Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Sieben auf einen Streich

Markus Klug dominiert das Derby-Starterfeld

Hamburg

Den Vergleich mit Aidan O’Brien wird er vermutlich nicht so gerne hören. Aber ähnlich wie der Ire die wichtigsten Rennen in England und Irland dominiert, ist Markus Klug in den deutschen Gruppe- und Listenrennen omnipräsent. Es gibt fast kein sportliches Highlight ohne einen Klug-Starter!

Manchmal sind es  sogar deutlich mehr: Im vergangenen Jahr sattelte Klug gleich sieben im Preis der Diana. Am kommenden Sonntag bietet er im Deutschen Derby, dem vierten Lauf der German Racing Champions League, wieder „Sieben auf einen Streich“ an – es wäre ein neuer Rekord an Startern, den sich bislang Andreas Schütz und Peter Schiergen mit einem halben Dutzend Derbypferden teilen. Mit Colomano, dem Gewinner des Oppenheim-Union-Rennens, stellt Klug auch den Favoriten. Wie 2014, als Sea The Moon nach der Union das Derby gewann – der vorläufige Höhepunkt einer erstaunlichen Trainerkarriere. Denn im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen stammt er weder aus einer Galoppfamilie noch hat er als Jockey Rennen geritten.

Markus Klug wurde am 9. Juni 1976 im rumänischen Arad geboren, wuchs aber im badischen Rastatt auf – nur wenige Galoppsprünge von der Rennbahn in Iffezheim entfernt. „Als kleiner Junge bin ich auf die Rennbahn und habe sofort Feuer gefangen“, sagt Klug. „Ich war schon immer verrückt nach Sport, habe Tennis und Fußball gespielt.“ Mit 16 war er immer Tennis-Stadtmeister der Herren, im Fußball gilt seine Liebe Borussia Mönchengladbach, deren Spiele er als Dauerkarteninhaber so oft wie möglich verfolgt. Doch die größte Leidenschaft galt den Pferden. 2002 legte er als Lehrgangsbester die Prüfung zum Besitzertrainer ab, im Mai 2003 gelang mit Gordian im pfälzischen Herxheim der erste Sieg. Klug trainierte seine eigenen Pferde in Iffezheim und das mit viel Erfolg – er gewann in fünf verschiedenen Ländern – in Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Ende 2009 wagte der gelernte Versicherungskaufmann dann den Sprung zum Berufstrainer in Iffezheim. Ein gutes halbes Jahr später bereits wechselte er bereits nach Heumar bei Köln. „Das Angebot aus Röttgen war eine unglaubliche Chance für mich“, so Klug, „so ein Traditionsgestüt, eine der ersten Adressen in Deutschland.“ Einen schöneren Arbeitsplatz kann man sich kaum vorstellen: 250 Hektar Wald, Koppeln, Trainingsbahnen und Stallungen. Der Kölnisch-Wasser-Fabrikant Peter Mülhens gründete 1924 das Gestüt Röttgen, nach dem Tode der Tochter Maria Mehl-Mülhens ging es in den Besitz der Mehl-Mülhens-Stiftung über, geleitet von Dr. Günter Paul, der die Weitsicht und Mut hatte, den jungen Klug zu engagieren. Die Wege auf Röttgen sind weit – 2,5 Kilometer zur Trainingsbahn, über eine Straße mit Ampelanlage, bei der die Pferde Vorfahrt haben. „Bei uns ist jedes Lot mindestens eine Stunde draußen, damit wir das überhaupt schaffen, brauchen wir viel Personal“, sagt Klug, der 2014 und 2016 Champion-Trainer wurde.

Unter den sieben Klug-Startern im Derby ist auch ein Röttgener, der Unions-Zweite Windstoß. Der letzte Derbysieg des Traditionsgestüts liegt nun fast 60 Jahre zurück – als krasser Außenseiter siegte 1958 Uomo, der später zum Hindernispferd umgeschult wurde und 1963 das Alte Badener Jagdrennen gewann. Vielleicht ergeht es Klug ja am Sonntag wie Aidan O’Brien: Der hatte im englischen Derby sechs Starter – es siegte mit dem 40/1-Außenseiter Wings Of Eagles vor dem favorisierten Stallgefährten Cliff Of Moher

 Text von: Peter Mühlfeit 

Champions League

Weitere News

  • Onyxa triumphiert im ersten Harzer Superhandicap

    Boltes nächster großer Coup

    Bad Harzburg 21.07.2018

    Hochspannung im Harz: Im ersten Superhandicap des Meetings 2018 in Bad Harzburg landete der Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte einen weiteren Top-Treffer in einer ohnehin schon spektakulären Saison. Die von ihm für Sabine Goldberg vorbereitete Onyxa (80:10) gewann am Samstagabend nach ihrem Ehrenplatz im Vorjahr den Großen Preis der öffentlichen Versicherung Braunschweig (Ausgleich III, 1.850 m), der mit 20.000 Euro fürstlich dotiert war. Allein 11.500 Euro gab es für die Siegerin.

  • Die ersten diesjährigen Bad Harzburger Punkte gehen an Smentana

    „PMU-Frühschicht“ zum Auftakt

    Bad Harzburg 20.07.2018

    Von wegen: Erst gut Mittagessen und dann auf die Rennbahn. Die heutige Eröffnung des Bad Harzburger Meetings 2018 erforderte schon eine kleine „Zeitenwende“. Die Premiere war nämlich mehr oder weniger ein „Frühstücks-Turf“, da die ersten fünf Tagesprüfungen zum morgendlichen Wettangebot der PMU in Frankreich zählten und folglich per TV im Nachbarland zu sehen waren. Bereits um 10.55 Uhr sprangen die Pferde erstmals aus den Boxen ab. Und zwar im Preis der Firma Elektro Bartels Goslar, bei dem sich bereits vor Erreichen der Gerade abgezeichnet hatte, dass Stall Comets Smentana am Ende die Oberhand haben würde.

  • Neuer Sponsor für das Dortmunder Highlight

    RaceBets unterstützt Deutsches St. Leger

    Dortmund 20.07.2018

    Das fünfte und letzte klassische Galopprennen der Saison, das Deutsche St. Leger, hat einen neuen Partner: Die Pferdwettplattform RaceBets. „Das St. Leger ist ein Rennen mit einer großen Tradition, das die besonderen Qualitäten von Vollblütern fordert – Stehvermögen und Geschwindigkeit“, sagt der RaceBets-Geschäftsführer Alex Haig. „Wir freuen uns, unsere Verbundenheit und Zusammenarbeit mit dem deutschen Rennsport weiter zu vertiefen.“

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm