Nach einem missglückten, da mit viel Pech behafteten Auftritt zuletzt in Neuss, wagte der Münchener Trainer Werner Glanz mit der im Besitz von Darius Racing stehenden Stute einen erneuten Abstecher auf die Sandbahn. Und in Dortmund lief alles genau nach Plan. Aus der beantragten Außenbox hatte der junge Robin Weber mit der 34:10-Favoritin schnell einen Platz im Vordertreffen. Auf der Geraden brach er den Widerstand des Piloten Russian Swing bald und überaus locker, der aber seinen vierten Ehrenplatz hintereinander gegen Geographical und Mood Indigo wacker verteidigte.

Kaffeekönig Albert Darboven durfte sich nach einer 1.950 Meter-Prüfung freuen: Der in seinen Farben zu Christian von der Recke nach Weileswist gewechselte Russian Flamenco, eine einstige Derby-Hoffnung, meldete sich unter Alexander Pietsch mit einem überzeugenden Erfolg zurück. Schon vor der geraden entfernte sich der 35:10-Mitfavorit von dem Außenseiter Platin Lover und Zawadi, während der erstmals nach über einjähriger Pause aufgebotene Walerio nur Letzter wurde. 

Im abschließenden 1.950 Meter-Rennen zeigte der immerhin schon neunjährige Sandbahn-Experte Elgin (56:10) von Lokalmatador Ralph Schaaf, dass er hier in seinem Element ist. Im Schlussbogen führte ihn Filip Minarik bei seinem zweiten Tagestreffer an die Spitze und geriet durch den zuvor führenden Favoriten All Talk N No Do sowie Strato nie in irgendwelche Schwierigkeiten.


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