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Wonnemond triumphiert im ersten Grupperennen 2017

Düsseldorfer Heimsieg durch Wonnemond

Düsseldorf 9. April 2017

„Mondaufgang“ vor 8.600 Zuschauern an einem sonnigen Sonntag auf der Galopprennbahn in Düsseldorf: Im ersten Grupperennen der deutschen Rennsaison 2017, der XTIP Frühjahrsmeile (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m), triumphierte mit dem vierjährigen Wallach Wonnemond eines der am stärksten verbesserten hiesigen Pferde aus dem Düsseldorfer Quartier von Sascha Smrczek.

Unter dem mongolischen Jockey Bayarsaikhan Ganbat, der seinen ersten Gruppesieg feierte, brachte der Areion-Sohn das Kunststück fertig, sein fünftes Rennen in Folge zu gewinnen. Seitdem Wonnemond Wallach ist, hat er noch nie ein Rennen verloren.

Mit seinem gewaltigen Endspeed überrollte Wonnemond als 52:10-Mitfavorit mit einer Länge Vorsprung in 1:34,99 Minuten den Röttgener Degas (Adrie de Vries) sowie den mit Höchstgewicht noch enorm schnell werdenden Sauren-Hengst Diplomat. Auch der nach langer Pause erstmals wieder aufgebotene Millowitsch, der von zweiter Position aus Vierter wurde, De Treville und der von weiter hinten kommende Nordico kamen in einer dicht gestaffelten Gruppe durchs Ziel.

32.000 Euro Siegbörse gab es für Wonnemonds Besitzer, den Stall Frohnbach von Klaus Wilhelm (Versicherungskaufmann und Präsident des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine aus Bruchmühlbach-Miesau), dessen bisher bestes Pferd Wonnemond ist, der nun beim elften Start den sechsten Erfolg landete und nach langer Zeit mal wieder einmal für einen Heimsieg in dieser Prüfung sorgte. Anschließend wurde er auch zum Düsseldorfer Galopper des Jahres 2016 von den Lesern der Zeitung NRZ gekürt. Gerade einmal 9.000 Euro hatte das Pferd bei der BBAG-Herbstauktion in Baden-Baden gekostet.

Bayarsaikhan Ganbat in einem ersten Kommentar: „Pferde machen Reiter aus. Ich bin dem Trainer, dem Besitzer und auch dem Pferd sehr dankbar und freue mich sehr. Meine Familie lebt teilweise in Berlin und in der Mongolei. Solch ein Sieg ist auch in meiner Heimat etwas ganz Besonderes.“

Trainer Sascha Smrczek meinte: „Die Tatsache, dass wir Wonnemond zum Wallach befördert haben, war entscheidend. Ich bin sehr glücklich über seine Entwicklung. Was aus ihm geworden ist, ist phänomenal, denn er war ja ein Auktionsangebot zu einem relativ kleinen Preis. Nach dem heutigen Laufen brauchen wir uns nirgends zu verstecken. In Düsseldorf hat er einen sehr guten Bahnschnitt, daher starten wir sicher auch öfter zu Hause, aber da ich ein reisefreudiger Trainer bin, werden wir sicherlich auch ins Ausland gehen.“

Drei Monate sind es noch bis zum Deutschen Derby in Hamburg. In Düsseldorf brachten sich gleich mehrere Pferde ins Gespräch. Insbesondere natürlich im XTIP Derby-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m), dem zweiten Highlight des sonnigen Nachmittages. Zwei Pferde setzten sich auf der Zielgeraden immer weiter von der Konkurrenz ab, von der Lord of Bavarian an letzter Stelle Ende der Gegengeraden reiterlos geworden war: Der Favorit Nerud und der Röttgener Windstoß. Lange stemmte sich der stets führende Nerud, ein Bruder des deutschen Weltklasse-Galoppers Novellist gegen die drohende Niederlage, aber Windstoß (35:10) entwickelte im Finale die deutlich größeren Reserven und wurde am Ende noch mehr als sicherer und vor allem überzeugender Sieger. Es war der erste Erfolg für Jockey Adrie de Vries nach seiner Rückkehr aus Dubai.

Champion Markus Klug trainiert den Shirocco-Sohn, der schon 2016 sein Format angedeutet hatte. Sein Kommentar: „Bis vor dem Rennen stand Windstoß an vierter Stelle meiner Derby-Hoffnungen. Jetzt hat er sich ein weiteres Stück nach oben gearbeitet. Er hat sehr überzeugend gewonnen, Arbeitsleistungen und Rennen sind immer Zweierlei. Über 2.400 Meter kommt er sicherlich. Wo wir jetzt antreten, werden ich neu überlegen.“

Auch der wacker dagegenhaltende Nerud scheinen für das Blaue Band nun veritable Anwärter zu sein. Platz drei ging an die weiter verbesserte Lysistrata aus dem kleinen Stall von Uwe Schwinn vor dem Debütanten Khan, der nach einem Schwächemoment noch einmal wiederkam.

Außerdem empfahl sich der von Peter Schiergen in Köln für das Gestüt Ittlingen vorbereitete Enjoy Vijay für das Derby. Denn sein Erfolg in einer 1.700 Meter-Prüfung nach einigen mehr als ansprechenden Leistungen 2016 war eine beeindruckende Angelegenheit. Unter Daniele Porcu entfernte sich der 15:10-Favorit locker von American Tiger und Beetle Star. Das Dr. Busch-Memorial in Krefeld oder das Bavarian Classic in München sind nun mögliche Stationen auf dem Weg zum bedeutendsten Rennen der Saison.

Das Team Daniele Porcu/Peter Schiergen war es auch, das sich die andere Dreijährigen-Konkurrenz für die Stuten über 2.100 Meter nicht entgehen ließ. Hier imponierte die im Besitz und aus der Zucht des Gestüt Haus Zoppenbroich von Ina Zimmermann stehende Litaara (72:10) so richtig. Bei ihrem Debüt rauschte die Wiener Walzer-Tochter nur so an der Pilotin Megera und Elaine vorbei. Ihr Fernziel könnte das Diana-Trial in Hoppegarten sein. Bei einer Halbschwester des erstklassigen Liang Kay sind solche Ambitionen sicher mehr als gerechtfertigt.

Das größte deutsche Trainingsquartier mit rund 120 Pferden von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh ließ sich den Ausgleich II über 1.700 Meter nicht entgehen. Unter dem gerade von seinem hocherfolgreichen Katar-Aufenthalt zurückgekehrten Eduardo Pedroza verteidigte der früh in Front gezogene Fährhofer Lagoas trotz des hohen Gewichts als 35:10-Favorit einen knappen Vorsprung gegen den spät heranstürmenden Rabi sowie den Außenseiter Dingo. Es war der dritte Erfolg beim neunten Start für Lagoas, der sicherlich noch weitere Möglichkeiten haben sollte.

Mit einer Überraschung endete ein 2.100 Meter-Handicap, denn die von Rudi Storp in Beelen trainierte achtjährige Stute Glamour Girl (183:10) hatten nur wenige Wetter auf ihrer Rechnung. Doch aus dem Vordertreffen wehrte die Lando-Tochter die gleichaltrige Kazzira und Pascani sowie Christin ab, die Viererwette kletterte auf 105.048:10. Im Sattel zeichnete sich Ali Al Showaikh aus, der Reiter aus Bahrain gewann sein fünftes Rennen in Deutschland.

Eine halbe Stunde später legte der Reiter sofort nach, als er in einem 2.400 Meter-Ausgleich III das Tempo auf dem 24:10-Favoriten Shagan perfekt dosierte. Start-Ziel entlockte er dem Wallach (zweiter Tagestreffer für Deckhengst Wiener Walzer) immer neuen Schwung und hielt sich damit den stark nachsetzenden Schimmel Balu und Mood Indigo sicher vom Leib. Damit markierte der Kölner Trainer Henk Grewe schon seinen siebten Saisontreffer.

Ganz heiß her ging es auch im zweiten Viererwett-Rennen (Ausgleich III, 1.600 m), denn gleich vier Pferde waren am Ende ganz dicht beieinander. Hauchdünn hatte der vorne immer wieder anziehende Takeda Shingen (58:10) aus dem Stall von Olga Laznovska mit dem zum dritten Mal erfolgreichen Daniele Porcu immer wieder angezogen und blieb mit einer Nase vor dem Holländer Yeah Cool, Bolanos und dem sehr unglücklich agierenden Excelling Oscar. Die Viererwette bezahlte 14.057:10 Euro.

Im abschließenden 1.400 Meter-Rennen bezog der Favorit Amareion eine überraschende Niederlage gegen die Holländerin Naziba (153:10, St. Hellyn) für Besitzertrainer Lucien van der Meulen.

„Es war ein Super-Renntag, leider hatten wir nur viele Konkurrenz-Veranstaltungen in Düsseldorf, aber sonst hat alles gepasst“, sagte Geschäftsführer Günther Gudert.

 

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