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Erstes Grupperennen der deutschen Galopper-Saison 2017

Triumphiert der „Kölner“ Millowitsch in Düsseldorf?

Düsseldorf 6. April 2017

Was die Bundesliga im Fußball ist, sind die Grupperennen im Galopprennsport. Wer hier gewinnt, der verdient nicht nur großes Geld, sondern dessen Marktwert klettert auch in die Höhe. Daher schauen die Fans mit besonderer Spannung auf den Sonntag, wenn in Düsseldorf mit der Xtip Frühjahrsmeile (8. Rennen um 17:30 Uhr) das erste Gruppe-Rennen der deutschen Rennsaison 2017 ausgetragen wird.

55.000 Euro stehen an Preisgeldern über der 1.600 Meter-Prüfung, allein für den Sieg winken dem Besitzer 32.000 Euro. Ein Top-Aufgebot von acht deutschen Assen nimmt die Herausforderung an.

Beste Chancen auf diese Prämie besitzt die Kölnerin Dr. Alexandra Margarete Renz, wobei es sicherlich bemerkenswert wäre, wenn ausgerechnet ein Pferd mit dem Domstadt-Namen Millowitsch (benannt nach dem großen Volksschauspieler Willy Millowitsch) mit Jockey Andreas Helfenbein in Düsseldorf triumphieren würde. Aber der inzwischen vierjährige Hengst aus dem Stall von Champion Markus Klug gehörte 2016 zu den besten Vollblütern seiner Altersklasse.

Fast genau vor einem Jahr gewann er in Krefeld mit dem Dr. Busch-Memorial eine Top-Aufgabe, doch schon nach dem anschließenden vierten Rang im Mehl-Mülhens-Rennen, einem Klassiker des Turfs, war verletzungsbedingt Schluss. Beim Neuanfang darf man auf ihn sicherlich sehr gespannt sein. Sein ewiger Widersacher und Trainingsgefährte Degas (mit dem im Winter in Dubai so erfolgreichen Adrie de Vries) aus dem Gestüt Röttgen nimmt es einmal mehr mit ihm auf.

Trainer Markus Klug über seine beiden Hoffnungen: „Millowitsch hatte sich im Mehl-Mülhens-Rennen verletzt. Natürlich wissen wir um die Pause, aber ich erhoffe mir schon eine gute Vorstellung. Degas hat damals in Köln nur aufgrund unglücklicher Umstände nicht gewonnen. Er hätte sich einen Sieg in solch einer Prüfung verdient.“

Verhindern könnte einen Coup von Millowitsch oder Degas u.a. auch ein Lokalmatador und eines der am meisten gesteigerten Pferde von 2016: Wonnemond, im Besitz des Stalles Frohnbach von Südwestverbands-Präsident Klaus Wilhelm stehender Schützling des Düsseldorfer Trainers Sascha Smrczek. Seitdem Wonnemond Wallach geworden ist, entwickelte sich bei ihm eine Leistungsexplosion mit vier Erfolgen in Folge. Verloren hat er seit diesem Eingriff noch nicht. Und auch auf dieser Ebene sollte einiges möglich sein.

Diplomat (Stephen Hellyn) und Nordico (Alexander Pietsch), beide im Besitz des Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren, waren hier Dritter und Vierter im Vorjahr und sind stets ein Faktor. Ex-Klassejockey Andreas Suborics, seit dem Jahreswechsel Trainer in Köln, hat mit Palang (Filip Minarik) und Baroncello (Ian Ferguson) gleich zwei Eisen im Feuer. Und mit De Treville (mit dem von seinem erfolgreichen Katar-Aufenthalt zurückgekehrten Eduardo Pedroza) hat Erfolgstrainer Andreas Wöhler einen versprechenden Neuzugang im Rennen.

Zweite Attraktion innerhalb der neun Prüfungen ab 13:45 Uhr ist das Grafenberger Derby-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m, 6. Rennen um 16:20 Uhr). Besonders interessant ist natürlich Nerud (E. Pedroza) als Halbbruder des Super-Galoppers Novellist. Beim Debüt war der Dreijährige nur hinter einem späteren Gruppesieger. Der Röttgener Windstoß (A. de Vries) scheint ebenfalls zu Höherem berufen.

Neben einem Ausgleich II verdienen das 4. Rennen um 15:20 Uhr (Ausgleich IV, 2.100 m) und das 7. Rennen um 16:55 Uhr (Ausgleich III, 1.600 m) besondere Aufmerksamkeit. Denn hier wird die Viererwette mit einer Garantie-Auszahlung von jeweils 10.000 Euro gleich zweimal ausgespielt.
 

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