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Darius Racing-Galopper in Hannover mit Top-Vorstellung

Parviz auf den Spuren von Derbysieger Isfahan?

Hannover 5. Juni 2017

Auf der kleinen Rennbahn in Wissembourg im Elsass begann die Karriere der späteren deutschen Wunderstute Danedream. Und auch der dreijährige Hengst Parviz startete seine Laufbahn dort und scheint nun vor einer großen Zukunft zu stehen. Denn nach seinem kürzlichen Erfolg in Hannover gewann er mit Jockey Marc Lerner auch am Pfingstmontag auf der Neuen Bult – vor 17.200 Besuchern im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank – Derby-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m).

Schon drei spätere Derbysieger hatten diese wichtige Vorprüfung für das Rennen des Jahres, das 2017 am 2. Juli in Hamburg über die Bühne gehen wird, für sich entschieden. Nun empfahl sich mit Parviz ausgerechnet ein Pferd für das Blaue Band, das die Farben des letztjährigen Derbysiegers Isfahan (Darius Racing) trägt. Zur attraktiven Quote von 73:10 fand der Lope de Vega-Sohn aus dem Kölner Top-Quartier von Waldemar Hickst mit zunehmender Distanz immer besser ins Rennen und bekam den früh in Front gezogenen Sargas, der sich ebenfalls gut verkaufte, noch sehr sicher in den Griff.

Deutlich zurück eroberte Rosenpurpur Platz drei vor dem nie gefährlich wirkenden Gepard. Doch was wäre gewesen, wäre der Favorit Windstoß nicht in der Gegenseite reiterlos geworden? Adrie de Vries, der derzeit das Pech gepachtet zu haben scheint, musste an dritter Stelle zu Boden. Alle Chancen waren nicht nur für den Röttgener Hengst dahin, sondern auch für Promise of Peace und den bis zu diesem Zeitpunkt führenden Royal Flag, der offenbar der Verursacher war.

Windstoß‘ Trainer Markus Klug (weilte in Köln) auf Nachfrage von German Racing: „Windstoß scheint außer ein paar Schrammen in Ordnung zu sein. Adrie de Vries war gleich wieder auf den Beinen, wurde aber zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Der Zwischenfall passierte, da Royal Flag einen Fehler machte, der unmittelbar vor ihm ging.“  Nach ersten Informationen kam De Vries mit Prellungen und Hautabschürfungen davon.

So richtig überzeugt hatte Rabi in seinen letzten beiden Rennen nicht. Nur siebte Plätze gelangen dem Wallach des Stalles 5-Stars aus dem Stall von Champion Markus Klug in jüngster Zeit. Aber im mit 12.000 Euro fürstlich dotierten Ausgleich II über 1.600 Meter meldete sich der It’s Gino-Nachkomme wieder zurück. Mit einem sehenswerten Schlussakkord schob sich die 67:10-Chance mit Rene Piechulek noch durch das Feld und vor dem Außenseiter Dorado sowie dem stets führenden Cassilero zum ersten Saisonsieg. Die Favoritin Majestic Hope dagegen kam diesmal über Rang fünf nicht hinaus.

Mit bemerkenswertem Kampfgeist wartete der Dreijährige Yaa Salaam in einer Meilen-Prüfung auf. Unter Eduardo Pedroza machte der 18:10-Favorit immer neue Reserven gegen Be my Best und Celebrity frei. Es war schon der zweite Erfolg für den Helmet-Sohn der Erfolgskombination Jaber Abdullah (Besitzer aus Dubai) und Trainer Andreas Wöhler.

Drei Stallwechsel innerhalb eines Jahres hat Ruby Red hinter sich. Und tatsächlich beim ersten Start für Besitzertrainer Torsten Reineke gelang der vierjährigen Stute als 155:10-Außenseiterin nach maßgerechter Einteilung von Monique Lübcke der erste Saisonsieg vor Mystical Wind und Geladi.
Der Hamburger Kaffeekönig Albert Darboven feierte mit seinem Wallach Power Euro den zweiten Erfolg in Folge. In einem 1.900 Meter-Ausgleich III schnappte sich der heiße 17:10-Favorit nach einem starken Endkampf von Filip Minarik noch den vorne tapfer dagegenhaltenden Angel Moon sowie die weiter zurück folgende Kleopatra Kimberly.

Am 6. August findet in Düsseldorf der Henkel – Preis der Diana statt. Für das Stutenderby besitzt auch Gestüt Görlsdorfs Honey Honey (37:10) noch ein Engagement. Völlig zurecht, denn die von Markus Klug betreute Kallisto-Tochter imponierte bei ihrem Debüt-Erfolg in einem Stutenrennen über 2.200 Meter unter Adrie de Vries mit gewaltigem Speed vor der ebenfalls ausgezeichnet in ihre Karriere startenden Ponte Scaligero sowie Smentana ungemein.

Eine ganz leichte Angelegenheit war der erste Treffer für den im Besitz von Thomas Gehrig stehenden Antares (59:10; B. Murzabayev, R. Dzubasz) gegen Idolo und Zindai in einem 1.600 Meter-Rennen.

Es ist die Zeit der Veteranen-Siege, auch in Hannover stiefelte mit Dominik Mosers Glam Rock (mit der erst 19-jährigen Selina Torres-Wengemuth, 41:10) in einem 2.200 Meter-Ausgleich IV ein neunjähriger Wallach vor Funky Groove und Mare Start-Ziel nach Hause.

Iannis Poullis war für Adrie de Vries im abschließenden Ausgleich III über 2.400 Meter eingesprungen und machte seine Sache bestens. Denn er verteidigte mit der 36:10-Chance einen kleinen Vorsprung auf Elbflorenz und Show Biz. Damit landete auch Trainer Roland Dzubasz einen Doppelsieg an diesem Nachmittag.



 

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