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Sechs Längen-Gala im 82. Gerling-Preis vor 15.000 Zuschauern in Köln

Dschingis Secret imponiert im ersten Lauf der Champions League

Köln 7. Mai 2017

Imponierender Sieg vor 15.000 Zuschauern beim Start der German Racing Champions League der Galopper am Sonntag auf der Galopprennbahn in Köln: Der von Markus Klug in Rath-Heumar für Horst Pudwill (Hong Kong) trainierte letztjährige Derby-Dritte Dschingis Secret gewann als 28:10-Favorit mit dem 82. Gerling-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m) unter dem Holländer Adrie de Vries in ganz großem Stil den ersten Wertungslauf dieser elf Top-Prüfungen umfassenden Rennserie in sechs verschiedenen deutschen Metropolen.

Unterwegs hatte der Sohn des Deckhengst-Stars Soldier Hollow an dritter Position eine ideale Lage hinter den in flotter Fahrt führenden Stuten Nepal und Kasalla im sechsköpfigen Feld - der im Vorfeld als Favorit gehandelte Savoir Vivre (erhöhte Temperatur) sowie Brisanto (Verschleimung) hatten dem Rennen kurzfristig fernbleiben müssen. Sirius, die Französin Tres Rock Glory und die mit etwas Abstand folgende Kashmar folgten zunächst auf den weiteren Positionen.

Auf der Zielgeraden gaben sich Nepal und Kasalla zunächst nicht geschlagen, aber Dschingis Secret wurde mit zunehmender Distanz immer zwingender und ging Mitte des Einlaufs locker an die Spitze. Von diesem Moment an wurde der erste Lauf der German Racing Champions League zur Gala des vierjährigen Hengstes, der mit sechs Längen in einer Zeit von 2:29,47 Minuten davonspazierte. 40.000 Euro Siegbörse und die Führung in der Gesamtwertung mit 10 Punkten waren der Lohn in dieser Kölner Prestigeprüfung.

Jockey Adrie de Vries in einem ersten Statement über Dschingis Secret, der beim neunten Start seinen dritten Erfolg schaffte und nun bei einer Gewinnsumme von 162.400 Euro steht: „Von der Klasse her war ich mir sicher, dass meine Entscheidung, Dschingis Secret zu reiten, richtig war. Ich hatte nur Sorge, da der Boden gut wäre und freue mich nun sehr, dass es zum Sieg gereicht hat. Der Trainer war genauso überzeugt wie ich.“

Trainer-Champion Markus Klug, dessen Top-Ergebnis der dritte Platz von Kasalla (vier Punkte in der Wertung) komplettierte, die von zweiter Position aus erst spät passen musste, gegenüber German Racing: „Dschingis Secret ist ein richtig gutes Pferd, das im Training nicht alles zeigt. Er hatte sich vom vergangenen zu diesem Jahr weiter gesteigert. Vor dem Rennen heute hatten wir gesagt, dass wir anschließend entscheiden, ob wir mit ihm in großen 2.400 Meter-Rennen weitermachen oder auf den Langstrecken. So wie er gewonnen hat, versuchen wir es über 2.400 Meter. Er hat eine Nennung für den Coronation Cup in Epsom. Vielleicht gehen wir also mit ihm nach England. Kasalla ist als Dritte auch toll gelaufen. Ich bin sehr zufrieden. Sie könnte nun in den Großen Preis der Badischen Wirtschaft nach Iffezheim gehen“, - dort wird der zweite Lauf der German Racing

Champions League ausgetragen. Klug hat mit 14 Punkten nun klar die Führung in der Trainer-Wertung inne, während Adrie de Vries mit 10 Zählern bei den Jockeys die beste Ausgangsposition besitzt.

Zwischen die beiden Klug-Pferde schob sich als Zweiter noch mit starkem Endspurt wie im Vorjahr Sirius (6 Punkte) mit Andrasch Starke für Neutrainer Andreas Suborics. „Er hatte einen optimalen Rennverlauf. Mir hat gut gefallen, dass er so relaxed war. 400 Meter vor dem Ziel hatte ich sogar an mehr geglaubt, aber der Sieger Dschingis Secret hat einfach die beste Klasse. Wir steuern nun Langstrecken-Rennen in Frankreich an.“ Jockey Andrasch Starke sagte: „Sirius schnappt sich in diesem Jahr ein Grupperennen.“

Kasallas Reiter Martin Seidl war mit Platz drei ebenfalls zufrieden: „Sie ist toll gelaufen und war die beste Stute.“ Beinahe wäre die Röttgenerin noch von der aus Frankreich angereisten Tres Rock Glory verdrängt worden. „50 Meter weiter wird sie Dritte, aber das war trotzdem gut, sie befindet sich im Aufwind“, hieß es aus ihrem Umfeld. Nepal musste nach einjähriger Pause erst am Ende passen, während Kashmar hier wohl an ihre Grenzen stieß.

In der German Racing Champions League folgen zehn weitere Wertungsläufe bis November, um das beste Pferd, den besten Jockey und den besten Trainer in den Rennen auf Spitzenniveau zu ermitteln. Alle Termine der German Racing Champions League, den aktuellen Punktestand, News und Stories sowie den Livestream des Rennens finden Sie unter www.german-racing.com/champions-league. Die German Racing Champions League wird unterstützt von deinSchrank.de, Europas Nummer 1 für Maßmöbel im Netz.

Bühne frei für Millowitsch

Das Lied vom „kölschen Jung“ wurde nach dem bedeutendsten Rennen des Rahmenprogramms intoniert: Denn die Frühjahrs-Meile des Carl Jaspers Versicherungskontors (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.600 m) ging an den ungemein populären, nach dem Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch benannten Millowitsch. Der in den Farben der in der Domstadt beheimateten Dr. Alexandra Margarete Renz angetretene Hengst, der schon als Zwei- und Dreijähriger in Top-Rennen profiliert war, ehe er nach dem Mehl-Mülhens-Rennen 2016 außer Gefecht war, scheint wieder voll da zu sein.

Es war eine Klasse-Vorstellung, die Millowitsch (51:10) nach einer perfekten Einteilung von Andreas Helfenbein hier lieferte. Start-Ziel setzte sich der Sehrezad-Sohn rechtzeitig an und geriet früh nicht mehr in Gefahr. „Er hatte eine Verletzung am Hufbein und war nun durch seinen ersten Start deutlich gefördert. Das Rennen hatte ihn richtig weitergebracht. Die Badener Meile in Iffezheim könnte nun das nächste Ziel sein. Auf Dauer will ich es aber auch auf kürzeren Strecken versuchen, vielleicht in der Goldenen Peitsche“, verriet Trainer Markus Klug, dessen anderer Teilnehmer Degas über Rang fünf nie hinauskam. „Ihm fehlte heute die Spritzigkeit“, so Klug.

Noch sehr schnell wurde der Seriensieger Wonnemond, der als einziger noch in die Nähe von Millowitsch kam und guter Zweiter wurde. „Wir sind zufrieden. Er musste ja auch mehr Gewicht tragen. Wir sind ein wenig verwöhnt durch die vielen Siege. Das Rennen war wie eine Gruppe-Prüfung besetzt. Nun geht es in die Badener Meile“, ließ Trainer Sascha Smrczek durchblicken.

Wild Chief erkämpfte sich gegen Palace Prince Rang drei. „Das war okay, aber Strecken zwischen 1.800 und 2.000 Metern passen Wild Chief besser. Für ihn kommen Gruppe-Rennen in Dortmund oder Hamburg in Frage“, erklärte Jens Hirschberger.

Auf eine riesige Resonanz stieß beim Publikum der Benefizrenntag zugunsten des Kinderschutzbundes Köln. Bei vielen Aktionen mit zahlreichen Prominenten wurde jede Menge geboten.

„Der Jockey kam mehr ins Schwitzen als das Pferd“, hieß es aus dem Umfeld des in imponierender Art und Weise erfolgreichen Dreijährigen Instigator (51:10), der für den Stall Ullmann in einer 1.850 Meter-Prüfung auftrumpfte. Es war atemberaubend, wie der Nayef-Sohn unter Filip Minarik am Ende aus hinteren Regionen zwischen den Pferden hindurchstieß und wie ein Pferd mit einer ganz großen Zukunft von der Konkurrenz wegging. Trainer Jean-Pierre Carvalho: „Die letzten 30 Meter des Rennens waren sehr beeindruckend. Heute sollte der Hengst etwas lernen, denn die Distanz passte noch gar nicht“, erklärte Trainer Jean-Pierre Carvalho. „Eventuell gehen wir in das Derby-Trial in Hannover, Baden-Baden kommt etwas früh.“ In jedem Falle dürfte man hier ein Derby-Pferd gesehen haben.

A Kind of Magic kam ebenfalls noch besser in Fahrt. „Weitere Distanzen werden ihm entgegenkommen“, so sein Besitzer Klaus Hofmann. Wow rettete Rang drei gegen den lange führenden Quibello.

Triumph für den schnellsten Schecken Silvery Moon

Der Galopper mit dem ungewöhnlichsten Aussehen und den meisten Sympathien gewann ein 1.850 Meter-Rennen sehr zur Freude der meisten Besucher: Silvery Moon, der schnellste Schecke der Welt, ließ sich als 29:10-Favorit mit Andrasch Starke nicht beeindrucken. Als der Hengst des Stalles Paint Horse auf freier Bahn war, gab es kein Halten mehr und der vierte Karrieretreffer war perfekt. Atlanta, Marientaler und Power of Paradise komplettierten die Viererwette, die 3.439:10 Euro brachte.

Seinen zweiten Frühling erlebt zur Zeit der immerhin schon neunjährige Wallach Entourage, der für Besitzer Hartmut Bolte den zweiten Treffer hintereinander markierte. In einem 2.400 Meter-Ausgleich III löste sich der Veteran unter Filip Minarik leicht von Perfect Swing und Königsland. „Er hatte sich nach dem letzten Start noch gesteigert“, so der Eigner.

In einem weiteren Viererwett-Rennen (Ausgleich IV, 2.200 m) gab es eine komplette Überraschung: Culworth Boy (177:10, A. Pietsch) aus dem Formstall von Ana Bodenhagen hielt gegen Dylan, Faytosa und Old Firehand bestens stand. Diese Viererwette der absoluten Außenseiter wurde nicht getroffen.

Im Ausgleich II über 1.850 Meter schaffte Dr. Andreas Bolte das Kunststück, mit Dingo seinen zweiten Tagessieg mit einem neunjährigen Pferd zu landen. Nach einem Klassefinish von Daniele Porcu raufte sich der Wallach gegen Bergwind und Lagoas sicher nach Hause.

Im Amateurreiten (Ausgleich IV, 1.850 m) gelang Thore Hammer-Hansen, dem Sohn von Trainer Lennart Hammer-Hansen der zweite Karrieresieg auf Michael Alles‘ perfect orange vor Louisdor und Dutch Master.

Weißmeier-Doppel in Karlsruhe

Auch in Karlsruhe gab es am Sonntag drei Galopprennen. Galante (45:10) war hier in einem 1.800 Meter-Handicap früh sehr sicher voraus. Selina Ehl zeichnet hier als Reiterin, Trainerin und Besitzerin verantwortlich. Der Bahnspezialist Wheredreamsare zog gegen Regine Weißmeiers Decisive (62:10, F. X. Weißmeier) in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV den Kürzeren. Das Team Weißmeier feierte mit Girandolo (37:10) in einem über 1.800 Meter führenden Handicap noch einen weiteren Erfolg.

Chantilly-Sieg für Wöhler

In Chantilly kam Trainer Andreas Wöhler zu einem Erfolg mit dem Dreijährigen Empire Of The Star (36:10, M. Guyon), der sich ein 30.000 Euro-Rennen über 1.600 Meter sicherte.

Fashion Queen gewinnt die Tschechischen Guineas

Die von Claudia Barsig in Dresden trainierte dreijährige Stute Fashion Queen sicherte sich am Sonntag in Prag mit Rene Piechulek im Sattel die tschechischen 1.000 Guineas (550.000 Kronen, 1.600 m).

Videos

Video: n-tv Beitrag über den 1. Lauf der GERMAN RACING Champions League

 

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