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Zum Tode von Waldemar Zeitelhack

Gründer des Stalles Moritzberg starb im Alter von 89 Jahren

Köln 3. Januar 2017

Zu jenen Namen aus Vollblutzucht und Galopprennsport, die im vergangenen Jahr von dieser Erde abberufen wurden, gehört jetzt auch noch Waldemar Zeitelhack. Der Gründer des Stalles und späteren Gestüts Moritzberg starb im Alter von 89 Jahren an Heiligabend in Schwaig bei Nürnberg.

Im deutschen Turf gehörte der Verstorbene zu den prominentesten Besitzern der siebziger bis neunziger Jahre. Dies insbesondere dank des Hengstes Star Appeal, eines äußerlich eher unscheinbaren Sohnes des italienischen Beschälers Appiani und der Röttgener Neckar-Tochter Sterna. Der allerdings nichtsdestotrotz einer der bedeutendsten Vollblüter wurde, die je in der Bundesrepublik trainiert wurden.

Star Appeals absolute Sternstunde kam am ersten Oktobersonntag des Jahres 1975, als er als 1197:10-Außenseiter den Prix de l’Arc de Triomphe in Longchamp gewann. Nach einem nebenbei wahren Husarenritt des Briten Greville Starkey, der sich mit dem damals Fünfjährigen aus hinteren Regionen förmlich durch das gesamte Feld schlängelte, oftmals Spur und Beine wechseln musste, aber mit einem selten gesehenen Speed dennoch den ersten „Arc“-Triumph für Deutschland sicherstellen konnte.

Trainer von Star Appeal war der 2010 verstorbene Theo Grieper, der Star Appeal überdies noch zu einem international vielbeachteten Erfolg in den Eclipse Stakes in Sandown Park sattelte. Er hatte den vom irischen Baronrath Stud - einer Dependance des Gestüts Röttgen auf der Grünen Insel - gezogenen Hengst seinerzeit von Toni Pohlkötter übernommen, nachdem zuvor eine bereits bestehende Verbindung von Zeitelhacks Moritzberg zum Heumarer Gestüt und Rennstall zu einer immer engeren und festeren Kooperation ausgebaut wurde.

Schon in den Weidenpescher Park nach Köln, also zu Pohlkötter, war Star Appeal demzufolge nicht von ungefähr gekommen. Denn er war aus dem Stall von John Oxx sen. nach Deutschland übergesiedelt, der auf dem legendären Curragh unter anderem einen Teil des damaligen Röttgener Rennstalles betreute.

Zu den Trainerpersönlichkeiten, zu denen Waldemar Zeitelhack mit den Jahren ebenfalls ein besonders tiefes Vertrauensverhältnis aufgebaut hatte, zählte außerdem Charly Seiffert in München-Riem. 

Klassepferde, die unter den grün-gelben Moritzberger Farben in jenen Jahren zu großen und größten Erfolgen kamen, waren insbesondere Hengste wie Czubaryk, Krezus, Kronenkranich oder auch Pawiment. 

Ein klassischer Sieg, der Waldemar Zeitelhack jedoch über alle Maßen Freude bereitet hatte, kam 1990 durch die dreijährige Walesiana unter Manfred Hofer im Düsseldorfer Arag-Preis zustande, wie die German 1.000 Guineas damals firmierten. Walesiana war ja schließlich eine Tochter keines Geringeren als des nach seiner Rennkarriere in England in der Zucht wirkenden Star Appeal. 

Wohl allen, die in diesen großen Moritzberger Jahren mit dem Verstorben in Kontakt gekommen waren und ihn näher kennengelernt haben, bleibt Waldemar Zeitelhack in Erinnerung als konzilianter, großzügiger und sehr interessanter Mann, dessen sportliche Leidenschaft sich freilich keineswegs auf den Turf allein beschränkte. 

Das merkte man in der Regel sehr schnell, wenn ein Gespräch allmählich in Richtung Fußball tendierte. Das Thema schlechthin war im selben Moment dann auch schon der 1. FC Nürnberg, dessen Vorstand er über lange Zeit angehört hatte. Dann entpuppte sich Waldemar Zeitelhack stets als ein „Clubberer“ mit Leib und Seele. 

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