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Mit der Favoritin Scapina im Auktionsrennen locker voraus

Starke erobert auch Dresden

Dresden 17. Juni 2017

Es kommt eher selten vor, dass der achtfache Championjockey Andrasch Starke den weiten Weg von seiner Wahl-Heimat Köln zur Galopprennbahn nach Dresden auf sich nimmt. Doch am Samstag war er bei einer der größten Veranstaltungen der gesamten Saison auf dem Seidnitz-Kurs nicht nur mit von der Partie, er sicherte sich auch ohne große Kraftanstrengungen das Hauptereignis, das mit 52.000 Euro ausgestattete bwin BBAG Auktionsrennen über 1.200 Meter, mit Rennstall Gestüt Hachtsees dreijähriger Stute Scapina.

Starke, der kürzlich Peter Alafi als siegreichsten deutschen Reiter aller Zeiten abgelöst hatte, steuerte mit der Tai Chin-Tochter eine Lady, die schon mehrfach in deutlicher schwereren Prüfungen angetreten war, u.a. im Preis der Winterkönigin 2016. Die von Henk Grewe in Köln trainierte Pferdedame war als Jährling für 20.000 Euro vom Gestüt Römerhof in den Besitz der in Bayern beheimateten Zuchtstätte gewechselt bekam und fand in Dresden nun alles passend vor, wo sie beim fünften Karrierestart ihr zweites Tennen gewann und 25.000 Euro Siegprämie verdiente.

Andrasch Starke orientierte sich mit der 26:10-Favoritin sofort hinter dem Trainingsgefährten Farshad an die zweite Position und stellet auf der Zielgeraden schnell die Weichen auf Sieg. Locker und leicht kam Scapina in Vorteil und geriet auch durch die sehr gut aufkommende Areia nicht mehr in Bedrängnis, die aber Farshad noch den Ehrenplatz entriss. Aothea hielt sich als Vierte ordentlich.

Eine gewaltige Überraschung gab es im Großen Preis der Freiberger Brauerei (Ausgleich I, 22.500 Euro, 1.900 m): Mit Christian Zschaches sechsjährigen Wallach hatte kaum jemand gerechnet, auch wenn er Halling-Sohn zuletzt gerade in Leipzig in der tieferen Klasse erfolgreich war. Bei einer Quote von 207:10 galt der Hoppegartener Gast als größter Außenseiter im Neunerfeld. Doch nach einer optimalen Einteilung von Rene Piechulek beschleunigte Doinyo an der Spitze immer wieder aufs Neue, so dass auch der starke Schlussangriff von Itobo nur noch für Rang zwei vor Loulou’s Jackpot und dem auf etwas kurzer Strecke vom letzten Platz kommenden Atillio ausreichte.

Die Stallform der Hoppegartener Trainerin Eva Fabianova ist weiterhin ausgezeichnet. Im einleitenden 2.000 Meter-Rennen gewann nun die vierjährige Stute La Tanzania (41:10, B. Murzabayev) ihre erste Prüfung mit großem Speed gegen den Favoriten Napadac und Tresoli. Da dürfte noch mehr möglich sein.

Nicht unbedingt zu erwarten war der Sieg von Daniel Paulick Oscar (112:10) mit Formjockey Daniele Porcu in einem 2.000 Meter-Ausgleich III, doch auf den letzten Metern stürmte der Außenseiter regelrecht an Cash the Cheque und Sheded vorbei.

Noch nie schlechter als Vierte war in dieser Saison die Stute Connected, doch was fehlte, war ein voller Erfolg. In einem 1.500 Meter-Ausgleich III klappte es nach einem maßgerechten Ritt von Michael Cadeddu, der den 31:10-Favoriten aus dem Dresdener Stall von Claudia Barsig zu einem sehr leichten Speederfolg über den lange tonangebenden Be My Star und Vanbijou führte. Es gab damit eine Dresdener Zweierwette.

Alle Achtung, Lilli-Marie Engels: Die erst 17-jährige Warendorferin zeigt immer wieder viel Übersicht im Rennsattel, wie im Falle des von Besitzertrainer Guido Scholze aufgebotenen Wallachs Sha Gino (118:10), der seit November 2014 nicht mehr gewonnen hatte. Auf dem Außenseiter bewahrte die junge Reiterin einen knappen Vorteil vor Litonya und Liverbird und sicherte sich schon ihren vierten Sieg in dieser Saison, während es für Guido Scholze der erste Punktgewinn in 2017 war.

Dresden scheint dem Hoppegartener Gast Fresanta (B. Murzabayev, 59:10) ganz besonders zu liegen. Hier hatte die Santiago-Tochter aus dem Quartier von Roland Dzubasz schon einmal gewonnen, und hier legte sie in einem 1.900 Meter-Handicap nach frühem Vorstoß und einem cleveren Ritt ihres zum zweiten Mal an diesem Tag siegreichen Jockeys auch nach, während Funky Groove vor dem Favoriten Recent Blade einen Tick zu spät kam.

In der abschließenden 2.000 Meter-Prüfung blieb Welan (66:10, St. Hellyn) aus dem Quartier von Hans-Albert Blume in Krefeld vorne gegen Dawn Ruler und Roi du Soleil stets ungefährdet. 

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