Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Pressemitteilung des Dortmunder Rennvereins

Verkauf von Bebauungsfläche als Investition in die Zukunft

Dortmund 11. März 2017

Der Dortmunder Rennverein hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitagabend den Verkauf einer mehr als 30.000 Quadratmeter großen Fläche beschlossen. Sie soll zur Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Ziel des Verkaufs ist es nach Aussage von Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke, „den Rennverein zu entschulden, dauerhafte Einnahmen zu erzielen und somit die Galopprennbahn Wambel einschließlich der denkmalgeschützten Anlage für den Rennsport und die Stadt Dortmund zu erhalten.“

Der Rennverein ist seit Jahren mit mehr als drei Millionen Euro verschuldet. Der geplante Verkauf soll rund sechs Millionen Euro einbringen. Davon sollen rund 1,5 Millionen Euro nachhaltig in die Anlage investiert werden, so Tiedtke. Man habe das Vorhaben schon längere Zeit in konstruktiver Zusammenarbeit mit der Stadt diskutiert und die Grundlagen für einen Bebauungsplan gelegt.

Trainingsbetrieb rechnet sich nicht mehr

Die zum Verkauf stehende Fläche ist der Bereich, der entlang des Rennwegs die alten Trainingsställe umfasst. Zurzeit stehen nach Angaben des Rennvereins in den mehr als 300 Boxen nur noch 30 Pferde von sechs verschiedenen Trainern. „In Zukunft wird es keinen Trainingsbetrieb und Pferdehaltung in Wambel mehr geben“, so Tiedtke. „Die laufenden Kosten für den Unterhalt übersteigen die Einnahmen leider deutlich.“

Neben der fehlenden wirtschaftlichen Grundlage würde sich ein Trainingsbetrieb aus immissionsschutzrechtlicher Sicht auch negativ auf das Bauprojekt auswirken. Es wäre nur ein deutlich geringerer Verkaufspreis zu erzielen mit der Folge, dass „wir bereits ab dem ersten Tag den Trainingsbetrieb wieder subventionieren müssten und die dringend nötigen Investitionen nicht mehr möglich sind“, erläutert Präsident den harten Schnitt. Die Pferdehaltung habe heute andere Anforderungen als vor 100 Jahren.

Nachhaltige Konzepte gefordert

„Im Rennsport vollzieht sich seit Jahren ein Strukturwandel, den eine Rennbahn nur mit neuen, nachhaltigen Konzepten weiter bestehen lässt“, sagt Tiedtke. Dazu zählt der Präsident den Umbau der mittleren Tribüne zu einer barrierefreien Veranstaltungsfläche mit Aufzug, neuem Dach, moderner Technik und vor allem zeitgemäßen Sanitäranlagen.

Auch in die Sandbahn könne investiert werden und sie durch Faserbeimischung zu einem besseren Geläuf machen. Allerdings müssten die Investitionen schon vom gesamten Galoppsport mitgetragen werden, betonte Tiedtke. „Es kann nur im Rahmen eines Konzepts für den Rennbetrieb in Zukunft weiter diskutiert werden. Denn derzeit subventioniert der Dortmunder Rennverein die Winterrennen erheblich.“

Die außerordentliche Mitgliederversammlung entschied sich nach umfassender, zum Teil emotionaler, aber stets sachbezogener Diskussion mehrheitlich für den Verkauf der Fläche. Der Rennvereinsvorstand hatte sich im Vorfeld entschlossen, die Mitglieder aktiv in die Entscheidung miteinzubeziehen, obgleich dies laut Satzung nicht nötig gewesen wäre.
 

Champions League

Weitere News

  • Trauer um Egon Würgau

    Ein Leben für den Galopprennsport

    Dresden 16.09.2019

    Seine Verdienste im hiesigen Galopprennsport sind herausragend, er war eine allseits hochgeschätzte Persönlichkeit: Der deutsche Turf trauert um Egon Würgau, der am vergangenen Freitag im Alter von 88 Jahren starb.

  • Spitzenstute Donjah, zwei Derbysieger und Super-Gäste im Preis von Europa?

    Köln spielt wieder in der Champions League!

    Köln 16.09.2019

    Er gehört zu Köln wie der Karneval oder der 1.FC: Der Preis von Europa wird auch am Sonntag die Galopp-Fans in der Domstadt begeistern. Die 57. Auflage des bedeutendsten Kölner Galopprennens innerhalb der German Racing Champions League gehört natürlich zur höchsten Kategorie (Gruppe I), ist mit einem Preisgeld von 155.000 Euro ausgestattet und führt über 2.400 Meter.

  • Godolphin-Hengst triumphiert im RaceBets – 135. Deutsches St. Leger

    Ispolini beschenkt den Scheich sehr reich

    Dortmund 15.09.2019

    Der Gast aus England ist seiner Favoritenrolle im RaceBets - 135. Deutsches St. Leger gerecht geworden, musste aber mehr kämpfen als vielleicht erwartet: Der Vierjährige Ispolini gewann als 1,7:1-Chance das mit 55.000 Euro dotierte Gruppe III-Rennen über 2.800 m knapp vor dem Dreijährigen Djukon und dem bereits sechsjährigen Moonshiner. Rund 6.500 Besucher verfolgten die Rennen bei idealem Spätsommerwetter.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm