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Publikumsliebling Silvery Moon wird diesmal Vierter

Action Please und andere „Oldies“ in München vorne

München 25. Juni 2017

Er war der große Publikumsliebling, von keinem anderen Pferd dürften vorher so viele Fotos gemacht worden sein wie mit Silvery Moon, dem „schnellsten Schecken der Welt“. Der wegen seines ungewöhnlichen Aussehens auch gerne als „Indianerpferd“ bezeichnete Hengst gab am Sonntag ein Gastspiel auf der Galopprennbahn in München-Riem. In einem 1.600 Meter-Ausgleich III lief er als Mitfavorit auch wieder ordentlich, doch mehr als der vierte Platz beim 46. Karrierestart war für ihn diesmal nicht drin.

Mit gefälligem Endspurt steigerte er sich von einem der letzten Plätze noch ein wenig, aber vielleicht wäre eine etwas längere Distanz doch günstiger, denn seine beiden Kölner Siege kamen kürzlich jeweils über 1.850 Meter zustande. Der Weg war dadurch frei für den leicht vom Feld weggehenden Action Please, den der Münchener Trainer John David Hillis mit Francisco Ladu als Höchstgewicht aufgeboten hatte.

Trotz seiner schon sieben Jahre war der Wallach zur Quote von 46:10 klar vor Montino, der zuletzt noch in totem Rennen mit ihm als Zweiter eingekommen war, und Lips Dancer. Damit machten zwei Siebenjährige und ein Achtjähriger das Rennen unter sich aus. Es war der fünf Siegtreffer für Action Please beim 32. Versuch. Die Favoritin Wangi Wangi baute stark ab.

In einem über 2.200 Meter führenden Ausgleich II legte Bella Bijou nach ihrem jüngsten Münchener Erfolg gleich nach. Mit Wladimir Panov überrollte die 40:10-Chance leicht die Gegner mit dem Dreijährigen Antunes und All Access an der Spitze. Die von Santiago stammende Gewinnerin markierte den zweiten Trainersieg für den in Iffezheim ansässigen Eugen Frank.

Schon seit Beginn seiner Karriere als Trainer ist der Kölner Trainer Henk Grewe dafür bekannt, gerade zweijährige Pferde in Top-Form vorzubereiten. Das bewahrheitete sich in der einleitenden 1.200 Meter-Prüfung wieder einmal, als die Areion-Tochter South Coast (22:10, M. Casamento) trotz erheblicher Unreife, die sich in einem krassen Weglaufen zur Außenseite äußerte, überlegen gegen Wonderful Görl und Dusky Dance auftrumpfte. Die von Roland Lerner auch gezogene Siegerin sollte vor einer sehr guten Zukunft stehen.

Sie sind eine höchst erfolgreiche Vater/Sohn-Kombination: Vincenz Schiergen stieg in einer 1.600 Meter-Prüfung für seinen Vater Peter in den Sattel von Stall Shreks Emlyn Violet, die zur attraktiven Quote von 58:10 mit Tigers Palarina und der Favoritin Shimmer Pearl keine Probleme hatte und beim zweiten Start im Leben schon den ersten Sieg feierte. Es war der 100. Sieg für den jungen Reiter.

In einer weiteren Dreijährigen-Prüfung ging es in einem packenden Dreikampf ganz hoch her. Hauchdünn rettete die Ammerländerin Bernsteinkette (62:10, R. Piechulek) einen knappen Vorsprung auf Naledi und den Favoriten Dante Veloz, der jedoch von der Siegerin einmal deutlich gestört wurde und sonst vielleicht gewonnen hätte. Bernsteinkettes Betreuer John David Hillis war damit schon zum zweiten Mal an diesem Nachmittag erfolgreich.
Viel war von dem siebenjährigen Wallach Winoso in dieser Saison bei zwei Starts noch nicht zu sehen gewesen. Aber Bettina Mühlbauers Schützling zog hier nach einem frühen Vorstoß von Jockey Marco Casamento (zweiter Tagessieg) zum Toto von 87:10 schon früh auf der Geraden vor die Gegner und war auch von Antonia Bella und Key to Magic nie zu gefährden.

Der Wechsel auf die Meile zahlte sich für Jutta Mayers C‘ Mon Mon (zweiter Sieg für Reiter Vinzenz Schiergen) aus, der als 114:10-Außenseiter gegen Noble Hero und Sydney zum ersten Erfolg kam. Jutta Mayer machte zum Abschluss noch ein Doppel perfekt – mit der von Silvia Pattinson umsichtig gerittenen Auristella (49:10) im Amateurreiten (Ausgleich IV, 1.600 m) vor Quinceanera und Party Freak.

Ronaldo Dritter im Schweizer Derby

Im Schweizer Derby (69.875 Euro, 2.400 m) belegte der von Waldemar Hickst aufgebotene Ronaldo (Marc Lerner) als 91:10-Außenseiter im kleinen Sechserfeld den dritten Platz hinter den beiden französischen Gästen Malkoboy (15:10, Pierre-Charles Boudot) und One One One, die beide von Henri-Alex Pantall nach Frauenfeld geschickt worden waren. Der Sieger war mit fünf Längen voraus.

Vorfreude auf das Derby in Hamburg

Nun freuen sich die Galopper-Fans bereits auf das Highlight der gesamten Saison, das IDEE 148. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) am Sonntag, 2. Juli in Hamburg-Horn. Natürlich ist das Rennen des Jahres auch Bestandteil der German Racing Champions League. Eingebettet sein wird das Blaue Band in die Derby-Woche vom 30. Juni bis 5. Juli.
 

Champions League

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