Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Wöhler-Stute im Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen ganz stark

Delectation begeistert im Kölner Aufgalopp für die Klassiker

Köln 17. April 2017

Internationaler kann ein Triumph im Galopprennsport kaum sein als im Karin Baronin von Ullmann- Schwarzgold-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m), einem der bedeutendsten Vorbereitungsrennen für die Stuten-Klassiker bei der Saisonpremiere am Ostermontag in Köln: Die Siegerin Delectation stammt aus England, wechselte von dort aus dem Stall von Brian Smart in das Top-Quartier von Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh und gewann unter dem gebürtigen Panamesen Eduardo Pedroza in ganz großer Manier für ihre australischen Besitzer (Australian Bloodstock) nun vor 12.000 Zuschauern die 32.000 Euro Siegprämie!

Unterwegs war von der 34:10-Mitfavoritin, die 2016 bereits ein Grupperennen in Ayr gewonnen hatte und nunmehr auch beim dritten Karrierestart ungeschlagen blieb, nicht viel zu sehen. Ihr Jockey wartete im hinteren Teil des neunköpfigen Feldes in aller Ruhe ab, während Alwina mit gewaltigem Vorsprung führte. Auch im Schlussbogen hatte die Karlshoferin noch einen Vorteil auf die Konkurrenz, aber auf der Zielgeraden war sie sofort von Peace in Motion überlaufen. Die Favoritin war schnell an der Spitze vor kämpfenden Gegnerinnen.

Pedroza musste von hinten auf Delectation erst noch eine Passage suchen. Doch als die dreijährige Delegator-Tochter so richtig anpackte, flog sie regelrecht durch die Konkurrentinnen hindurch und kam noch zu einem überaus leichten und sehr überzeugenden Zwei-Längen-Köln-Treffer.Nun ist Delectation sicherlich eine der ersten Anwärterinnen auf einen klassischen Sieg.

Ihr Trainer Andreas Wöhler: „Wir waren schon im Vorfeld guter Dinge, denn die Stute hatte eine ideale Vorbereitung. Und diese Zuversicht hat sie heute bestätigt. Nun steuert sie in drei Wochen die französischen Guineas an.“ Natürlich hat Delectation auch eine Nennung für das deutsche Pendant am 18. Juni in Düsseldorf.

Die Röttgenerin Alicante (Adrie de Vries) schob sich ganz spät noch auf Rang zwei und hauchdünn vor die in totem Rennen auf Platz drei eingekommenen Hargeisa (Stephen Hellyn) und Peace in Motion (Marc Lerner), die an der Außenseite nicht ganz durchstand.

Alicantes Trainer Markus Klug sagte: „Sie war im Schlussbogen noch Letzte und braucht weitere Wege. Die Stute hat Klasse und ist eine Kandidatin für den Preis der Diana.“ Auch Mario Hofer war mit Hargeisa zufrieden: „Allerdings hätte ihr Jockey etwas länger warten müssen, da die Meile ihre Grenze ist. Sie geht nun in die 1000 Guineas.“ Die übrigen Kandidatinnen kamen am Ende nicht mehr weiter in einem tollen Highlight in der Domstadt.
In einer 1.850 Meter-Prüfung für Dreijährige war Stall Ullmanns Monreal das einzige Pferd, das 2016 schon hier in Köln gelaufen war. Als Siebter hatte der Sohn des Arc de Triomphe-Sieger Peintre Celebre allerdings noch wenig Eindruck machen können. Doch nun präsentierte sich der in Bergheim von Jean-Pierre Carvalho trainierte Hengst unter dem Franzosen Marc Lerner zur attraktiven Quote von 92:10 klar gefördert und hatte von zweiter Position aus alles locker im Griff.

Ihm stehen nun alle wichtigen Derby-Vorprüfungen offen, vielleicht reift mit ihm ja ein Kandidat für das bedeutendste Rennen des Jahres heran. Das gilt auch für den Wittekindshofer Rosenpurpur, der mit dem wiedergenesenen, am Vortag noch grippekranken Adrie de Vries noch viel Boden gutmachte und den wackeren Dynamite Kid, der lange geführt hatte, verdrängte.

Publikumsliebling Silvery Moon nur ganz knapp am Sieg vorbei

Beinahe hätte es gereicht für den Publikumsliebling: Silvery Moon, der schnellste Schecke der Welt und das Rennpferd mit dem wohl ungewöhnlichsten Aussehen überhaupt, verpasste in einem 1.850 Meter-Ausgleich III den Sieg nur mit einer Nase gegen Nabila (98:10) mit dem aus Bahrain stammenden Ali Alshowaikh. Anatol Artist und Power of Paradise komplettierten die Dreierwette, die 28.572:10 Euro bezahlte.
Einen unvergesslichen Tag erlebte Lisa Fischer aus Quackenbrück. Die 20-Jährige hatte bei der diesjährigen Equitana in Essen den Hauptgewinn: „Besitzer für einen Tag“ gezogen. „Ihr“ Pferd Silvery Moon durfte sie vor, während und nach dem Rennen aus dem Führring, auf der Haupttribüne und im Absattelring bestaunen. Lisa Fischer durfte sich anschließend über 1400 Euro Preisgeld freuen.

Im anderen Viererwett-Rennen waren die Favoriten auf den ersten beiden Plätzen unter sich: Der von Dr. Andreas Bolte trainierte Rapid Loup (39:10) war mit Adrie de Vries von zweiter Position in diesem 2.200 Meter-Handicap gegen Monet’s Sky völlig überlegen. Faytosa und Dylan vervollständigten als Außenseiter die Viererwette, die 20.434:10 bezahlte.

Starke mit erfolgreichem Comeback

Weltklasse-Jockey Andrasch Starke, der erst am Sonntag sein Engagement in Japan beendet hatte, präsentierte sich am Ostermontag zum ersten Mal wieder dem deutschen Publikum. Und in einer 2.400 Meter-Prüfung führte überraschend den Wallach Luciani (81:10) zu einem Erfolg über Bandito und Salonmedicus. Trainer Ferdinand Leve aus Warendorf dürfte mit ihm nicht den letzten Sieg geschafft haben.

Timo Horn mit Besitzer-Coup

Starke legte zum Abschluss in einem 1.400 Meter-Rennen mit dem Wallach Aufsteiger (18:10) aus dem Stall von Peter Schiergen gegen Sky Full of Stars und Westfalica noch einen weiteren Punkt nach. Sehr zur Freude der Besitzer, dem 1.FC Köln-Torwart Timo Horn und Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren.

Sport-Legende Werner Hansch ließ es sich nicht nehmen, die Anfangsphase eines Rennens selbst zu kommentieren. Und in diesem 2.200 Meter-Ausgleich II setzte der von Champion Markus Klug entsandte Röttgener Elias (36:10-Favorit) seinen Weg nach oben fort. Nach einem erstklassigen Finish von Adrie de Vries schnappte der Hengst ganz knapp die Riesenaußenseiterin Nella di Roma und Winterjagd. Weltmeister, im Mitbesitz des Kölner Fußball-Profis Marcel Risse, wurde Vierter.

Ganz dramatisch wurde das Anateur-Reiten, ein Lauf zur Longines World Fegentri Championship for Lady Riders (Ausgleich IV, 1.600 m). Ganz zuletzt eroberte Larissa Bieß mit Christian Peterschmitts Patanos (43:10) noch einen knappen Vorteil vor Ohne Tadel und Wachau.
Eingebettet war der Saisonauftakt in Köln in ein großes Rahmenprogramm anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Renn-Vereins, das vom Publikum bestens angenommen wurde.

 

Champions League

Weitere News

  • Champions League-Event mit vielen Top-Galoppern

    Noch 13 im Dallmayr-Preis in München

    München 24.07.2017

    Die German Racing Champions League ist am Sonntag auf der Galopprennbahn in München zu Gast, wo mit dem Großen Dallmayr-Preis - Bayerisches Zuchtrennen (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.000 m) eines von zwei Rennen der allerhöchsten Kategorie im Jahreskalender der bayerischen Metropole wieder für Massenbesuch sorgen wird.

  • International besetztes Listenrennen am Mittwoch in Hoppegarten

    After-Work-Renntag mit Sprint-Cup und Match Race Cup-Halbfinals

    Hoppegarten 24.07.2017

    Vom Büro direkt auf die Rennbahn – so lautet an diesem Mittwoch das Motto in Berlin-Hoppegarten. Denn hier steht ab 16:40 Uhr ein After Work-Renntag in Zusammenarbeit mit dem französischen Wettanbieter PMU auf dem Programm. Man wartet sogar mit einer echten Zugnummer innerhalb der zehn Rennen auf, dem Hoppegartener Sprint-Cup (Listenrennen, 27.000 Euro, 7. Rennen um 19:40 Uhr) über 1.000 Meter der Geraden Bahn.

  • "Jackpot" im Ausgleich II - Schwede im Seejagdrennen stark

    Edelstein funkelt in Bad Harzburg

    Bad Harzburg 23.07.2017

    Welche eine Hochspannung entwickelte sich am Sonntag im zweiten Superhandicap des Meetings von Bad Harzburg, bei dem der Schauspieler Eric Stehfest der Stargast war! Bis kurz vor dem Ziel kamen in diesem mit 20.000 Euro so fürstlich dotierten Ausgleich III über 1.850 Meter noch jede Menge Pferde für den mit 11.500 Euro Preisgeld honorierten Erfolg in Frage. Nach einer grandiosen Kampfpartie landete der fünfjährige Wallach Edelstein für Besitzerin und Trainer Olga Laznovska (Schloss Arff bei Köln) seinen dritten Sieg hintereinander (nach zwei Treffern in Hamburg). Der erst 18-jährige Reiter Robin Weber war sich trotz der engen Ankunft seiner Sache ganz sicher und riss den Arm in die Höhe.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm