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Walter Swinburn mit 55 Jahren verstorben

Trauer um Luigis Derby-Siegjockey

13. Dezember 2016

Die internationale Turf-Welt trauert um einen der besten Jockeys seiner Generation: Walter Robert John Swinburn, dreifacher englischer Siegreiter, u.a. mit dem großen Shergar, verstarb in seinem Zuhause im Alter von nur 55 Jahren. Über die Todesursache wurde bisher noch nichts bekannt.

Auch in Deutschland war Swinburn bestens bekannt, vor allem dank seines brillianten Siegrittes auf dem von Uwe Ostmann für Dietrich von Boettichers Stall Marcassargues trainierten Luigi im Jahr 1988. Aber auch seine Erfolge mit Pilsudski im Großen Preis von Baden 1996, Wessam Prince im Benazet-Rennen, Royal Abjar im Oettingen-Rennen und Germany im Großen Preis der Gelsenkirchener Wirtschaft sind noch in bester Erinnerung, um nur einige der größten Treffer hierzulande zu nennen.

In England sicherte er sich das Blaue Band nicht nur mit dem legendären Shergar (mit zehn Längen Vorsprung als 19-jähriger Jungjockey im Jahr 1981), sondern zudem mit Sharastani 1986 und Lammtara 1995. Der Prix de l‘ Arc de Triomphe und der Breeders‘ Cup Turf gehörten zu den vielen bedeutenden Triumphen Walter Swinburns in einer hocherfolgreichen Jockey-Karriere, in der allein in England 1.392 Siege zu Buche stehen.

Nur knapp dem Tode entronnen war Swinburn 1996 bei einem schweren Sturz in Hong Kong, nach dem er sogar vier Tage im Koma lag. Dabei erlitt er auch Kopfverletzungen, die möglicherweise seine viele Jahre später aufgetretene Epilepsie-Erkrankung auslösten.

Schon sechs Monate nach dem Unfall in Sha Tin war er wieder zurück im Sattel. Doch 2000 hing er wegen Gewichtsproblemen die Jockey-Stiefel an den Nagel. Zu seinen weiteren Cracks zählten Sayyedati, Musical Bliss, Hatoof und Doyun. Walter Swinburn galt als einer der besten Jockeys, denen es nicht vergönnt war, Champion in England zu werden.

2004 startete er eine Laufbahn als Trainer und arbeitete bis 2011 in erster Linie für seinen Schwiegervater Peter Harris in Hertfordshire. Innerhalb von sieben Jahren feierte Swinburn über 250 Siege, darunter mit Julienas im Royal Hunt Cup in Royal Ascot. 

Doch aus finanziellen Gründen hörte er vor fast auf den Tag genau fünf Jahren auf. Nun verstarb Walter Swinburn viel zu früh. Er sei friedlich eingeschlafen, erklärte seine Familie. 

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