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Itobo gleich beim Einstand 2017 souveräner Sieger

Bahrain-Jockey wieder auf Erfolgskurs

Krefeld 14. Mai 2017

Vor wenigen Wochen ging in Deutschland der Stern von Ali Alshowaikh auf. Der bis dahin bei uns völlig unbekannte Bahrain-Jockey sorgte mit zahlreichen Siegen auf unseren Galopprennbahnen für Aufsehen. Auch beim Sonntagsrenntag der Stadtwerke Krefeld bewies der 25-jährige, der am Stall von Henk Grewe in Köln arbeitet, sein Können, denn er sicherte sich auf Itobo (34:10) das Hauptrennen.

Im mit 10.000 Euro dotierten Ausgleich II über 2.050 Meter machte der Senkrechtstarter auf den von Hans-Jürgen Gröschel in Hannover vorbereiteten Wallach auf der Geraden schnell Boden gut und löste sich in einer Manier, die noch einiges ermöglichen sollte, von dem Favoriten Samurai, der sich teuer verkaufte, und der Bahnspezialistin Lipari. Nach drei Siegen und fünf Platzierungen in 2016 war nun gleich der erste Saisonstart mit einem Treffer verbunden. Von Itobo und seinem Reiter sollte man noch einiges zu hören und sehen bekommen.

Drei zweite Plätze bei ebensovielen Starts hatte der von Andreas Wöhler in Spexard für Qatar Racing Limited trainierte Promise of Peace bisher auf seinem Konto. Eigentlich sollte der in seinem Stall so hoch gehandelte Dreijährige schon vor einer Woche in Dresden starten, aber nach einer Extrarunde vor dem Start musste dieses Vorhaben kurzfristig ad acta gelegt werden.

Nun gab es in einer 2.200 Meter-Prüfung schnelle Entschädigung, als 12:10-Favorit hatte der Hengst gegen Antunes und den Außenseiter Swan Lake am Ende leichtes Spiel und empfahl sich für bessere Aufgaben, zu denen durchaus auch das Derby zählen könnte.

Nicht weniger versprechend sah der Erfolg der von Peter Schiergen in Köln trainierten Lacazar für das Gestüt Haus Zoppenbroch in einem 2.200 Meter-Rennen für Stuten aus. Als Andrasch Starke mit der Adlerflug-Tochter ernst machte, konnten die Gegnerinnen, mit Tusked Wings und Swinging Wienerin an der Spitze, nicht schnell genug folgen. Die Siegerin besitzt noch ein Engagement für den Henkel – Preis der Diana, das Stuten-Derby in Düsseldorf.

Auch Alter schützt vor Siegen nicht – der neunjährige Wallach Silencio (35:10) scheint seinen zweiten Frühling zu erleben. In einem Lauf zur Sport-Welt Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 1.400 m) bescherte ihm Olga Laznovska nach einem beherzten Ritt vor Meadow Dew und Square Lamartine schon den zweiten Saisonsieg.

Beim fünften Versuch klappte es endlich mit dem ersten Sieg für die im Besitz des Gestüts Höny-Hof stehende und von Jean-Pierre Carvalho aufgebotene Stute Westfalica (63:10), die bisher bei drei von vier Starts Dritte war und nun in einer 1.200 Meter-Prüfung nach starker Einteilung von Maxim Pecheur sicher den ersten Sieg landete. Allerdings profitierte die Areion-Tochter vom Pech ihres Konkurrenten Barteaux, der an der Innenseite erst ganz spät eine freie Passage fand, was nur noch ausreichte, um Zebspear Rang zwei zu entreißen. Die klare Favoritin Fons Salera kam über Platz fünf nicht hinaus.

Auch in einem 2.200 Meter-Handicap blieb der heiße Favorit Holtby als Dritter unter Wert geschlagen, denn auch er scheiterte an einem ungünstigen Rennverlauf. Damit war der Weg frei für den dauerplatzierten Past Rail (46:10), den Karl Demme erstmals für Besitzer Dr. Boris Rothacker aufgeboten hatte, und der vor dem Riesenaußenseiter Cyrus Sod blieb.

Weiter auf dem Weg nach oben befindet sich der Holländer Film, der in einem Ausgleich III über die Strecke von 1.200 Metern unter Andrasch Starke als 23:10-Favorit vor El Zagal und Thorpe Bay in ganz großer Manier seinen vierten Karrieresieg perfekt machte.

Mit einer ziemlichen Überraschung klang der sonnige Nachmittag in Krefeld aus, als der Belgier Wilsons Ruby (177:10) mit Koen Clijmans Start-Ziel gerade noch die Favoritin Warm Reception und Some Show abhielt.

Berglar-Stute in Deauville ohne Chance

Im Prix Saint-Alary (Gruppe I, 250.000 Euro, 2.000 m) am Sonntag in Deauville traf die von Waldemar Hickst für Dr. Christoph Berglar aufgebotene Peace in Motion auf starke Konkurrenz und hatte unter Marc Lerner als 212:10-Außenseiterin nach einem kurzem Moment an der Außenseite keine Möglichkeit. Die Deutsche endete auf Platz acht während die im Besitz des Gestüts Ammerland stehende Lady Frankel (Pierre-Charles Boudot) Sechste wurde. Für den erfolgsverwöhnten Stall Godolphin von Sheikh Mohammed, dem Herrscher Dubais, kam Sobetsu (William Buick/Trainer Charlie Appleby) zu einem sehr leichten Erfolg über Vue Fantastique und Coronet.

Klassischer Sieg für Sohn der Isarländerin Morning Light

Ein atemberaubendes Finale gab es in der klassischen Poule d‘ Essai des Poulains (Gruppe I, 650.000 Euro, 1.600 m). Nach Zielfoto-Entscheid sicherte sich der von Jean-Claude Rouget aufgebotene Brametot (mit dem Italiener Cristian Demuro), der erst vor wenigen Tagen zur Hälfte in den Besitz von Al Shaqab Racing (Katar) gewechselt war, diesen begehrten Titel vor Le Brivido und Rivet. Bemerkenswert: Auch die deutsche Zucht hat ihren Anteil am Super-Sieg von Brametot, denn die Mutter Morning Light ist eine Law Society-Tochter und stammt aus dem Gestüt Isarland!

Team Fey/Raber mit Top-Treffer

Einen Sensationserfolg schaffte die in Chantilly ansässige deutsche Trainerin Carina Fey mit Torsten Rabers For Ever (Antoine Coutier) zur Quote von 428:10 im Grand Handicap des Flyers (70.000 Euro-Handicap, 1.400 m).


 

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