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Viele Chantilly-Chancen in Gruppe-Rennen

Deutsche Pferde vor Top-Herausforderungen

Chantilly 5. April 2017

Stattliche 7.144.686 Euro haben in Deutschland trainierte Galopprennpferde in der Saison 2016 im Ausland verdient. Auch im neuen Rennjahr ist der Run vor allem auf das Nachbarland Frankreich ungebrochen. Am Sonntag steht ein Top-Termin in Chantilly mit insgesamt vier Gruppe-Rennen bevor. Und gleich in drei dieser wichtigen und vor allem auch lukrativen Prüfungen könnten deutsche Vollblüter mit von der Partie sein (die endgültige Starterangabe erfolgt am Freitag).

Highlight ist der Prix d‘ Harcourt (Gruppe II, 130.000 Euro, 2.000 m). Hier kommt ein Trio mit deutschem Hintergrund für einen Start in Betracht. Der von Jean-Pierre Carvalho für das Gestüt Höny-Hof trainierte Palace Prince hatte als Fünfter im Prix Exbury zuletzt noch keine Chance und blieb zwei Plätze hinter Sven Goldmanns Cafe Royal, der für den neu in Chantilly beheimateten Trainer Andreas Schütz eine sehr starke Partie lieferte. 

Gambissara (A. Hamelin) aus dem Stall von Lennart Hammer-Hansen gibt ihr Saisondebüt. Vor einem Jahr war sie um diese Zeit voll da, die jüngsten Leistungen muss sie allerdings überbieten. Ihr Trainer meint: „Die Stute ist sehr gut drauf. Ich hoffe auf weichen Boden. 2.000 Meter sind die untere Grenze für sie, aber auf ihrer eigentlichen Spezialdistanz gibt es zur Zeit kein anderes Rennen. Überwintert hat sie in jedem Fall bestens.“

Im Prix Sigy (Gruppe III, 80.000 Euro, 1.200 m) sind die Deutschen Farshad (Trainer Henk Grewe), ein sehr guter Zweijähriger 2016, und Hyper Hyper (Trainer Mario Hofer) vor eine interessante, jedoch knifflige Aufgabe gestellt. Farshad besitzt auch eine Startoption am Montag in Maisons-Laffitte im Prix Djebel (Gruppe III, 80.000 Euro, 1.400 m).

Im Prix la Force (Gruppe III, 80.000 Euro, 1.800 m) ist Eckhard Saurens High Alpha (Trainer Mario Hofer) nach seinen Gruppe-Platzierungen mit Ambitionen am Start. Nadine Siepmanns Be My Sheriff (T. Bachelot/Mirek Rulec) lief in Cagnes gut, aber der Sprung nun scheint beträchtlich. Sein Trainer Mirek Rulec: „ Wir wollen sehen, ob er hier mitmachen kann. In Cagnes war er sehr unglücklich geschlagen. Es wird eine Standortbestimmung, da er etliche Nennungen, u.a. für das Französische Derby, besitzt. Er ist ein sehr gutes Pferd.“  

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