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Trauer um eine große Trainer-Persönlichkeit

Hubertus Fanelsa lebt nicht mehr

5. April 2017

Bei der Rennwoche 2016 in Bad Harzburg übernahm er noch die sachkundige Betreuung der Sponsoren und Gäste im VIP-Zelt und führte die Besucher auch über die Anlage am Weißen Stein. Er war eine der außergewöhnliche, schillernde und allseits hochgeschätzte Persönlichkeit des deutschen Galopprennsports. Nun kommt die traurige Nachricht, dass Hubertus Fanelsa, in 645 Flach- und 62 Hindernisrennen erfolgreicher früherer Trainer in Bremen, bereits am 20. März im Alter von nur 72 Jahren verstorben ist. Er wurde im engsten Familienkreis beigesetzt.

„Das Talent eines Rennpferdes erkennt man relativ früh“, hatte er einmal in einem Interview mit Sport-Welt-TV gesagt. „Wenn man Ahnung von dem Geschäft hat, dann bekommt man das schnell mit. Eine Rolle spielt die Provenienz, wo das Pferd herkommt. Und an den Anlagen sieht man vieles, wie die Stellung der Beine, meistens schon nach zwei Monaten. Man muss aber immer auf die Eigentümlichkeiten des Pferdes eingehen. Man kann noch so gut sein, wenn man die Schraube überdreht, dann wird nichts laufen“, so sein Erfolgsgeheimnis.

Hubertus Fanelsa musste es wissen, denn der frühere Futtermeister Hein Bollows brachte das Kunststück fertig, viele Pferde zu Seriensiegern und auch zu Publikumslieblingen zu formen, wie Askant, der im Besitz von RTL-Moderator Ulli Potofski stand. Aber auch der Tschechische Derbysieger Indurain, Moulton Sky, Maria Magdalena und etliche andere Pferde sind eng mit seinem Namen verbunden. Fanelsa war aber auch ein Trainer der Basis, der in den Handicap-Rennen reiche Beute machte.

2007 beendete er seine Laufbahn als Trainer, doch in den verschiedensten Funktionen blieb der Wegbereiter solcher Jockey-Größen wie Filip Minarik oder Jozef Bojko dem Rennsport treu, sei es als Mitarbeiter im Gestüt Schlenderhan oder Insider bei den verschiedensten Gelegenheiten, wie in Bad Harzburg. Stets war er ein Mann des klaren, offen und vor allem fundierten Wortes, der wusste, wovon er sprach. Schließen wollen wir mit seinen Worten in dem erwähnten Interview mit den Kollegen von Sport-Welt-TV: „Es gibt es keinen anderen Platz als die Galopprennbahnen, wo sich der König mit dem kleinen Studenten oder dem Bettler trifft und sogar ins Gespräch kommt.“ Der deutsche Turf trauert um Hubertus Fanelsa, der seine Ehefrau und zwei Kinder hinterlässt.

MH
 

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