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Brümmerhof-Stute triumphiert in der Silbernen Peitsche

Artistica mit großem Sprint-Kunststück in Baden-Baden

Baden-Baden 27. Mai 2017

Einen denkwürdigen Sieg landete vor 9.000 Zuschauern am Samstag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden Gestüt Brümmerhofs Artistica (53:10) mit Jockey Wladimir Panov. Die von Dominik Moser, der an diesem Tag seinen 44. Geburtstag feierte, in Hannover vorbereitete Areion-Tochter sorgte für einen sehr seltenen Erfolg einer dreijährigen Stute in einem Top-Sprintrennen, der Wackenhut Mercedes-Benz Silberne Peitsche (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.200 m).

Es war eine Klasse-Vorstellung, die die zuletzt in einem englischen Listenrennen in Nottingham siegreiche Pferdedame bei strahlendem Sonnenschein auf den Rasen zauberte. Mit gewaltigem Speed machte sich die nun beim sechsten Start zum vierten Mal nicht zu bezwingende Artistica noch mit einer dreiviertel Länge von der Konkurrenz frei und brachte 32.000 Euro auf das Konto ihres Besitzers Gregor Baum.

„Wir waren sehr skeptisch, denn die Geschichte der Silbernen und auch der Goldenen Peitsche zeigt, dass es dreijährige Stuten hier sehr schwer haben. Aber der Gewichtsvorteil hat uns ermutigt, auch wenn die Pause seit ihrem jüngsten Erfolg knapp war. Dass sie hier so gewinnt, ist Wahnsinn. Sie bekommt nun eine lange Pause“, versicherte Baum.

Trainer Dominik Moser fügte hinzu: „Sie hat ein tolles Frühjahr hingelegt und sich die Pause redlich verdient. Besser ging es nicht. Viel hatten wir uns nicht ausgerechnet und sind das Rennen ganz ruhig angegangen. Es war mein erster Gruppesieg in Deutschland. In England hatte ich das schon geschafft.“

Ein tolles Rennen lief auch Millowitsch (Andreas Helfenbein) als Zweiter, der sich sehr stark bemerkbar machte. „Das war eine Top-Leistung bei seinem ersten Start auf einer solch kurzen Distanz. Wir werden in Ruhe sehen, was wir nun machen“, ließ Trainer Markus Klug die weiteren Pläne noch offen. Erstaunlich dicht heran lief als Dritter auch der Außenseiter Mc Queen (Stephen Hellyn). „Ihm kam heute der trockene Boden entgegen. Stephen hat ihn unterwegs in Ruhe gelassen, denn eine Jagd an der Spitze mag er nicht. Ich denke, dass wir auf dieser Distanz bleiben“, versicherte Trainerin Yasmin Almenräder.

Der Favorit Donnerschlag schien vorne lange mehr zu erreichen als Platz vier. „Er hat sich wieder gut gehalten. In Sprintrennen gewinnt mal der ein, dann der andere“, so sein Betreuer Jean-Pierre Carvalho. Man wird ihn ebenso in Hamburg bei der Derby-Woche wiedersehen wie den Fünften Schäng, der laut Trainer Pavel Vovcenko „keinen passenden Boden hatte“. Sunny Belle baute aus guter Lage ab, während Muharaaj immer hinten auszumachen war. Forgino war vorher reiterlos geworden und musste zurückgezogen werden.

Erster Sieg im Listenrennen

Der Kölner Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren durfte nach dem Kronimus Diana-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.800 m) jubeln, und dies durchaus unerwartet, denn die in seinem Besitz stehende dreijährige Stute Ashiana (49:10) gewann unter Andrasch Starke ausgerechnet in dieser bedeutenden Prüfung ihr erstes Rennen.

„Wir wollen eigentlich Dritter werden und uns Black Type schnappen, da Ashiana ja vorher noch sieglos war. Als der Toto aber sehr ausgeglichen war, wusste ich, dass wir eine Chance haben.“, kommentierte Sauren. Vorausgegangen war eine starke Leistung seiner Mastercraftsman-Tochter, die die noch stark anziehende Rosamunde aus dem Vordertreffen sicher abwehrte. „Ihre letzte Form war ja aufgewertet worden“, ergänzte noch Siegtrainer Peter Schiergen.

Die bereits angesprochene Rosamunde hielt sich als ebenfalls vorher noch nicht erfolgreiche Lady tadellos. „Wir haben Black Type mit einer Stute aus der eigenen Zucht, was wollen wir mehr? Der Trainer hat richtig entschieden, hier anzutreten mit ihr“, so Besitzer Wim van de Poel. Die Französin Thanx For Nothing machte noch Boden gut und erreichte Rang drei vor Waikita, die wie die übrigen Kandidatinnen nie gefährlich war.

Boris Becker fasziniert von Iffezheim

Ehrengast der Veranstaltung war Boris Becker. Die Tennis-Legende zeigte sich sehr angetan von der Atmosphäre in Iffezheim: „Es geht hier ja auch ums Gewinnen und ist faszinierend. Ich war schon auf den Rennbahnen Happy Valley in Hong Kong und Chantilly bei Paris. Baden-Baden liegt ja auch nicht weit entfernt von meiner Heimatstadt Leimen. Für mich ist das ein sehr schöner Samstag.“

Mit einem ausgezeichneten Debüt wartete der von Werner Glanz trainierte Mister Onyx in einer 1.400 Meter-Prüfung auf. Zur Top-Quote von 244:10 lief der Wallach mit dem jungen Nicol Polli noch an der Lokalmatadorin Aothea und Kinetic Cross vorbei. Da darf man für die Zukunft sicher noch einiges erwarten. Glanz machte später in einem 1.800 Meter-Rennen mit Laquyood (80:10, K. Clijmans) noch ein Doppel perfekt, der Wallach des Stalles Nicole setzte sich frühzeitig von der Favoritin Philippa und Noble Hero ab.

„Wir haben als Stiftung die Aufgabe, den Rennsport zu fördern. Eine Möglichkeit davon, ist den Nachwuchs zu unterstützen“, schilderte Dr. Günter Paul, der Vorsitzende der Mehl-Mülhens-Stiftung nach dem 2. Wertungslauf um den Nachwuchsförderpreis der Mehl Mülhens-Stiftung (Ausgleich IV, 2.200 m). Mit einem blitzsauberen Endkampf machte hier der Italiener Marco Casamento auf dem von Gerald Geisler in Iffezheim trainierten Jolly Boy (129:10) auf sich aufmerksam. „Es war mein erster Sieg in Iffezheim. Ich habe in diesem Jahr bei Herrn Geisler angefangen zu arbeiten“, sagte der 19-jährige Reiter, der aus Palermo in Sizilien stammt. Lange sah Tallevu wie der Sieger aus, blieb aber Zweiter vor Leonarda.

In einem Ausgleich III über 1.600 Meter gelang Marco Casamento auf dem von Waldemar Hickst aufgebotenen Shadow Chaser (36:10) noch einen zweiten Sieg.

Verdient hatte Ferdinand Leves Fifth Avenue (46:10) schon längst wieder einen Erfolg. Dank eines von Andrasch Starke genau getimeten Speed-Rittes setzte sich diefünfjährige Adlerflug-Tochter im 1.800 Meter-Ausgleich II noch sehr leicht gegen Miss England und Naqdy durch, hinter dem Dingo die attraktive Jackpot-Viererwette komplettierte (Quote: 23.142:10 Euro).

Im abschließenden Amateur-Rennen (Ausgleich IV, 1.600 m) bewies Olga Laznovska auf dem auch von ihr trainierten Silencio (61:10) ihre Reit-Künste und führte den immerhin schon neunjährigen Wallach zu einem knappen Erfolg über den gleichaltrigen Pancho Vilas, Baker Man und Anna Sophie.

Absoluter Höhepunkt ist am Sonntag der zweite Lauf der German Racing Champions League, der Große Preis der Badischen Wirtschaft (70.000 Euro) mit Vorjahressieger Iquitos und den weiteren Star-Galoppern Dschingis Secret und Guignol.


 

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