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Wöhler-Crack nach Sieg im Oleander-Rennen mit Kurs auf New York

Red Cardinal ist der „Marathon-Star“ in Berlin

Berlin-Hoppegarten 14. Mai 2017

Red Cardinal ist das beste „Marathon-Pferd“ im deutschen Galopprennsport: Im längsten hiesigen Grupperennen, dem 46. Comer Group International Oleander-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro), über 3.200 Meter vor 5.230 Zuschauern am Sonntag in Berlin-Hoppegarten feierte Trainer Andreas Wöhler (Spexard bei Gütersloh) seinen siebten Sieg in der Geschichte dieser Top-Prüfung. Mit Jockey Eduardo Pedroza im Sattel verabschiedete sich der 42:10-Mitfavorit Red Cardinal in sehr leichter Manier von dem englischen Gast Nearly Caught.

Pedroza hatte es in einem Rekord-Feld von 16 Pferden mit dem im Besitz von Australian Bloodstock stehenden fünfjährigen Wallach, der bei seinem ersten Start unter Wöhler-Regie 2016 ausgezeichneter Zweiter im bedeutendsten Kölner Rennen, dem Preis von Europa, gewesen war, unterwegs nicht eilig und wartete in dem von der Stute Near England vor dem Favoriten Nearly Caught angeführten Aufgebot im Mittelfeld. Doch Ende der Gegenseite rückte er mit Red Cardinal zügig und platzsparend an der Innenseite zum Vorderfeld auf. Und auf der Zielgeraden war es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Montjeu-Sohn angreifen würde.

Mit gewaltigen Reserven trumpfte Red Cardinal innen auf und löste sich in vorentscheidender Phase locker von den Gegnern. Die Frage nach dem Sieger war schnell beantwortet und die 40.000 Prämie für seine Besitzer unter Dach und Fach. Es war im Übrigen beim erst achten Start der vierte Sieg von Red Cardinal, der nun nur noch 55 Euro von einer Gewinnsumme von 100.000 Euro entfernt ist und sich für hochkarätige Prüfungen in der Zukunft empfohlen hat.

Eine solche steht bald in den USA an: Durch eine neue Partnerschaft mit der New York Racing Association erhält Red Cardinal als Sieger des Rennens eine Einladung für das mit 400.000 Dollar dotierte Belmont Gold Cup Invitational (Gruppe III, 3200 Meter Grasbahn) am 9. Juni in Belmont Park/New York. Preisgelder bis zum letzten Platz, ein großzügiger Transportkostenzuschuss und die Teilnahme am Belmont Stakes Racing Festival sind Teil des attraktiven Pakets.

Jockey Eduardo Pedroza in einem ersten Statement auf dem Geläuf: „Ich habe die innere Spur erwischt und konnte dort einige Längen sparen. Etwas Bedenken hatte ich wegen des aufgeweichten Bodens, da er diesen eigentlich nicht so mag. Aber Red Cardinal verfügt eben über viel Klasse.“

Ähnlich sah es Trainer Andreas Wöhler, der auch schon das nächste Ziel nannte: „Der Boden war schon etwas lose, das scheint nicht so sein Ding. Doch Red Cardinal ist ein richtig gutes Pferd. In dieser Art und Weise hat er sich auch von den Gegnern gelöst. Ich hatte im Vorfeld schon Kontakt mit dem Racing Manager der Rennbahn Belmont Park. Jetzt nehmen wir Kurs auf den Belmont Gold Cup in New York im Visier.“

Auch der starke englische Gast Nearly Caught (Adam Kirby), der sich von zweiter Position aus immer wieder aufrappelte, lief eineinviertel Längen hinter Red Cardinal das erwartet gute Rennen. Er verteidigte den zweiten Platz mit Nase-Vorteil gegen den immer stärker werdenden San Salvador (Alexander Pietsch) aus dem Stall von Neutrainer Andreas Suborics. Noch sehr viel Boden machte Iraklion (Michael Cadeddu) als Vierter gut und komplettierte die hier ausgespielte Viererwette, die 20.000:10 Euro bezahlte. Zehn Wetter bekamen jeweils 1.000 Euro ausgezahlt. Erstaunlich gut hielt sich auch die Riesenaußenseiterin Summershine als Fünfte vor der lange führenden Near England. Die anderen Pferde hatten am Ende keine Möglichkeit mehr.

Interessant: Die drei erstplatzierten Pferde dieses tollen Langstrecken-Highlights in der Hauptstadt erhalten eine kostenlose Startmöglichkeit im Comer Group International Irish St. Leger (Gruppe I, Dotierung 500.000 Euro, 2800 Meter) am 10. September auf dem Curragh/Irland.

Ihr Halbbruder Nutan ist als Derby-Sieger natürlich eine großartige Empfehlung für die dreijährige Stute Navaro Girl. In einer 2.000 Meter-Prüfung deutete nun Navaro Girl selbst in den Farben des Stalles Nizza ihr Potenzial an. Unter Daniele Porcu schaffte die von Peter Schiergen in Köln vorbereitete Holy Roman Emperor-Tochter hier nach frühem und rechtzeitigem Vorsteoß auf der Zielgeraden einen sicheren Sieg gegen die nicht gerade glücklich agierende Favoritin Shy Angel und Gondora. Der Henkel – Preis der Diana dürfte ein Fernziel für Navarro Girl sein.

Auch die große Armada des Dubai-besitzers Jaber Abdullah bei Trainer Andreas Wöhler bleibt weiter auf Erfolgskurs. In versprechendem Stil machte sich der Dreijährige Yaa Salaam (25:10, E. Pedroza) in einem Meilen-Rennen von Amigo und Ardashir frei.

Kaum mehr zu übertreffen und aller Ehren wert ist die Form von Trainer Frank Fuhrmann aus Möser bei Magdeburg und seines Jockey Erhan Yavuz. Nach der Dreierserie am Donnerstag in Bremen ging dieses Team auch hier nicht leer aus, wobei die Stute Danse Rouge (50:10) in einem Handicap über 2.200 Meter das Kunststück fertig brachte, nach dem Bremer Coup gleich drei Tage wieder später wieder aufzutrumpfen. Nagreta und Mare konnten ihr am Ende nicht mehr ganz folgen.

Absolut formgemäß war auch der Erfolg des Leipziger Gastes Liverbird (74:10, A. Pietsch) in einem 1.600 Meter-Ausgleich IV. Der Schützling von Marco Angermann entfernte sich leicht von Amondo, Kismet und Sternzeichen. Diese Viererwette wurde nicht getroffen, so dass es bald einen Jackpot geben wird.

2016 war nicht das beste Jahr des von Christian Sprengel für das Gestüt Wittekindshof trainierten Sweet Thomas, der damals ohne Treffer blieb. Im Ausgleich II über 2.200 Meter meldete sich der Wallach nun mit Champion Filip Minarik zur Quote von 41:10 wieder zurück. Nach einem starken Finish hielt er sich den Favoriten Loulou’s Jackpot knapp vom Leibe, während Silicon Valley Rang drei eroberte.

Eine Überraschung bedeutete der Sieg von Daniel Paulicks Ostana (84:10) mit Carlos Henrique in einem 2.000 Meter-Ausgleich III vor Power Euro und Franamanagh, denn die Stute war erstmals in dieser Saison am Start.

Im abschließenden Ausgleich III über 1.600 Meter gelang Jockey Alexander Pietsch sein zweiter Tageserfolg mit der von Stefan Richter in Dresden trainierten Süße Maus (55:10), die sich überlegen gegen Vive l‘ Ami und Bwana behauptete.



 

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