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Starker Speed entscheidet 70.000 Euro-Event in Baden-Baden

Palace Prince ist der Meilen-König

Baden-Baden 25. Mai 2017

Ein früherer Derby-Zweiter wird zum gefeierten Meilen-Star am Donnerstag in Baden-Baden: Gestüt Höny-Hofs Palace Prince, Zweiter im bedeutendsten Rennen des Jahres 2015, gewann vor 12.100 Zuschauern die 39. Badener Meile powered by DSV Deutscher Sportverlag (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.600 m) unter Champion-Jockey Filip Minarik. Der von Jean-Pierre Carvalho aus Bergheim trainierte Hengst sorgte in diesem Top-Ereignis als 75:10-Außenseiter am zweiten Tag des Frühjahrs-Meetings auf der Galopprennbahn in Iffezheim für eine Überraschung.

Nachdem der lange führende El Loco auf der Zielgeraden früh überlaufen wurde und sich an letzter Stelle wiederfand, setzten sich lange Palace Prince und Degas (Andrasch Starke) um den Sieg auseinander. Kurz schien Degas den mit 40.000 Euro honorierten Sieg davonzutragen, aber Minarik entlockte Palace Prince starke Reserven und triumphierte in sicherem Stil. Damit war der dritte Erfolg in einem Gruppe-Rennen für den Areion-Sohn perfekt, der u.a. hier im Herbst die Baden-Württemberg-Trophy an sich gebracht hatte.

Damals war noch Andreas Löwe der Trainer von Palace Prince, der zum Jahresende 2016 seine hocherfolgreiche Karriere beendet hatte, aber ebenfalls vor Ort weilte. Jean-Pierre Carvalho ist seither verantwortlich für das Training des Fünfjährigen. Sein Kommentar: „Eigentlich waren die Bedingungen ganz anders als bei seinem Erfolg im Herbst auf dieser Bahn. Damals war das Geläuf tief und die Distanz 2.000 Meter. Aber Palace Prince ist viel spritziger geworden. Hier war die Konkurrenz auch nicht so stark wie in den großen 2.000 Meter-Rennen. Ich hatte mir schon eine Chance ausgerechnet. Seine Leistungen mit mehr Gewicht als heute waren gut. Wir machen nun im Großen Preis der Wirtschaft im Juni in Dortmund weiter.“

Degas war zum wiederholten Male starker Zweiter in einem solchen Rennen, während sein Trainingsgefährte El Loco als Sechster enttäuschte. „Das war wieder eine Top-Leistung von Degas. Er hatte alles für sich, zog aber nicht durch. Ich denke, dass wir mit Degas nun nach Dortmund gehen. El Loco war früh geschlagen. Ich weiß noch nicht, woran das gelegen hat“, meinte Trainer Markus Klug.

Der Favorit Wonnemond lief mit gutem Endspurt noch dicht an Degas heran, kam aber etwas spät in Fahrt. „Es war genug Tempo, aber vielleicht mag er auch einen etwas weiteren Weg. Wir steuern nun den Großen Preis in Dortmund an, wo es über 1.750 Meter geht“, so Trainer Sascha Smrczek. Diplomat hielt sich als Vierter anständig vor der nie prominenten Stute A Raving Beauty und El Loco.

Sarandia mit Klasse-Vorstellung

Die Sonne über Baden-Baden war so richtig nach dem Geschmack von Sarandia, denn die Klassestute des Gestüts Fährhof, die u.a. 2016 Zweite im Henkel – Preis der Diana war, zeigt auf guter Bahn ihre Bestform. Im Preis der Baden-Badener Hotellerie & Gastronomie (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) bewies die von Peter Schiergen in Köln trainierte Dansili-Tochter ihr Können, denn unter Andrasch Starke ging die 35:10-Mitfavoritin früh auf Vorsprung von den Gegnerinnen weg.

„Sie braucht gleichmäßigen, guten Boden. Bei passendem Geläuf und Rennverlauf kann sie eine Menge. Wir werden nun entweder nach Hamburg oder ins Ausland gehen“, erklärte Sarandias Trainer Peter Schiergen. Mit viel Kampfgeist eroberte Fosun noch den Ehrenplatz gegen Erica (Lennart Hammer-Hansen: Das war stark und ein sehr guter Ritt)“. Distain war als Vierte ebenfalls dichtauf, während die heiße Favoritin Kasalla als Fünfte nie bedrohlich wirkte. „Wir müssen schauen, was mit ihr los war. Vielleicht lag es an der Hitze. Sie wird in einem Listenrennen weitermachen. Fosun dagegen hat sich ausgezeichnet gehalten“, kommentierte Trainer Markus Klug.

Einen Heimsieg für den Iffezheimer Günter Merkel als Besitzer gab es im einleitenden 1.600 Meter-Rennen, als die von Waldemar Hickst für ihn vorbereitete Astrella (54:10, M. Lerner) die nach schwachem Start heranfliegende Favoritin Sasuka gerade noch in Schach hielt. Die Außenseiterin Brown Beauty stand früh als Dritte fest. Für Sasukas Trainerin Carmen Bocskai gab es mehr als nur eine Entschädigung in Lyon-Parilly, als Tikiouine (162:10, E. Hardouin) ein 52.000 Euro-Handicap über 2.200 Meter erfolgreich war.

Die Stallform des Großenknetener Trainers Toni Potters ist weiterhin stark. Mit dem in einem 1.400 Meter-Handicap völlig überlegenen Rock of Tiger (28:10-Favorit) kam der Coach ebenso wie Jockey Adrie de Vries zum zweiten Badener Erfolg. Highly Favoured und Mex belegten die Plätze. Und mit Anpak (38:10, A. de Vries) in einem 1.600 Meter-Ausgleich III vor Dream on me und Vanish Soldier war der zweite Tagescoup fällig.

Ganz großes Geld gab es in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.800 m) mit einer Garantie-Auszahlung von 30.000 Euro in der Viererwette, denn die Reihenfolge Recent Blade (63:10, J. Bojko, Trainer Michael Figge) vor Art of Adventure, Silvestro und La Tendresse bezahlte 317.316:10 Euro!

In versprechender Verfassung agieren hier in Iffezheim die Pferde des Hoppegartener Trainers Roland Dzubasz. Baby Love, die als frische Siegerin angereist war, sorgte mit Alexander Pietsch zum Toto von 99:10 für den zweiten Erfolg des Coaches beim Meeting vor der zu spät anpackenden Inessa und All Access.

Weiter auf dem Weg nach oben befindet sich Jaber Abdullahs Sanaadh (24:10), der als klarer Favorit in einem 1.400 Meter-Ausgleich II aus dem Formstall von Andreas Wöhler mit gewaltigem Endspurt noch gegen die Pilotin Petite Paradise und Mata Utu hinkam. „Was war leichtes Spiel und für mich wie auf einer Rakete, Sanaadh hat eine enorme Beschleunigung“, sagte Jockey Jozef Bojko.

Zum Abschluss eines großen Tages sorgte Regine Weißmeiers Quezon King (145:10, M. Seidl), der sich mit großem Speed noch nach vorne schob, in einem 2.400 Meter-Handicap für eine Überraschung gegen Tartaros, American Sun und Gybato di Saga. Die Viererwette kletterte auf 62.843:10 Euro.

Absoluter Höhepunkt ist am Sonntag der zweite Lauf der German Racing Champions League, der Große Preis der Badischen Wirtschaft (70.000 Euro) mit Vorjahressieger Iquitos und den weiteren Star-Galoppern Dschingis Secret und Guignol.


 

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