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Kleines Fragezeichen in punkto Distanz

Leger-Zweiter Tellina ist der vierbeinige Star beim Aufgalopp 2017

Neuss 6. Januar 2017

Hin und wieder tauchen bei den Winterrennen Namen von Pferden in den Starterlisten auf, die man ansonsten nur in einem Grand-Prix oder in einem internationalen Ereignis im Verlauf der Hochsaison vermuten würde. Immer öfter ist dies inzwischen sogar der Fall, seitdem der Große Preis von St. Moritz ein zunehmend attraktiveres Rennen geworden ist, sportlich wie auch finanziell. Und jene Trainer, die ein oder mehrere ihrer Schützlinge dazu in die Schweiz schicken wollen, nutzen nur zu gerne die Rennen in Dortmund oder Neuss zur Vorbereitung dieser Pferde. Was am Samstag auch kein Geringerer als Andreas Wöhler tun wird, indem er den Wallach Tellina der Stiftung Gestüt Fährhof nach Neuss zum Saisonaufgalopp 2017 – erster Start um 18.15 Uhr - schickt.

Erst im vergangenen Jahr war der Silvano-Sohn aus Südafrika bekanntermaßen ja zu seinem Gütersloher Lot gestoßen. Tellina (Jozef Bojko) hat dann beim allerersten Deutschlandstart als Zweitplatzierter des Dortmunder St. Legers 2016 auch bereits eine feine Visitenkarte abgeben können. Nach 2.8000 Meter lag in Wambel schließlich nur eine einzige dreijährige Stute vor ihm, dies war Gestüt Wittekindshofs Near England

Selbst in der Niederlage hinterließ Tellina dabei jedoch einen exzellenten Eindruck und unterstrich zugleich nachdrücklich, dass er über gute Steherqualitäten verfügt. Diese werden allerdings am 7. Januar im Preis der Neusser Trainingszentrale, dem - 6. Rennen, 20.45 Uhr - auf einer acht Prüfungen umfassenden PMU-Abendkarte, nun bedingt gefragt sein. Denn geht es hier doch lediglich über 1.500 Meter.

Dass Tellina die Vorbereitungsaufgabe für St. Moritz dank seiner Klasse gegen eine im Vergleich zu seinem Level recht bescheiden daher kommende Konkurrenz erfolgreich lösen sollte, daran wird kaum zu zweifeln sein. Ein kleines Fragezeichen in punkto Distanz steht hinter diesem relativ ungewöhnlichen Engagement vor dem Hintergrund seiner eigentlichen Talente aber dennoch.

Dem ersten diesjährigen Neusser Programm verleiht der Start von Tellina jedenfalls noch eine ganz besondere, zusätzliche Attraktion. Ansonsten ist die Karte geprägt von teils sehr kopfstarken Feldern. Vor allem die ersten drei Handicaps präsentieren sich zahlenmäßig gut besetzt. 

Die etwas besseren Handicap-Pferde sieht man indes erst später in einem Ausgleich III in Aktion. Im „Preis vom Neusser Reiter- und Rennverein von 1875 – 143. Rennjahr“ kann die jüngst beim Saisonfinale 2016 auf den alten Rheinwiesen so überragend aufgetretene Stute Okra (Esther Ruth Weißmeier) aus dem Besitz von Sandra Schmidt dabei bereits zeigen, was ihr überlegener Erfolg in der Maidenklasse auf Pfund und Kilo wirklich wert war. 

Denn für die Zamindar-Tochter aus dem Raffelberger Stall von Trainer Bruce Hellier geht es jetzt gegen gestandene Spezialisten wie unter anderem Dark Fighter (Melina Ehm), Dragoslav (Robin Weber) oder auch Big Moun (Sonja Daroszewski) und Novacovic (Erhan Yavuz).

Bemerkenswert ist in Neuss am Samstag vor allem aber auch noch, dass Darius Racing, immerhin der frischgebackene Besitzerchampion von 2016, bereits mit einem größeren Aufgebot in die Ereignisse eingreift. 

Und zwar mit drei Stuten: Mit Waramin (Robin Weber) im Preis der Neusser Wintersaison 2016/2017 – 2. Rennen, 18.45 Uhr – sowie mit Notre Autorite (Thore Hammer-Hansen) im dem den Amateurreitern vorbehaltenen - 3. Rennen, 19.15 Uhr -, „Auf ein Neuss 2017“. Und last not least noch mit Pretty Woman (Robin Weber), die beim Finale „Auf ein Neuss am 14. Januar 2017-Rennen“ – 8. Rennen, 21.45 Uhr – ihren Auftritt haben wird. 

Das „Unternehmen Titelverteidigung“ läuft bei Darius Racing augenscheinlich schon an.
 

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