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Super-Rennen um 30 Mio. Dollar – Ross die deutsche Hoffnung

Dubai lockt die Welt-Stars an

Dubai 22. März 2017

Ein einziger Abend, 9 Rennen, 30 Millionen Dollar – der Renntag um den Dubai World Cup an diesem Samstag ist der große Zahltag auf der weltweiten Galopper-Bühne. Denn Preisgelder in dieser Höhe gibt es nur im Land der reichen Scheichs – allein das Vermögen von Sheikh Mohammed, dem Herrscher und Visionär in Dubai sowie größten Pferdebesitzer der Welt, wird auf 12 bis 18 Milliarden Dollar geschätzt. Mit Hilfe von vielen großen Sponsoring-Partnern lockt hier schon seit 1996 ein Tag der schwindelerregenden Verdienstmöglichkeiten für die Besitzer der schnellen Rennpferde, die im Laufe der Jahre immer weiter gesteigert wurden.

Neben dem Dubai World Cup (10 Mio. Dollar, siehe Extra-Text) stehen auf dem Meydan-Kurs, der rund 60.000 Zuschauer anlockt und auf dem sich eine Tribüne von mehr als 1,6 Kilometern Länge befindet, acht weitere prestigeträchtige und mehr als lukrative Prüfungen an. Da versteht es sich von selbst, dass Top-Cracks aus der ganzen Welt an den Persischen Golf reisen.

Die deutschen Hoffnungen ruhen an diesem Abend in der Godolphin Mile (Gruppe II, 1 Mio. Dollar, 1.600 m, Dirt) auf dem von Peter Schiergen für den Stall Domstadt trainierten Ross (Andrea Atzeni), der wie schon 2016 als Zweiter im Burj Nahaar auf dieser Bahn eine mehr als überzeugende Vorstellung gab und dort nur an dem hier wieder vertretenen Heavy Metal scheiterte, der Start-Ziel eine Klasse für sich war. Weitere sehr starke Kontrahenten im 13er-Feld sind der viermal hintereinander erfolgreiche Dubai-Vertreter North America und der Amerikaner Sharp Azteca, der sich auf Grade II-Niveau auszeichnete. Ross geht aus Startbox eins ins Rennen.

Auf breiter Front günstig aus sieht es für die Europäer im Dubai Turf, das mit 6 Millionen Dollar dotiert ist, aber nur über 1.800 Meter der Grasbahn führt und 14 Pferde anlockt. Wer den im Besitz des Aga Khan stehenden Zarak bei seiner Gala zuletzt in den Dubai Millennium Stakes hier gesehen hat, der weiß um die Star-Qualitäten des Franzosen. Natürlich wird auch Sheikh Mohammed alles daran setzen, dieses Rennen zu gewinnen, und mit dem von Richard Fahey aus England entsandten Ribchester stehen die Chancen gut, wie der zweite Platz in den Queen Elizabeth II Stakes und der Erfolg im Prix Jacques le Marois beweisen.

Allerdings muss auch er den Japaner Real Steel schlagen, der hier im Vorjahr brillierte und sich auch als Fünfter im Japan Cup stark verkaufte. Weitere chancenreiche Kandidaten im 13er-Feld sind Mutakayyef, der Sheikh Mohammeds Bruder Hamdan gehört und unter der Regie von William Haggas aus England mehrfach nur hinter Ausnahmepferden auf höchster Ebene war, der hier in den Jebel Hatta Stakes so starke Engländer Decorated Knight sowie Aidan O‘ Briens Duo Deauville und Cougar Mountain.

Aus europäischer Sicht stets eines der erfolgreichsten Rennen ist das Dubai Sheema Classic (Gruppe I, 6 Mio. Dollar, 2.400 m, Turf). Das könnte auch diesmal so sein, denn der von Roger Varian in England trainierte Postponed steht vor der Titelverteidigung. Imponierend trat er hier vor einem Jahr auf, und auch später glänzte der Hengst im Coronation Cup und im Juddmonte International, zwei großen Highlights innerhalb der englischen Rennsaison. Seine kürzliche Niederlage auf dieser Bahn gegen Godolphins Prize Money war sehr unglücklich. Auf diesem hat der in Deutschland tätige Holländer Adrie de Vries eine sehr gute Chance für Sheikh Mohammed, der außerdem Jack Hobbs, den Irish Derby-Sieger von 2015, der die Saison 2016 mit einem dritten Platz in den Champion Stakes in Ascot beendete, im siebenköpfigen Aufgebot hat.

Der Ire Highland Reel aus dem Stall des europäischen Top-Trainers Aidan O‘ Brien, der 2016 eine Saison der Extraklasse hinlegte, gilt als Globetrotter par excellence. Auch wenn er als heißer Favorit in der Hong Kong Vase nur Zweiter wurde, ist der Vorjahres-Vierte natürlich stets gefährlich. 

Aber das sind nur einige der neun Top-Rennen am Super-Tag in Dubai! Auf German Racing erfahren Sie alles Wichtige am Samstag in unseren aktuellen Nachberichten, direkt aus Meydan!

Aus Dubai: Michael Hähn

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