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Ross starker Zweiter, De Vries mit Top-Treffer

Super-Samstag für Deutschland in Dubai

Meydan/Dubai 4. März 2017

Der Super-Saturday in Dubai wurde ein Top-Samstag für den deutschen Galopprennsport. Dafür sorgten der von Peter Schiergen in Köln trainierte Ross, aber auch Jockey Adrie de Vries mit ihren erstklassigen Ergebnissen beim großen Aufgalopp für den mit 30 Millionen Dollar dotierten World Cup-Tag am 25. März! Ross, von Schiergen für den Stall Domstadt vorbereitet, erwies sich als einziger hiesiger Vertreter bei dieser seit Januar andauernden Rennserie auf der Rennbahn Meydan einmal mehr als äußerst würdiger Vertreter. Wie schon im Vorjahr belegte der fünfjährige Hengst als großer Außenseiter (Quote 210:10) im Burj Nahaar (Gruppe III, 200.000 Dollar, 1.600 m, Dirt) einen glänzenden zweiten Platz.

Nur der Favorit Heavy Metal (Mickael Barzalona), der Start-Ziel völlig souverän agierte, war stärker als Ross, der von siebter Position aus im 13er-Feld unter dem Engländer Andrea Atzeni noch sehr viel Boden gutmachte und den Godolphin-Vertreter Alabaster sowie den von Adrie de Vries gerittenen Stormardal hinter sich ließ. Der verdiente Lohn waren 40.000 Dollar für den Stall Domstadt und hoffentlich diesmal auch eine Startberechtigung am World Cup-Tag, für den Ross zwei Nennungen besitzt. Die Wetter von Ross bekamen die Platzquote von 50 für zehn Euro ausgezahlt.

Die Rennbahn Meydan in Dubai ist in diesen Wochen nicht nur ein heißes, sondern auch ein hocherfolgreiches Pflaster für Jockey Adrie de Vries: Der in Deutschland tätige Reiter hatte hier schon zahlreiche Top-Treffer gelandet. Doch der bisherige Höhepunkt war beim Super Saturday fällig. Im Dubai City of Gold (Gruppe II, 250.000 Dollar, 2.410 m, Gras) führte er den im Besitz des Godolphin-Stalles von Sheikh Mohammed stehenden Prize Money zum Sieg und machte damit den Dubai-Herrscher und größten Rennstallbesitzer der Welt glücklich.

De Vries brachte mit einer brillianten taktischen Leistung das Kunststück fertig, den englischen Vorjahressieger Postponed, eines der besten Pferde der Welt, zu bezwingen. Mit vier Godolphin-Pferden im Zehner-Feld ging die Rechnung des Scheich-Teams voll auf. Adrie de Vries setzte den Speed des Co-Favoriten Prize Money (50:10) wirkungsvoll und vor allem rechtzeitig ein. Sein Kollege Andrea Atzeni hatte dagegen auf dem heißen Favoriten Postponed lange keinen Platz zum Durchkommen, musste ganz an die Innenseite wechseln, doch das reichte nur noch für Platz zwei, einen Hals hinter dem sicher durchstehenden Prize Money, der 150.000 Dollar Siegprämie auf das Konto von Sheikh Mohammed brachte, der selbstverständlich vor Ort weilte.

Beide Pferde dürften sicherlich im 6 Millionen Dollar schweren Dubai Sheema Classic, das Postponed 2016 gewann, in drei Wochen wieder aufeinandertreffen. Mit Emotionless wurde ein weiteres Godolphin-Pferd Dritter. Peter Schiergen hatte hier einen Neuzugang aufgeboten: Der zuletzt in Singapur beheimatete Cooptado, im Besitz von Valentin Bukhtoyarov und Evgeny Kappushev, bestritt seinen ersten Start für den Kölner Trainer. Als Riesenaußenseiter war der Wallach ab dem Schlussbogen in hinteren Regionen unter Druck und belegte den achten Platz.


 

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