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Salve Venezia mit dem verdienten Listen-Coup

Minarik in Hannover in Überform

Hannover 17. April 2017

Champion Filip Minarik auf der Überholspur bei der Saisoneröffnung am Ostermontag in Hannover: Gleich dreimal trumpfte der amtierende Titelträger an diesem bestens besuchten Renntag auf der Neuen Bult auf. Das absolute Highlight war natürlich der Erfolg im wichtigsten Rennen des Nachmittags: Im Großen Preis der VGH Versicherungen (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.000 m) führte Minarik die fünfjährige Areion-Tochter Salve Venezia (37:10) zu einem sicheren Sieg, der mit 14.000 Euro Prämie belohnt war.

2016 noch bei Andreas Löwe in Köln in Training, der zum Jahreswechsel seine große Karriere beendete, wechselte die Lady des Gestüts Höny-Hof von Manfred Hellwig zu Trainer Jean-Pierre Carvalho nach Bergheim. Und für ihn feierte Salve Venezia, in deren Familie sehr viele Cracks sind, nach einem zweiten Platz auf diesem Niveau in Düsseldorf nun ihren ersten Erfolg auf gehobener Ebene.

Minarik war aus hinteren Regionen im Einlauf zur Stelle und konterte die Angriffe der Außenseiterin Fosun, die sehr knapp unterlag. Son Macia wurde mit hohem Gewicht gute Dritte vor Golden Gazelle, während die Favoritin Sarandia ihre Pole-Position rasch abgeben musste und als Vorletzte unter den Erwartungen blieb.

Begonnen hatte der tolle Nachmittag mit einem standesgemäßen Erfolg für Präsident Gregor Baum: Es sah ausgesprochen gut aus, wie die für sein Gestüt Brümmerhof angetretene Areion-Tochter Artistica als 17:10-Favoritin in einem 1.200 Meter-Rennen für Dreijährige ihren zweiten Karrieretreffer schaffte. Start-Ziel dominierte die von dem in Skandinavien tätigen Jockey Oliver Wilson gerittene Lady vor Barteaux und Nantany. Große Ziele hat man mit Artistica, eines davon könnte der Top-Sprint um die Silberne Peitsche am 27. Mai in Baden-Baden sein.

Zukunftsmusik klang auch beim Auftakterfolg der Brümmerhoferin Anna Magnolia (23:10) in einem 1.600 Meter-Rennen mit. Die dreijährige Halbschwester des Gruppe I-Pferdes Willie The Whipper wurde mit Wladimir Panov vor Be Sweet und Amora allem Vertrauen mehr als gerecht.

„Ostsee-Galopper“ ist wieder da

Ein Comeback der Extraklasse gab der unweit der Ostsee von Anna Schleusner-Fruhriep trainierte und im Besitz ihres Vaters Volker stehende Alberto Hawaii, der 2015 sensationell den Sachsenpreis in Dresden gewonnen, nun aber seit fast zwei Jahren pausiert hatte. In einem 1.600 Meter-Rennen beherrschte der Achtjährige als 64:10-Chance Start-Ziel klar die Gegner, von denen der heiße Favorit Felician zuviel Boden gutmachen musste, aber noch den ebenfalls schon in einem Grupperennen erfolgreichen Sir Oscar hinter sich ließ.

Eine famose kämpferische Leistung zeigte die Stute Nada Alward (49:10, A. Best) in einem 2.000 Meter-Ausgleich III. Die Bahnspezialisten ließ sich an der Spitze auch von Strato und dem Favoriten North Face nie verdrängen. Ihre Trainerin Annika Fust hatte erst kürzlich mit Mighty Mouse in einem Listenrennen in Düsseldorf für Aufsehen gesorgt.

In der Familie von Stall Ullmanns Gaea wimmelt es nur so an Hochkarätern: Man denke nur an ihren ihren Halbbruder Guardini, der ein Pferd für Grupperennen, der Bundesliga des Turfs, war. Und offenbar schlummert auch in der von Jean-Pierre Carvalho nun in einer 2.200 Meter-Prüfung zum ersten Mal aufgebotenen Dreijährigen viel Potenzial. Denn der Erfolg über die schon routinierte Windjammer sowie Atasha (der zweite Coup für Jockey Filip Minarik an diesem Nachmittag) fiel zum Toto von 30:10 vielversprechend aus. Der klassische Henkel-Preis der Diana könnte nun Gaeas Fernziel sein.

An Seewolf beißen sich die Gegner die Zähne aus

Er ist ein Siegertyp durch und durch: Thomas Gehrigs Seewolf, in Training bei Sascha Smrczek in Düsseldorf, hatte 2016 vier Rennen gewonnen. Aber unverändert scheint der Wallach noch nicht am Ende seiner Möglichkeiten angelangt. Erstaunlich war, wie der 105:10-Außenseiter im Ausgleich I (22.500 Euro, 1.600 m) mit Bayarsaikhan Ganbat im Sattel die Kontrahenten regelrecht austanzte. Cassilero und Divisional auf den Plätzen hielten sich aber ebenfalls ausgezeichnet.

Eine Sensation bedeutete der Sieg von Heiko Kiemenanns Arkia (T. Schurig) in einem 2.000 Meter-Ausgleich IV. Start-Ziel raufte sich die 402:10-Außenseiterin vor Shy Moon, Santiano und Art of Adventure nach Hause. Die Viererwette wurde nicht getroffen, so dass es in Kürze einen Jackpot geben wird.

Seinem Namen als großen Bahnspezialisten für die Neue Bult machte der von Marco Angermann aus Leipzig entsandte Mister Spock (70:10, R. Piechulek) bei seinem klaren Ausgleich II-Sieg vor Glad Libero und Neve wieder alle Ehre. Beim dritten Start in Hannover duldete der Wallach zum dritten Mal keinen Gegner vor sich.

Zum Abschluss bestätigte Vive l‘ Ami (8,2:1) mit Michael Cadeddu die sehr gefällige Stallform des Hoppegartener Betreuers Roland Dzubasz. Mit großem Kampfgeist wies er den Favoriten Film und Nemesis in die Schranken.

Es war ein großer Premieren-Tag 2017 auf der Galopprennbahn in Hannover, an dem auch der „Galopper des Jahres 2016“ Iquitos geehrt wurde (siehe gesonderter Text).




 

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