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Tolle Kulisse und Hoffnung auf Zukunft in Bremen

Walsingham wieder der Bremer Held

Bremen 18. Juni 2017

Was für ein Top-Saison-Highlight am Sonntag auf der Galopprennbahn in Bremen. Vor prächtiger Kulisse von 5.200 Zuschauern war das swb-Derby Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) erneut die letzte Vorprüfung für das Deutsche Derby. Die Bahn in der Vahr platzte aus allen Nähten, es war beeindruckend zu sehen, wieviele Turffans hier dabei sein wollten, und es bleibt zu hoffen, dass diese prächtige Anlage dem Galoppsport auch in der Zukunft erhalten bleibt.

Mit dem von Waldemar Hickst in Köln für den Stall Lucky Owner trainierten Dreijährigen Walsingham (60:10) gewann ein Hengst, der gar keine Derby-Nennung hat, aber viel Klasse besitzt. Nach seinem Erfolg hier vor wenigen Wochen flog der Campanologist-Sohn aus der Zucht des Gestüts Röttgen – für gerade einmal 12.000 Euro bei der BBAG-Auktion erworben – an der Außenseite unter dem Belgier Stephen Hellyn in einem spannenden Rennen noch an der Konkurrenz vorbei. Instigator (hat ein Derby-Engagement) eroberte Rang zwei vor dem lange führenden Amigo, der nicht für das Blaue Band in Frage kommt. Fulminato konnte sich als Vierter nicht mehr steigern, blieb aber vor dem Favoriten Nerud, der als Fünfter in einem unruhigen Endkampf deutlich unter Wert geschlagen war, was auch einige andere Teilnehmer galt.

In schweren Dreijährigen-Prüfungen, u.a. dem Mehl-Mülhens-Rennen und dem Bavarian Classic hatte sich der von Andreas Wöhler trainierte Rostam in dieser Saison versucht, ohne den gewünschten Erfolg zu haben. Da passte es nur zu gut, dass der Coach dem im Besitz von Darius Racing stehenden Hat Trick-Sohn nun ein einfaches 1.600 Meter-Rennen gab. Denn hier setzte sich Rostam als 14:10-Favorit aus dem Vordertreffen mit Jozef Bojko sehr sicher gegen die Außenseiterin La Provence und Brown Beauty durch und dürfte bald wieder Kurs auf bessere Aufgaben nehmen.

Mit einer Glanzvorstellung wartete Gestüt Auenquelles Gonora (22:10, B. Murzabayev) in einer 2.200 Meter-Konkurrenz auf. Vom letzten Platz setzte sich die von Roland Dzubasz in Hoppegarten betreute Lando-Tochter von Wirbelwind und Prince of Stars ab.

Auf dem Weg nach oben befindet sich die von Waldemar Hickst nach Bremen geschickte Inessa. Die Samum-Tochter löste sich in einem über 2.200 Meter führenden Ausgleich II in leichter Manier von Dao Vasco und Silicon Valley, womit die 17:10-Favoritin unter Jozef Bojko die Hälfte ihrer bisherigen sechs Starts in Siege ummünzte.

Schon am Samstag hatte sich die 17-jährige Reiterin Lilli-Marie Engels in Dresden auszeichnen können. Auch in Bremen teilte sie der in den Familienfarben angetretenen Leonarda (62:10) an der Spitze vor Lord of Lightning und Danse Rouge in einem Handicap über 2.400 Meter alles perfekt ein.

Eine Sensation gab es in einem 1.200 Meter-Sprint. Denn die von dem Berliner Marko Megsner trainierte Aquarella (219:10, B. Murzabayev) war bei sieben Starts zuvor noch nicht aufgefallen, aber die erstmals angelegten Scheuklappen halfen der Stute zum Speederfolg vor Danon Perth und Sir Leopold sowie Tindorette. Die Dreier- und Viererwette wurden nicht getroffen. Die Jackpots werden bei der Derby-Woche in Hamburg ausgespielt.

Ein tolles Finale sah man im Alten Badener Erinnerungsjagdrennen über 4.200 Meter. Der 14-jährige Veteran Nuevo Leon (25:10), den Oliver Schnakenberg für seine Mutti Elfi ritt, bewies auch im hohen Alter eine riesige Moral, denn er hielt in einem spannenden Fight Geladi und Six Stone Ned knapp ab.

In der abschließenden 2.200 Meter-Prüfung schaffte Hans-Jürgen Gröschels Philippa (27:10) bei 14. Versuch endlich ihren ersten Erfolg vor Archer Rock und Spanish Caress.



 

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