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Abdullah-Star imponiert, California Chrome enttäuscht

Arrogate brilliert bei der 12 Mio.-Premiere

Gulfstream Park/USA 29. Januar 2017

Am späten Samstagabend unserer Zeit hatte das neugeschaffene höchstdotierte Galopprennen der Welt seine mit Hochspannung erwartete Premiere: Der Pegasus World Cup, mit sensationellen 12 Millionen Dollar ausgestattetes 1.800 Meter-Event auf dem Dirt-Kurs in Gulfstream Park in Florida/USA, war eine Idee des Austro-Kanadiers Frank Stronach – der Grundgedanke: Jeder teilnehmende Besitzer hatte eine Million Dollar zu zahlen, was bei 12 Startern das Gesamtpreisgeld ergab.

Hier kam es zur Auseinandersetzung der aktuell beiden besten Pferde der Welt: Arrogate (Mike Smith/Bob Baffert) und California Chrome (Victor Espinoza/Art Sherman), den beiden Erstplatzierten aus dem Breeders‘ Cup Classic. Auf diese beiden Superstars hatte sich im Vorfeld das Interesse fast komplett konzentriert. Doch das Rennen entwickelte sich ganz anders.

Arrogate hatte aus Startbox eins sofort eine optimale Lage an dritter Position, und auch California Chrome etablierte sich aus der Außenbox direkt außen neben ihm, beide waren hinter Noble Bird und Neolithic auszumachen.

Doch während der im Besitz von Khalid Abdullah stehende Arrogate (19:10-Favorit am Toto) im Schlussbogen ernst machte und von Mike Smith an die Spitze geschickt wurde, hatte sein Kollege Victor Espinoza auf California Chrome schon zu diesem Zeitpunkt enorm viel Arbeit und den Anschluss verloren – der 22:10-Co-Favorit und Dubai World Cup-Held spannte bei seinem letzten Karrierestart völlig aus.

Ganz anders der vierjährige Unbridled’s Song-Sohn Arrogate, der sich in 1:47,61 Minuten auf wachsenden Vorsprung löste und ohne die geringsten Probleme verabschiedete. Eine Vorstellung der Extraklasse des Cracks, schlichtweg atemberaubend.

„Ich habe früh gesehen, dass Victor auf California Chrome nichts mehr in der Hand hatte. Das war nicht der California Chrome, den wir kannten. Mein Pferd Arrogate hat sofort reagiert, als ich ihn angetippt habe. Dann hat er sich gelöst, was für ein Pferd“, so Siegjockey Mike Smith in einem ersten Statement. Trainer Bob Baffert ergänzte: „Arrogate hatte eine kleine Pause. Aber aus der Box heraus wusste er, worum es ging. Als er in Schwung kam, hat sich gezeigt, wieviele Gänge er hat. Und Arrogate wird immer besser. Er ist solch ein großartiges Super-Pferd.“ Und zwar die Nummer eins auf dem Galopper-Globus!

Die lukrativsten Platzgelder gingen an Shaman Ghost (Jose Ortiz) und Neolithic (John Velazquez), während California Chrome als Neunter austrudelte und meilenweit unter seinen Möglichkeiten blieb.

Ex-Wöhler-Stute Arles stark

Im Rahmenprogramm gab eine früher von Andreas Wöhler trainierte Stute eine Top-Vorstellung: Die Monsun-Tochter Arles wurde unter Joel Rosario sehr gute Zweite im La Prevoyante Handicap (Grade III, 200.000 Dollar, 2.414 m) hinter Khalid Abdullahs Suffused (Jose Ortiz), womit es dieselbe Zweierwette wie in den Glens Falls Stakes (Grade III) im September in Saratoga gab, Arles‘ letztem Auftritt für Wöhler. Die ehemals von Waldemar Hickst trainierte Sholokhov-Tochter Desiree Clary (aus der Zucht der Familie Matusche) fand nicht in die Entscheidung.

 

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