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Vazirabad im „Marathon“stark - Jack Hobbs wieder in Top-Form

Sohn des deutschen Welt-Champions Manduro triumphiert

Meydan/Dubai 25. März 2017

Natürlich war auch das weitere Rahmenprogramm am „World’s Richest Raceday“ (dem wertvollsten Tag des internationalen Galoppsports) mit 30 Millionen Dollar an Prämien am Samstag in Meydan/Dubai vom Allerfeinsten.

Die deutsche Zucht hatte ihren Anteil am „Marathon-Sieger“ des Tages: Der im Besitz des Aga Khan stehende Top-Favorit Vazirabad, in Chantilly/Frankreich von Alain de Royer-Dupre schon zu vielen Top-Treffern geführt, stammt von dem deutschen Welt-Champion-Pferd Manduro, der in seiner Rennlaufbahn die Farben Georg Baron von Ullmanns trug. Hier wurde er seiner hohen Einschätzung im Dubai Gold Cup (Gruppe II, 1 Mio. Dollar) über weite 3.200 Meter vollauf gerecht.

Ausgesprochen cool agierte der belgische Star-Jockey Christophe Soumillon im Sattel des hohen Favoriten, wartete an drittletzter Stelle den Gang der Dinge ab und spielte den enormen Speed des Wallachs aus, als sich der im Besitz von Sheikh Mohammeds Godolphin-Stall stehende Beautiful Romance schon auf Vorsprung abgesetzt hatte. Doch mit einem Hals und nur den nötigsten Hilfen seines Reiters landete Vazirabad noch den verdienten Langstrecken-Triumph vor Beautiful Romance, die damit die Plätze aus einem Vorbereitungsrennen tauschten, sowie dem Veteran Sheikhzayedroad und dem lange führenden Engländer Big Orange. Der ebenfalls von einem deutschen Hengst (Lando) stammende Heartbreak City kam über Platz elf nicht hinaus.

Bis zum Dubai Turf (Gruppe I, 6 Mio. Dollar, 1.800 m, Turf) mussten die Japaner warten, dann ging für Nippon „die Sonne auf“: Vivlos, eine Tochter des Superstars Deep Impact, in ihrer Heimat bereits auf höchster Ebene erfolgreich, trumpfte in dem höchstdotierten Grasbahn-Rennen der Welt (neben dem Longines Sheema Classic), in mächtigem Stil auf. Unter dem in Hong Kong dominierenden Jockey Joao Moreira rauschte die von Yasuo Tomomichi vorbereitete Stute auf den allerletzten Drücker noch an den Gegnern vorbei. Mit einer halben Länge stellte die Japanerin den schon als Sieger gewähnten Franzosen Heshem und den für Godolphin lange gemeinsam mit Very Special führenden Ribchester. Der stark eingeschätzte Aga Khan-Vertreter Zarak kam aus idealer Lage nicht so recht weiter und belegte Rang vier. „Ein wunderbares Pferd. Ich bin so froh Teil dieses Sieges zu sein“, jubilierte Siegreiter Joao Moreira.

Für das Godolphin-Team von Sheikh Mohammed, den Dubai-Herrscher und größten Pferdebesitzer der Welt, gab es im Longines Dubai Sheema Classic (Gruppe I, 6 Mio. Dollar, 2.400 m) einen Erfolg der Extraklasse – durch Jack Hobbs, den England-Derby-Zweiten 2015 und Irish Derby-Helden im selben Jahr. So richtig viel hatte man im Vorjahr nicht von ihm gehört, zumal er zwischen April und Oktober nicht mehr gelaufen war, ehe er hinter Almanzor und Found Dritter der Champion Stakes in Ascot wurde.

Doch nun präsentierte sich der von John Gosden vorbereitete Fünfjährige in bestechender Verfassung. Hinter Highland Reel, der vorne enttäuschend früh genug hatte, und dem Favoriten Postponed (wurde nach sehr offensivem und aufwändigem Ritt Dritter) hatte Jack Hobbs einen störungsfreien Rennverlauf. William Buick beorderte den zweiten Godolphin-Gewinner des Abends nach innen, wo er sich auf der Geraden bald schon von der Konkurrenz löste, auch wenn die irische Stute Seventh Heaven noch sehr stark aufkam. Nach 2:32,39 Minuten hatte der Jack Hobbs, der Gast aus England, bequeme zweieinviertel Längen Vorteil. Adrie de Vries erreichte auf Prize Money, ebenfalls im Godolphin-Dress Platz vier im siebenköpfigen Feld. Mehr war früh nicht mehr drin.

Christophe Soumillon agierte auch im UAE Derby (Gruppe II, 2 Mio. Dollar, 1.900 m, Dirt) in wahrer Glanzform: Trotz der ungünstigen Startnummer 13 an der Außenseite hatte er dem Favoriten Thunder Snow sofort einen Platz im Vordertreffen beschert. Und in einem echten Thriller rang der schon 2016 im Criterium International in Frankreich zum Gruppe I-Sieger aufgestiegene Hengst nach dem Erfolg in den UAE 2000 Guineas den in vorentscheidender Phase in Front gezogenen Epicaris hauchdünn mit einem kurzen Kopf nieder. Christophe Soumillon hatte für den Godolphin-Stall von Sheikh Mohammed und Trainer Saeed bin Suroor wieder seine Klasse im Sattel bewiesen und feierte seinen zweiten Super-Sieg hintereinander. Es war der achte Godolphin-Coup in dieser Prüfung. Auf Platz drei schob sich noch der stark aufkommende Amerikaner Master Plan. Adrie de Vries wurde mit Top Score Elfter.

Frankreich zum zweiten – so lautete das Motto im Al Quoz Sprint (Gruppe I, 1 Mio. Dollar, 1.200 m, Turf), nachdem der von Didier Guillemin (erster Sieg am World Cup-Tag mit dem ersten Starter) in unserem Nachbarland trainierte The Right Man (Francois-Xavier Bertras) in einem epischen Fight mit einer Nase den als Riesenaußenseiter angetretenen Amerikaner Long On Value niedergerungen hatte. Der neue Sprint-Held kam offenbar mit dem aufgeweichten Boden bestens zurecht, auf dem er im November mit dem Prix de Seine-et-Oise in Paris schon eine Gruppe III-Prüfung an sich gebracht hatte. Interessant: Sein Vater Lope de Vega stammt aus dem Gestüt Ammerland von Dietrich von Boetticher. Der Favorit Ertijaal kam auf etwas weiter Strecke auf den dritten Platz vor Jungle Cat, während der hocheingeschätzte Engländer Limato früh geschlagen war. Medicean Man (Adrie de Vries) hatte als Neunter keine Möglichkeit.

Normalerweise kommt es nur ganz selten vor, dass ein Pferd aus der äußersten Startbox auf dem Dirt-Kurs in Meydan gewinnt. Aber der Amerikaner Mind Your Biscuits (Joel Rosario), Quartier von Chad Summers brachte im Dubai Golden Shaheen (Gruppe I, 2 Mio. Dollar, 1.200 m) dieses Kunststück fertig. Mit explosiver Endgeschwindigkeit stürmte der 55:10-Favorit, der im November Dritter im Breeders‘ Cup Sprint gewesen war, an Godolphins Comicas und Morawij vorbei und hatte nach 1:10,91 Minuten komfortable drei Längen Vorsprung auf die Konkurrenz.

Im bedeutendsten Rennen für Arabische Vollblüter, dem Dubai Kahayla Classic (Gruppe I, 1 Mio. Dollar, 2.000 m, Dirt) ging der Sieg zum wiederholten Male nach Katar: Reda aus dem großen Stall von Julian Smart überlief unter dem Engländer Harry Bentley vom letzten Platz die gesamte Konkurrenz und siegte locker mit zweieinhalb Längen für Sheikh Mohammed bin Khalifa Al Thani vor RB Burn und Sniper de Monlau.


 

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