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Starker und wertvoller Ehrenplatz am 30 Millionen-Dollar-Tag in Dubai

Ross macht Deutschland stolz

Dubai 25. März 2017

Am wertvollsten Renntag der Welt mit Geldpreisen in Höhe von 30 Millionen Dollar durften die deutschen Galoppfans stolz sein: Ross, der von Peter Schiergen in Köln für den Stall Domstadt trainierte Hengst, der als einziger die hiesigen Interessen am Samstag auf dem Meydan-Kurs in Dubai vertrat, gab in der Godolphin Mile (1 Mio. Dollar, 1.600 m, Dirt) als Zweiter eine Vorstellung der Top-Klasse.

Nur um einen Hals verpasste der fünfjährige Acclamation-Sohn, der schon in den vergangenen Wochen hier zweimal Zweiter gewesen war, den Sieg gegen den Lokalmatador Second Summer. Ross, unter dem Italiener Andrea Atzeni als großer Außenseiter am internationalen Wettmarkt angetreten (in Dubai selbst sind Wetten aus religiösen Gründen nicht erlaubt), hatte aus der günstigen Startbox eins an der Innenseite sofort eine sehr günstige Position im 13-köpfigen Elite-Feld.

An sechster, siebter Stelle galoppierte der Deutsche stets platzsparend. Der Favorit North America hatte schon im Schlussbogen ausgespielt und wurde von dem Amerikaner Sharp Azteca abgelöst wurde, der aber außen herum manchen Meter mehr gehen musste. Lange sah er dennoch wie der Sieger aus, als plötzlich Ross immer besser anpackte. Meter um Meter machte der Hoffnungsträger aus Deutschland gut, aber auch Second Summer wurde mit zunehmender Distanz immer zwingender. In einem packenden Endkampf streckte Ross schon den Kopf nach vorne, doch ganz zuletzt wurde auch er noch von Second Summer (Patrick Dobbs) überspurtet, womit Trainer Doug Watson aus Dubai wie schon im Vorjahr den Gewinner stellte (2016 hatte er die drei Erstplatzierten vorbereitet).

Doch Ross gab als Zweiter, nur einen Hals hinter dem Überraschungssieger und eine dreiviertel Länge vor Sharp Azteca, eine glänzende Vorstellung, die wohl beste seiner bisherigen Karriere. 200.000 Dollar waren der stattliche Lohn dafür. Die Platzquote fiel mit 66:10 lukrativ für die Wetter aus.
Natürlich war sein Team voll des Lobes über Ross. Trainer Peter Schiergen sagte gegenüber German Racing: „Der Rennverlauf war ideal. Ross hatte gleich eine günstige Position, dann lief alles wie aus dem Bilderbuch. Besser ging es nicht. Wir sind mit dem zweiten Platz sehr zufrieden, er hat alles richtig gemacht. Und der Reiter hat ihm ein passendes Rennen serviert. Nun kommt er erst einmal nach Hause und bekommt eine kleine Pause, ehe wir weitersehen.“

Besitzer Dr. Till Grewe ergänzte: „Es war ganz knapp. Ross sah schon wie der Sieger aus. Wir hatten Mumm auf ihn, trotz der hohen Quote. Er war super in Gang und wurde von seinem Pfleger Patrick Gibson hier top vorbereitet.“ Was für eine exzellente Leistung des deutschen Dubai-Vertreters. Jockey Adrie de Vries kam bei einem Sturz mit Stormardal auf der Zielgeraden mit dem Schrecken davon und erfüllte mit einer Ausnahme seine weiteren Rittverpflichtungen.
 

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