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Amerikanischer Super-Galopper triumphiert auch im Dubai World Cup

Arrogate trotz Startpechs nicht aufzuhalten

Meydan/Dubai 25. März 2017

Die rund 50.000 Besucher am Samstagabend auf der Meydan-Rennbahn in Dubai und Millionen von Rennsport-Fans auf der ganzen Welt an den Bildschirmen sahen im Dubai World Cup (Gruppe I) auch bei Regen eine der atemberaubendsten Vorstellungen in der 22-jährigen Geschichte dieses großen Events: In dem mit 10 Millionen Dollar zweithöchstdotierten Galopprennen auf dem Globus über 2.000 Meter auf Sand, triumphierte mit Arrogate nicht nur das derzeit beste Pferd überhaupt, sondern ein vierbeiniger Superstar, wie man ihn nur ganz selten erlebt.

Der von dem Amerikaner Bob Baffert (64) für Saudi-Prinz Khalid Abdullah trainierte vierjährige Unbridled’s Song-Sohn, zuvor u.a. in großartiger Manier im Breeders‘ Cup Classic und im Pegasus World Cup (12 Mio. Dollar) in den Vereinigten Staaten erfolgreich, imponierte mit Jockey Mike Smith (51) als 13:10-Favorit auf der ganzen Linie. Dank der Siegbörse von 6 Millionen Dollar ist Arrogate, der beim achten Start zum siebten Mal keinen Gegner vor sich duldete, nun mit über 17 Millionen Dollar Preisgeld das gewinnreichste Pferd Nordamerikas aller Zeiten!

Dabei musste das Team von Arrogate ebenso wie seine vielen Fans gleich zu Beginn mehr als eine Schrecksekunde überstehen, denn der Rennverlauf entwickelte sich ganz anders als gedacht. Beim Start kam Arrogate alles andere als gut ins Rennen und befand sich zunächst an 14. und damit letzter Stelle des von Long River und später von Gun Runner angeführten Feldes. Auch im Schlussbogen bewahrte Mike Smith noch die Nerven an drittletzter Position, ehe er immer weiter die Position verbesserte.

Und tatsächlich knackte er mit dem Galopper-Crack in der entscheidenden Phase auf der Zielgeraden auch den Widerstand aller Gegner. Mit einem Speed, der einem Turbo glich, überrollte Arrogate nach 2:02,15 Minuten seine Kontrahenten und bekam an der Außenseite auch seinen Landsmann Gun Runner noch souverän mit 2,25 Längen in den Griff, hinter dem der immer prominente Neolithic als Dritter weitere fünf Längen zurück folgte und vor Mubtaahij einkam. Der in Deutschland tätige Jockey Adrie de Vries wurde mit dem im Besitz des Godolphin-Stalles von Dubai-Staatsoberhaupt Sheikh Mohammed (verfolgte den World Cup mit seiner Ehefrau Prinzessin Haya und Kindern innerhalb der Zuschauern an den Rails zur Bahn) befindlichen Move Up Zehnter.

Doch am Ende war der Dubai World Cup unter dem frenetischen Beifall des Publikums nur die Bühne für Arrogate, der in dieser Verfassung wie vor Jahren der ebenfalls für Khalid Abdullah gelaufene Engländer Frankel kaum irgendwo auf der Welt zu bezwingen sein wird.

Ähnlich sah es auch sein Trainer Bob Baffert, der nach Silver Charm 1998 und Captain Steve 2001 seinen dritten Cup-Gewinner stellte und immerhin auch den amerikanischen Triple Crown-Sieger American Pharoah betreute: „Arrogate ist das beste Pferd, das ich je trainiert habe. Er ist so schlecht ins Rennen gekommen, da hatte ich mich unterwegs schon gefragt, weshalb wir überhaupt hierher gekommen sind. Doch dann hat er seine ganz große Klasse demonstriert.“



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