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Thore Hammer-Hansen feiert ersten Sieg in Krefeld

17-jähriger auf den Spuren des Vaters

Krefeld 4. April 2017

Nicht gerade kurz ist die Reise von Iffezheim nach Krefeld, doch für einen jungen Reiter lohnte sich die Fahrt zum PMU-Renntag am Dienstag auf die Stadtwald-Rennbahn ganz besonders: Thore Hammer-Hansen, Sohn des im Badischen ansässigen Trainers und früheren Top-Jockeys Lennart Hammer-Hansen. Der 17-jährige landete in einem 1.300 Meter-Ausgleich IV auf dem mit gewaltigem Endspurt auftrumpfenden Hurricane Harry (135:10) den ersten Treffer seiner noch jungen Laufbahn als Amateurreiter. Der Belgier Mex und der Favorit Square Lamartine belegten die Plätze zwei und drei. Besitzerin und Trainerin des Gewinners ist Selina Ehl (25) aus Honzrath, die schon rund 40 Minuten vorher an einem Sieger „beteiligt“ war.

Der Frühling hat nicht nur bei uns Einzug erhalten, sondern auch ein Pferd erlebt im zarten Alter von sieben Jahren seinen zweiten Frühling: Die Rede ist von dem Wallach Noble Fighter, der beim Saisondebüt in einem einleitenden 2.200 Meter-Handicap nahtlos an seine Siege vom Vorjahr anknüpfte und seinen dritten Erfolg in Serie feierte. Selbst ein Mega-Gewicht von 71,5 Kilo hinderte den Schützling von Hans-Peter Rosport zur Quote von 76:10 nicht an einem neuerlichen Coup mit Lieblingsreiterin Selina Ehl im Sattel. Olympiade und Leo Major hatten gegen seinen Speed keine echte Chance.

Das sportlich anspruchsvollste Rennen, eine Dreijährigen-Konkurrenz über 1.300 Meter, ging an die von Peter Schiergen in Köln für das Gestüt Ittlingen trainierte Sunny Belle (78:10). Daniele Porcu servierte der 2016 schon in einem Listenrennen gelaufenen Stute ein ideales Rennen, während der Favorit Dragon Lips gleich am Start eine Störung verkraften musste und sich nur noch auf den Ehrenplatz, und damit an Fons Salera vorbei, schob. Die Siegerin könnte bald schon in anspruchsvollen Aufgaben weitermachen, denn sie besitzt Nennungen im Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen (Gruppe III) und in den 1.000 Guineas (Gruppe II).

Das Vertrauen der Wetter war gewaltig, und die Anhänger wurden nicht enttäuscht: Film, fünfjähriger Hengst des Holländers Christian Wolters, war auch in einem 1.300 Meter-Ausgleich III nicht aufzuhalten. Unter Filip Minarik, für den es weiterhin blendend läuft, kam der 28:10-Favorit vor Darrell Rivers und Charles Darwin zu einem ungefährdeten Sieg, dem dritten beim erst sechsten Start.

Auch in einem über 2.200 Meter führenden Ausgleich IV ging der Erfolg in die Niederlande. Der von John Smith aufgebotene Banzai (56:10, A. v. d. Troost) gewann sein erstes Rennen seit der letztjährigen Derby-Woche, als er gegen Wellmond und Quezon King die sicher die Oberhand behielt.

Auch der Erfolgshunger von Champion Filip Minarik war noch nicht gestellt. In einem 1.700 Meter-Handicap musste er sich auf der von Dr. Andreas Bolte (Lengerich) gesattelten Atlanta unterwegs ganz schön rühren, aber die Stute, die schon auf der Sandbahn bestens in Schwung war, reagierte auf seine Unterstützung und entfachte am Ende die größten Reserven gegen den favorisierten Meerwind, der sie noch im November in Dortmund bezwungen hatte, und die Außenseiterin Lucy Bee.

In großer Frühform scheint Dr. Andreas Bolte seine Pferde zu haben. Denn er war auch verantwortlich für den abschließenden Sieger Camberwell (36:10), der im Ausgleich III über 2.50 Meter mit Rene Piechulek am Ende völlig souverän Sir Scott und Rosendach stehenließ.


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