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Eva Maria Herresthal führt nach ihrem Sieg im „Preis der Perlenkette 2017“

Ohne Tadel sichert erste Punkte

Neuss 14. Januar 2017

Noch ist nichts entschieden, aber das erste Punktepolster für die diesjährige Entscheidung im „Preis der Perlenkette“ hat sich Amateurrennreiterin Eva Maria Herresthal heute in Neuss schon einmal gesichert. Mit 10 Punkten übernimmt sie zunächst einmal die Führung im Klassement. Was sie weiter daraus machen kann, wird man bei den nächsten beiden Läufen sehen. Garant für diese ersten Zähler war der Wallach Ohne Tadel, dessen Besitzer und Trainer Dirk Lüker in Personalunion ist. Den 1. Lauf zur Albers & Sieberts Buchmacher GmbH – Perlenkette 2017 gewann Ohne Tadel gegen Mountain View und Magic Quercus.

Am Ende hatte der Tertullian-Sohn sogar noch eine Länge auf seine Seite gebracht, doch das Finale der 1.500-Meter-Partie war tatsächlich um Einiges spannender, als es der Abstand auf den ersten Blick vermuten lässt. Mountain View und Magic Quercus blieben nämlich bis zuletzt brandgefährlich, ohne allerdings den Kampfgeist von Ohne Tadel entscheidend brechen zu können.

Bei winterlichen Witterungsverhältnissen und nasser Bahn lieferte der erste Perlenketten-Lauf auch nicht die einzige spannende Entscheidung unter den acht Prüfungen. Von denen die ersten drei allerdings stets eine fast souveräne Angelegenheit für den jeweiligen Gewinner wurden.
Zuerst für den von Stephen Hellyn gerittenen Rechnungsfavoriten My Mate aus dem niederländischen The Dutch Master Stable von Lucien van der Meulen, der im Preis der Vollblutzucht der Stute Slevika und dem Formpferd Dark Forrest keinerlei Chancen ließ. 

Kleine Sensation

Auch beim Außenseiter Hippocrene (Siegquote 430:10) des Stalles Häsfeld konnte sich dessen Trainer Martin Schu beizeiten sicher sein, dass es für seine Stute unter Miguel Lopez im Jockeyversicherung.de-Preis gegen die ebenfalls gut endenden Miracle S und Silencio für eine kleine Sensation genau passen sollte.

Zudem hatte sich das von Michael Cadeddu gerittene Formpferde Winaldo, dessen Besitzer Stefan Johannes Gratz ist, im Preis der Rennbahnfunktionäre zu guter Letzt vor der Konkurrenz deutlich Luft verschafft. Hinter dem von Fabienne Gerstner trainierten Imperioso-Sohn taten sich im Ziel schließlich etwas mehr als drei Längen bis zum zweitplatzierten und zuvor lange tonangebenden Early Guest auf.

Ausgleich-III-Thriller

Doch das wichtigste Handicap auf der Karte wurde zum Thriller. Eindeutige Hauptdarsteller im Preis der Stadt Neuss waren vor den Augen des Ersten Stellvertretenden Bürgermeisters Sven Schümann dabei die von Robin Weber gerittene Stute Kashmar von Darius Racing und der hartnäckige Hengst Russian Flamenco. Letzterer setzte alles daran, um einen zweiten Sieg in Folge der Samum-Tochter zu verhindern. Nach 2.300 Metern musste er sich trotz aller Bemühungen jedoch mit einem kurzen Kopf geschlagen bekennen.

Zuvor hatte die von Werner Glanz in München-Riem betreute Karlshoferin und Tochter der exzellenten Gruppe-Siegerin Kapitol und mithin rechte Schwester des Derby-Siegers Kamsin bereits in Dortmund gewonnen, sodass ihre Expeditionen in den Westen jetzt bereits eine kleine Erfolgsgeschichte geworden sind. Stark lief allerdings auch Aqua, die Drittplatzierte, die lange und auch stets aussichtsreich mitmischte. 

Nachdem es zuvor schon einen holländischen Treffer durch My Mate gegeben hatte, wollten die Belgier wohl um nichts nachstehen. Den zweiten Auslandssieg an diesem zweiten diesjährigen Neusser PMU-Abend verbuchte im Preis der Flutlichtanlage jedenfalls der in den USA gezogene Barbados Bob mit Nicola Sechi im Sattel, der damit nahtlos an einen vorausgegangenen Erfolg in Mons anknüpfte. Der Schützling von Trainer Kevin Fievez und dessen Ecurie Fievez gewann überlegen gegen die ihre Form auslaufende Moonlight Rose und den sich ankündigen Amorello.

Sieg Nummer zwei vor heimischem Publikum gelang gleich danach dann Erika Ulbrichts Wallach American Day im Preis der Allwetterbahn, nachdem der Lokalmatador aus Axel Kleinkorres‘ Stall noch beim Neusser Saisonfinale 2016 erfolgreich gewesen war. Als es in die Gerade ging, hatte Maxim Pecheur den Toylsome-Sohn bereits gut auf Tuchfühlung, um dann aus dieser guten Ausgangsposition eine Partie, die anfangs eigentlich auf Pretty Woman oder Khala hinauszulaufen schien, noch zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Fit für St. Moritz

Von Tuchfühlung konnte indes zum Abschluss beim „Auf ein Neuss am 11. Februar 2017-Rennen“ keine Rede sein. Nein, als es in den Einlauf ging, hatte Interior Minister nämlich längst alles voll im Griff. Und auf dem Rest des Weges machte er seinem Besitzer, Eugen-Andreas Wahler, und  auch seinem Trainer, Christian Freiherr von der Recke, nachdrücklich klar, dass er fit für den Großen Preis von St. Moritz ist, in dem er 2016 Platz vier besetzt hatte. Nach einer Pause seit Ende Mai vergangenen Jahres überzeugte der Nayef-Sohn in der Hand von Alexander Pietsch bei der Generalprobe für das neuerliche „Unternehmen Schweiz“ auf der ganzen Linie. Kitaneso und Pissarro auf den folgenden Plätzen wurden um Schluss von ihm regelrecht „abgecantert“.



 

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