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Green Rocks lässt überraschend Kazzio keine Chance

Tschechischer Triumph in der Badenia

Mannheim 30. April 2017

Die tschechische Nationalhymne wurde nach dem höchstdotierten Hindernisrennen Deutschlands am Sonntag in Mannheim vor 9.000 Zuschauern gespielt: Denn etwas unerwartet hatte der von Greg Wroblewski trainierte Green Rocks, der bislang bei sechs Hindernis-Versuchen einmal erfolgreich gewesen war, das 114. Großes Heinrich Vetter-Badenia-Jagdrennen (15.000 Euro, 4.200 m) gewonnen.

Jockey Sertash Ferhanov hatte sich schon in vorentscheidender Phase klar abgesetzt und geriet auch durch den heißen Favoriten, Deutschlands bestes Hindernispferd Kazzio (unterwegs lange an letzter Position) nie in Bedrängnis. Eine imponierende Leistung der 82:10-Chance. Greg Wroblewski über den fünfjährigen Wallach: „Wir sind mit sehr guten Erwartungen hierher gefahren, da er gegenüber dem letzten Jahr viel reifer geworden ist und auch der abgetrocknete Boden passend war. Nun könnten Hindernisrennen in Meran oder Frankreich für ihn das Ziel sein.“

Kazzio enttäuschte auch als Zweiter keineswegs. „Man darf nicht vergessen, dass er eine lange Pause zu überbrücken hatte. Und auch der Boden war nicht ganz ideal. Er hat immer Probleme mit den Hufen, da er über dünne Hufsohlen verfügt. Geplant ist ein Start am 17. Juni in Schweden, wir werden in diesem Jahr auch wieder nach Frankreich gehen“, so sein Trainer Pavel Vovcenko. Der lange mit Vorsprung führende Belgier Cro Easy erkämpfte sich Rang drei gegen Sekundant. Der Rest hatte bald keine Möglichkeiten mehr.

Mit einem standesgemäßen Erfolg des 15:10-Favoriten Admiral in einer 1.400 Meter-Prüfung hatte der Nachmittag begonnen. Unter Sonja Daroszewski fand der zuletzt schon in Saarbrücken erfolgreiche Wallach eine passende Aufgabe vor. Von zweiter Position aus verabschiedete sich der Wallach auf fünfeinhalb Längen von Sorella und Malvia. „Es war unser 126. Erfolg in 33 Jahren. Das haben nicht viele Ställe mit sowenigen Pferden geschafft“, freute sich Werner Schmeer vom Stall Saarbrücken.

Viel war bei den letzten Starts nicht von Leoderprofi zu sehen, doch in einem 1.400 Meter-Ausgleich III meldete sich der immerhin schon zehnjährige Wallach mit dem Italiener Mario Casamento, der am Iffezheimer Stall von Trainer Gerald Geisler beschäftigt ist, wieder zurück. Schon Ende Gegenüber verbesserte die 71:10-Chance den Platz und kam gegen die Favoritin Sensational Secret und Polarstern bequem hin. „Zweimal wurde er zuvor sehr unglücklich geritten“, erklärte Geisler.

Seltene Gäste auf der Waldrennbahn sind die Trainer Jean-Pierre Carvalho und Markus Klug, aber offenbar hatten beide ihre Starts besten überlegt. Zunächst blieb Darius Racings Azita (18:10) für Carvalho mit Tommaso Scardino in einer 2.500 Meter-Konkurrenz gegen Southern Comfort und Della Gratzia überlegen voraus.

Dann holte sich Champion Markus Klug den über 2.500 Meter führenden Ausgleich II mit Teddilee (61:10, M. Pecheur). Bemerkenswert war, wie die Stute des Gestüts Paschberg in einem packenden Finish vor Redesert und Rock Academy immer wieder anzog. Der Richterspruch Hals – kurzer Kopf zeugt von der Dramatik der Prüfung. Der Favorit Kitaneso war diesmal nie gefährlich.

Natürlich durfte auch ein Treffer für Lokalmatador Horst Rudolph nicht fehlen – mit Olkaria (97:10, M. Pecheur) in einem 2.500 Meter-Handicap gegen Superkate und Olympiade.

Und auch der Mannheimer Trainer Marco Klein durfte sich über einen Sieg freuen – mit dem Start-Ziel immer weiterziehenden Favoriten Ignaz unter der jungen Reiterin Kerstin Elsässer in einem 1.900 Meter-Handicap vor Christin und Born To Be Alive. Die Auszubildende von Marco Klein feierte ihren ersten Erfolg überhaupt. „Ich freue mich total, kann gar nichts sagen“, so Elsässer.
Zum Abschluss fand der von Pavel Vovcenko trainierte Kolonel auch auf der schon weiten 1.900 Meter-Strecke alles maßgeschneidert vor. Mit Steffi Hofer im Sattel setzte sich der Achtjährige Start-Ziel problemlos vor Event Mozart und Burano durch.

Deutsche Stuten ohne Akzente in Chantilly

Keine Akzente setzen konnten die beiden die beiden deutschen Stuten Olala (G. Mosse/W. Mongil) und Flemish Duchesse (M. Guyon/A. Suborics) als Sechste bzw. Siebte am Sonntag in Chantilly im Prix Allez France (Gruppe III, 80.000 Euro, 2.000 m). Der Sieg ging an die von John Gosden trainierte Engländerin The Black Princess (L. Dettori, 27:10) vor Armande und Happy Approach.

 

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