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Sieg des Favoriten verschafft Larissa Bieß die alleinige Führung

Beacon Hill holt den Punkt

Neuss 22. Dezember 2016

Die meisten Fronten beim diesjährigen Championatskampf haben sich bereits vorzeitig geklärt. Wer als Meister beim letzten diesjährigen Renntag am 27. Dezember in Dortmund geehrt werden wird, ist weitgehend Fakt. Lediglich in einer Sparte war die Luft längst noch nicht heraus und einiges an Spannung verblieben, und zwar bei der Auseinandersetzung um das Championat der Amateurrennreiterinnen. Vor dem heutigen PMU-Abendtermin in Neuss lagen Eva Maria Herresthal und Larissa Bieß mit jeweils neun Zählern gleichauf. Doch Letztere, die zudem noch als Titelverteidigerin agierte, gelang unter dem Neusser Flutlicht mit dem Erfolg auf Beacon Hill zumindest schon einmal eine kleine Vorentscheidung. Vor dem endgültigen Finale in Wambel zog sie erst einmal knapp an ihrer schärfsten Konkurrentin vorbei.

Als Rechnungsfavorit ließ Beacon Hill in tatsächlich keiner Phase des Preises vom Weihnachtsmarkt irgendwelche Zweifel aufkommen, wer der Herr im Hause war und auch bleiben sollte. Start-Ziel kontrollierte Larissa Bieß stets das Geschehen, und an der Vorherrschaft des Achtjährigen änderte auch der das erwartet gute Rennen laufende Dark Forrest nicht mehr viel. In allen Ehren musste er sich dreieinhalb Längen hinter dem Shamardal-Sohn von Christian Peterschmitt, der gleichzeitig sein Trainer ist, in die Niederlage fügen.

Der letzte diesjährige Neusser Renntag wurde obendrein noch einmal ein guter Tag für Jockey Andreas Helfenbein. Schon in der ersten Programmhälfte brachte er nämlich ein Doppel unter Dach und Fach, und jedes Mal siegte er auf Lokalmatadoren; zuerst mit dem seit August nicht mehr aufgebotenen Wallach American Day aus dem Besitz von Erika Ulbricht und dem Quartier von Axel Kleinkorres. 

Treffer Nummer zwei war dann im Preis vom Weihnachtsmarkt mit dem dreijährigen Porcupine Creek im Killepitsch-Preis der Likörfabrik Peter Busch fällig. Einem Zebedee-Sohn, den Marion Weber für Rainer Eul betreut. Bereits zuvor hatte übrigens Robin Weber, der Filius der Trainerin, mit dem Sieg auf der dreijährigen Außenseiterin What Goes Around von Darius Racing auch einen Beitrag zur sportlichen Erfolgsbilanz der Familie im Preis der Neusser Adventszeit geleistet. Die Kamsin-Tochter war von Ralf Rohne gesattelt worden.

Ebenso gelang es der jungen Lillie-Marie Engels auf Stall Moschmühles Magic Quercus im www.german-racing.com-Rennen einen Außenseiter nach Hause zu bringen, natürlich sehr zur Freude von dessen Betreuer Georg Mayer. Mit dem Erfolg von Mister Spock im Preis der Galoppsport-Freunde, dem ersten Ausgleich III des Abends, war hingegen allgemein gerechnet worden, und dass Stall Sonnenscheins Wallach unter Alexander Pietsch den Schützling von Marco Angermann am Ende mit viereinhalb Längen in einen deutlichen Vorteil gebracht hatte, überraschte letztlich auch keinen mehr.

Wesentlich knapper und enger fiel die Entscheidung im zweiten Handicap dieser Kategorie aus, dem „Neuss Galopp wünscht Frohe Weihnachten! Joyeux Noel! Merry Christmas!-Rennen“. Der optisch bereits abgeschrieben wirkende dreijährige Salonmedicus kam hier wider Erwarten noch einmal entscheidend zurück in die Partie und kaufte dem schon auf der Siegerstraße geglaubten Oriental Ghost letztendlich doch noch den Schneid ab. Dies alles mit guter reiterlicher Unterstützung von Stephen Hellyn und für Besitzer Eckhard Sauren sowie Trainer Mario Hofer.

Das finale Neusser Rennen der Saison 2016 ging dann zum Mülheimer Raffelberg an den Stall von Trainer Bruce Hellier, obgleich durch Pagina de mi Vida zeitweise auch noch ein weiterer Heimsieg möglich schien. Als dann Esther Ruth Weißmeier auf der Stute Okra allerdings noch einen Gang höher schaltete, war der Erfolg der Sandra Schmidt gehörenden Zamindar-Tochter endgültig Fakt geworden und gleichzeitig der Schlussvorhang hinter die diesjährigen Rennen auf der Rennbahn am Obertor gefallen.


 

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