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Weltranglisten-Erster Arrogate vor dem World Cup-Triumph

Das Dubai-Rennen der Superlative um 10. Mio. Dollar

Dubai 22. März 2017

Es ist das gelobte Land des internationalen Galopprennsports. Nirgendwo sonst gibt es für die Besitzer von Rennpferden so viel Geld zu verdienen wie in der Wüste von Dubai: Am Samstag (25. März) ist es wieder einmal soweit: Auf dem wohl modernsten Kurs der Welt (in Meydan) geben sich die Star-Pferde der verschiedensten Länder und Kontinente und der unterschiedlichsten Hemisphären die Ehre am Dubai World Cup-Tag der Superlative mit neun Millionen-Rennen und einem Gesamt-Preisgeld-Volumen von 30 Millionen Dollar, womit man auf Platz eins auf dem Galopper-Globus steht.

Hier einige Eckdaten zum Dubai World Cup, der ab diesem Jahr allerdings nicht mehr das höchstdotierte Rennen der Welt ist – mit 10 Mio. Dollar Dotierung handelt es sich nun um die Nummer zwei nach dem neugeschaffenen Pegasus World Cup in den USA. Aber das kann der Attraktivität kaum einen Abbruch tun. Die Amerikaner dominieren die Siegerliste mit bislang zehn Erfolgen in diesem 1996 von Dubai-Herrscher Sheikh Mohammed aus der Taufe gehobenen Rennen, das nun zum 22. Mal ausgetragen wird. 

Auf einer Strecke von 2.000 Metern steht nach rund zwei Minuten der Gewinner des Siegpreises von 6 Millionen Dollar fest. Untergrund ist seit einigen Jahren wieder Sand, wie er auch in den USA verwendet wird, nachdem man den früheren Synthetik-Belag Tapeta vor einiger Zeit durch herkömmlichen Sand ersetzt hat. 

Deutschland hatte bisher zwei Starter, die jedoch keine Rolle spielten. Von Auftaktsieger Cigar bis California Chrome im Jahr 2016 stehen illustre Namen in der Liste der Gewinner. Und wie schon in früheren Jahren ist genau der Dirt-Untergrund entscheidend dafür, dass starke Amerikaner kommen.

Allen voran der von Bob Baffert für Saudi-Prinz Khalid Abdullah trainierte Arrogate (Mike Smith), das derzeit beste Pferd der Welt. Imponierend fielen seine Siege aus im Breeders‘ Cup Classic über den letztjährigen World Cup-Gewinner California Chrome sowie im Pegasus World Cup, dem mit 12 Millionen Dollar neuen höchstdotierten Rennen weltweit. Man überlegte sich lange, ob man in Dubai antreten wird, doch nun steuert Arrogate als heißer Favorit das 10 Millionen-Dollar-Event an. Alles andere als ein Sieg wäre eine Sensation.

Arrogates Trainer Bob Baffert, an seinen schneeweißen Haaren stets von weitem gut zu erkennen, ist in Dubai alles andere als ein Unbekannter. 1998 mit Silver Charm und 2001 mit Captain Steve sicherte er sich den Dubai World Cup. Allerdings hat er auch schlechte Erinnerungen, denn vor einigen Jahren erlitt er eine Woche vor dem Event im Atlantis-Hotel hier einen Herzinfarkt. Sheikh Mohammed war damals der Erste, der ihn im Krankenhaus besuchte. Zum Glück machte die Genesung so gute Fortschritte, dass Baffert am Cup-Abend schon wieder auf der Rennbahn war. Inzwischen darf er sich glücklich schätzen, nach Triple Crown-Sieger American Pharoah mit Arrogate wieder den Weltranglisten-Ersten der Galopper zu betreuen.

Neben Arrogate vertraut Baffert auf Hoppertunity, den Vorjahresdritten und Gewinner der San Antonio Stakes. Der Landsmann Gun Runner aus dem Top-Stall von Steve Asmussen bringt ebenfalls erstklassige Referenzen mit, als Zweiter in der Breeders‘ Cup Dirt Mile und Gewinner des hochkarätigen Clark Handicaps. Schon 2008 stellte Asmussen mit dem großartigen Curlin den Sieger. 

Vor einem Jahr musste Hoppertunity noch Mubtaahij einen Platz vor sich dulden, doch wendete sich das Blatt im Oktober in den USA zugunsten des Südafrikaners. Der Dubawi-Sohn gab hier ein gutes Comeback. Der in Deutschland so hocherfolgreiche Jockey Adrie de Vries, sechsmal an diesem Abend engagiert, reitet für Sheikh Mohammeds Godolphin-Stall den Riesenaußenseiter Move Up. Insgesamt starten 14 Kandidaten im 10 Millionen-Dollar-Showdown in der Wüste. 

Aus Dubai: Michael Hähn 

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