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Wöhler-Stute empfiehlt sich für den Henkel – Preis der Diana

Megera zündet im BMW Preis den Turbo

Düsseldorf 20. Mai 2017

Noch zweieinhalb Monate sind es bis zum Henkel –Preis der Diana, dem Stuten-Derby auf der Galopprennbahn in Düsseldorf, einem der bedeutendsten Galopprennen des Jahres 2017 am 6. August. Am Samstag stand nun vor Ort in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit dem BMW Preis Düsseldorf (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.100 m) eines der wichtigen Qualifikationsrennen vor großem Zuschauerzuspruch an. Und einmal mehr ging der Sieg in solch einem Top-Rennen an den Stall von Trainer Andreas Wöhler aus Spexard bei Gütersloh – mit der dreijährigen Stute Megera (43:10-Mitfavoritin).

Die im Besitz von Wodka-Unternehmer Rashit Shakyhutdinov stehende Motivator-Tochter hatte mit zuvor vier Starts die meiste Routine im siebenköpfigen Feld (Gaea war wegen Fiebers abgemeldet worden) und den besten Erfolgsschnitt auf dieser Bahn. Nach einem sehr sehenswerten Ritt von Jockey Eduardo Pedroza feierte sie nun ihren ersten Erfolg auf dieser Ebene und empfahl sich für den Klassiker.

Als eigentlich schon die Außenseiterin Diana Storm Mitte der Geraden den Sieg vor Augen hatte, nachdem die führende Atasha schnell ausgespielt hatte, wurde Megera immer druckvoller und gewann noch mit eineinviertel Längen Vorsprung sehr sicher. Das machte Appetit auf mehr, und man darf sich schon jetzt auf ihre nächsten Starts freuen, wobei das Diana-Trial am 4. Juni in Hoppegarten eine Möglichkeit ist.

Diana Storm hielt sich sehr gut, musste aber noch ganz zuletzt den zweiten Rang an die Favoritin Alicante abtreten, die erst an der Innenseite keine Passage hatte und dann nach außen bugsiert werden musste. Dort wurde die Röttgenerin noch sehr schnell, aber Megera konnte sie nicht mehr in Gefahr bringen. Auch sie dürfte ein Trumpf für die Diana sein.

Guiliana, im Mitbesitz von mehreren Fußball-Profis, war stets im Vordertreffen, jedoch in der alles entscheidenden Phase nicht so recht zwingend und folgte als Vierte nur noch vor den ohne Möglichkeiten befindlichen weiteren Teilnehmerinnen.

Eine dreijährige Stute mit großer Zukunft dürften die Besucher im einleitenden Stutenrennen über 1.700 Meter gesehen haben, denn wie die von Andreas Wöhler zum ersten Mal für den Rennstall von Kaffeekönig Albert Darboven aufgebotene Prima Violetta hier mit der Konkurrenz umsprang, war beeindruckend. Lange musste Eduardo Pedroza auf der 44:10-Chance auf eine freie Passage warten, als diese aufging, gab es kein Halten mehr, und die Areion-Tochter stürmte regelrecht an Djumay und Kanjii vorbei, während die Favoritin Diaphora von zweiter Position aus rasch abbaute. Für prima Violetta könnte der Henkel – Preis der Diana hier ein Fernziel sein.

Ebenfalls talentierte Drejährige gaben sich in einer 2.100 Meter-Prüfung die Ehre: Besonders prominent ist die Abstammung des Siegers Native Fighter (33:10), handelt es sich bei ihm doch um einen Halbbruder der Top-Stute Nightflower, die 2015 „Galopper des Jahres“ war. Nach einem Klasse-Ritt von Andrasch Starke wehrte der Lawman-Sohn Start-Ziel die lange brandgefährlich aussehende Auenquellerin Zaletta ab, hinter der Sound of Freedom als Dritter schon mit Abstand folgte. Native Fighter, den Peter Schiergen in Köln für den Stall Nizza vorbereitet, könnte durchaus ein Kandidat für das Deutsche Derby sein.

Weit war die Anreise nicht, die On y va aus Solingen nach Düsseldorf hatte. Besitzertrainerin Andrea Friebel durfte erneut jubeln, denn nach dem Erfolg in Magdeburg scheint bei ihrem Wallach nun so richtig der Knoten aufgegangen zu sein, er gewann in einem Lauf zur Sport-Welt Amateur-Trophy (Ausgleich IV, 1.600 m) nach einer perfekten Einteilung von Eva-Maria Herresthal Start-Ziel zur Quote von 79:10 knapp gegen Lucy Bee und Betsy Coed sein zweites Rennen in Folge.

Ein Musterbeispiel für Einsatz ist der schon zehnjährige Well’s Wonder. Bei seinem bereits 92. Karrierestart kam der Schützling von Elisabeth Storp in Beelen trainierte Well’s Wonder (96:10) nach frühem Vorstoß seines Reiters Francesco Ladu zu seinem achten Sieg, der gegen Downton und Mombasa klar ausfiel.

Vor wenigen Wochen hatte der belgische Gast Ahraam mit seinem Krefelder Triumph für eine große Überraschung gesorgt. Doch nun bewies der von Jozef Oost trainierte England-Import, dass er noch einiges in petto hat. Jedenfalls stiefelte der Wallach als 103:10-Außenseiter in einem 1.700 Meter-Ausgleich III den auch durch das Zielfoto nicht für den Ehrenplatz zu trennenden Power of Paradise und Dawn Calling Start-Ziel locker davon. Jockey Koen Clijmans bewies viel Übersicht.

Gerade in Nordrhein-Westfalen vergeht kaum ein Renntag ohne einen Erfolg der Dutch Master Stables von Besitzertrainer-Champion Lucien van der Meulen aus den Niederlanden. Hier war der auch im Alter von acht Jahren so ungemein treue Dutch Master (45:10) nach starkem Start-Ziel-Vortrag des jungen Robin Weber nie zu gefährden. Die Außenseiterin Brianna Bay eroberte noch Rang zwei vor dem Favoriten Sundowner und Banzai, diese Viererwette bezahlte 200.000:10 Euro. Ein Wetter kassierte 10.000 Euro.

Im abschließenden Ausgleich II über 1.400 Meter zeigte erneut der aus Bahrain stammende Nachwuchsreiter Ali Alshowaikh auf dem von Hans-Jürgen Gröschel aus Hannover entsandten Bahnspezialisten Beau Reve (37:10) sein Können. Denn er ließ die permanenten Angriffe von Naziba, die sich teuer verkaufte ins Leere laufen und bewahrte dem schon siebenjährigen Hengst einen Hals-Vorteil. Lips Dancer eroberte weiter zurück Platz drei vor dem Favoriten Sir Oscar.

Nun darf man sich schon auf den Sonntagsrenntag in Köln freuen, wenn mit dem Mehl-Mülhens-Rennen das erste klassische Rennen der Saison ausgetragen wird. Auch in Hassloch stehen Galopprennen an.

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