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Wambel im Zeichen der Champions – letzter Sieger für Andreas Löwe

Atmosphärisches Jahresfinale 2016

Dortmund 27. Dezember 2016

Letzter Starter, letzter Sieg: Andreas Löwe hat sich mit einem Erfolg im letzten Rennen des Jahres 2016 auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel standesgemäß in den Ruhestand verabschiedet. Löwe hat in seiner langen Trainerkarriere 1.163 Rennen (sowie 25 Hindernisrennen) gewonnen – das letzte nun heute überlegen mit dem vierjährigen Wallach Evario, der unter Alex Weis als 17:10-Favorit ins „Hals- und Bein 2017“-Rennen gegangen war.

Ein passender Schlusspunkt an einem Renntag, der ganz im Zeichen der Champions stand. „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass der letzte Starter in 35-Jahren Trainertätigkeit in Dortmund erfolgte“, sagte Andreas Tiedtke, der Präsident des Dortmunder Rennvereins.

Zuvor wurden die aktuellen Champions des deutschen Rennsports unter dem Klang der deutschen Nationalhymne gefeiert. „Ein tolles, erfolgreiches Jahr für den Galopprennsport liegt hinter uns“, sagte Jan Antony Vogel, Geschäftsführer des Galopper-Dachverbands, Direktorium für Vollblutzucht und Rennen (DVR). „Natürlich haben wir Sorgen, wenn wir an die gefährdeten Rennbahnen in Bremen und Frankfurt sowie an den Rückgang beim Wettumsatz denken. Aber auch 2017 wird ein tolles Jahr werden, ein Jahr großer Herausforderungen. Ideen alleine aber ändern nichts, nur der Mut sie umzusetzen.“


Zwei Siege für Richter und von der Recke


Das Hauptrennen der Flutlichtveranstaltung, ein Ausgleich II über 1.950m, ging an Giolino (97:10). Ester Ruth Weißmeier steuerte den von Bruce Hellier trainierten fünfjährigen Wallach Start-Ziel zum leichten Erfolg über Dreamworks und Cassilero. Den Ausgleich III über die gleiche Distanz holte sich Trainer Stefan Richter mit Strato (75:10) und Bayarsaikhan Ganbat im Sattel. Richter landete mit Addexa (56:10) und Francesco Ladu noch einen weiteren Treffer.

Einen Abend, den sie so schnell nicht vergessen wird, erlebte die 24-jährige Sonja Daroszewski aus Bremen. Für Trainer Christian von der Recke gewann sie am Dienstag in Wambel gleich zwei Rennen in Folge: Zuerst schnappte sie auf der 172:10-Außenseiterin Della Gratzia über 2.500m Alexander Pietsch mit Culworth Boy den sicher geglaubten Erfolg weg, danach punktete sie auf Ferro Sensation über 1.200m. Der zehnjährige Wallach hat vor vier Jahren sogar einmal die Goldene Peitsche in Baden-Baden, das wichtigste Sprintrennen in Deutschland, gewonnen.


Larissa Bieß holt den letzten offenen Championats-Titel

In den meisten Championats-Kategorien standen die Meister schon vor dem heutigen letzten Renntag fest – nur bei den Amateurreiterinnen gab es noch ein kleines Fragezeichen. Die Antwort hätte Larissa Bieß gleich im Auftaktrennen über 1.950m geben können, doch sie wurde auf Clubber Lang auf den letzten Galoppsprüngen noch von Alexander Pietsch auf dem von Ana Bodenhagen trainierten Mr Copperfield (51:10) abgefangen.

So hatte Eva-Maria Herresthal im zweiten Rennen noch die Chance, mit Bieß gleichzuziehen. Doch auf Southampton hatte sie keine Chance, ihren zehnten Sieg des Jahres einzufahren. Das Rennen über 1.800m wurde vom neuen Championjockey der Profis, Filip Minarik, mit der dreijährigen Stute Atlanta (33:10) aus dem Quartier von Andreas Bolte gewonnen. 

Zur Ehrung der Champions waren neben DVR-Geschäftsführer Vogel auch Manfred Ostermann, Präsident der Besitzervereinigung, und Katja Baltromei, Vizepräsidentin des Amateurverbands, vor Ort. Rennvereins-Präsident Tiedtke gedachte zudem der Toten aus den Reihen des Galoppsports in diesem Jahr.

Die Champions in der Übersicht:

Flachrennen: Trainer Markus Klug (69 Siege), Jockey Filip Minarik 65 Siege, Besitzer Darius Racing (667.800 Euro Preisgeld), Züchter Stiftung Gestüt Fährhof (756.415 Euro), Besitzertrainer Lucien van der Meulen (17 Siege), Nachwuchsreiter Eva-Maria Geisler (33 Siege), Amateurreiter Vinzenz Schiergen (21 Siege), Larissa Bieß (10 Siege).

Hindernisrennen: Trainer Pavel Vovcenko (6 Siege), Reiter Cevin Chan (7 Siege), Besitzer Stall Nicole (29.032 Euro), Züchter Gestüt Idee (21.832 Euro), Besitzertrainer Christine Paraknewitz-Kalla (10.100 Euro).

In Dortmund wird die Sandbahn-Wintersaison am Samstag, 21. Januar, fortgesetzt.



 

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