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Derby-Dritter von 2016 imponiert im pferdewetten.de – Großer Hansa-Preis

Dschingis Secrets triumphale Rückkehr nach Hamburg

Hamburg 1. Juli 2017

Erfolgreiche Rückkehr auf die Galopprennbahn Hamburg-Horn für den letztjährigen Derby-Dritten Dschingis Secret am Samstag vor 4.800 Zuschauern beim Start der Derby-Woche: Im pferdewetten.de – Großer Hansa-Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m) triumphierte der von Markus Klug in Köln-Heumar trainierte vierjährige Hengst in großer Manier.

Unter Jockey Martin Seidl, der seinen bislang größten Erfolg im Rennsattel feierte, schien sich der Sohn des Top-Deckhengstes Soldier Hollow, Dschingis Secret, der dem in Hong Kong lebenden Horst Pudwill gehört und der sich von Züchter Helmut von Finck an einem regnerischen Tag in der Hansestadt vertreten ließ, auf dem schweren Boden so richtig wohl zu fühlen. Der 42:10-Mitfavorit tauchte schon unterwegs bald schon an zweiter Position hinter Guignol auf, der den Großen Preis der Badischen Wirtschaft in Baden-Baden gewonnen hatte. Die Stute Nepal war als Dritte dichtauf vor Space Cowboy und dem Favoriten Iquitos, dem man eine Revanche gegenüber Guignol zugetraut hatte.

Doch schon im Schlussbogen fiel eine Vorentscheidung, als Dschingis Secret, der im Frühjahr in der Champions League den Gerling-Preis in Köln gewonnen hatte, in bestechender Haltung an der Seite von Guignol auftauchte, der sich ziemlich schnell geschlagen gab und sich einen Vorteil verschaffte. Innen hatte Nepal einen starken Moment, während Iquitos außen vom letzten Platz im kleinen Fünferfeld immer zwingender wurde, aber letztlich doch keine Gefahr für Dschingis Secret bedeutete.

Der Klug-Hengst stiefelte locker davon zum mit 40.000 Euro honorierten Sieg, dem vierten Erfolg beim 11. Start in der Laufbahn von Dschingis Secret, der seine Gewinnsumme auf 204.900 Euro steigerte und bei passenden Bedingungen sicher eines der besten Pferde in Deutschland ist.

Martin Seidl in einem ersten Kommentar nach dem zweidreiviertel Längen-Sieg: „Heute passte der Boden und die Distanz für ihn. Iffezheim war nicht seine Bahn. 2016 habe ich ihn im Derby geritten, er hat einen hohen Stellenwert bei mir. Heute war die Krönung.“

Trainer Markus Klug erklärte: „Strecke, Bahn und Geläuf, alles passte für Dschingis Secret. Er ging am Ende immer leichter von den Gegnern weg. Baden-Baden mochte er nicht. Wir haben noch keinen konkreten Plan, aber der Große Preis von Berlin in Hoppegarten ist eine Option sowie internationale Prüfungen. Für den Großen Preis von Baden haben wir ihn nicht genannt.“

Iquitos steigerte sich noch auf den zweiten Platz, hatte aber diesmal keine Siegmöglichkeit. „Ich bin zufrieden, aber er war nach seiner Augenverletzung noch nicht ganz der Alte“, versicherte sein Betreuer Hans-Jürgen Gröschel. Nepal hielt sich als Dritte sehr gut. „Das war eine reelle Leistung. Sie wurde gut geritten, aber der Boden hätte sogar noch schwerer sein können“, meinte Trainer Dr. Andreas Bolte. Guignol blieb als Vierter diesmal unter seinen Möglichkeiten. Schon im letzten Boden ging er nicht mehr gut“, bedauerte Jean-Pierre Carvalho. Space Cowboy fiel schon zeitig aus der Partie. „Irgendetwas hat nicht gestimmt, dafür habe ich keine Erklärung“, sagte Markus Klug.

Lacazars Hattrick im Stutenpreis

Mit dem vom ausgefallenen Freitagsrenntag verlegten Preis der Mitglieder des Hamburger Renn-Clubs – Hamburger Stutenpreis (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m) gab es zum Ausklang des Renntages noch ein zweites Top-Ereignis an diesem Tag. Hier gelang dem Dream Team Jockey Andrasch Starke/Trainer Peter Schiergen mit der dreijährigen Adlerflug-Tochter Lacazar (57:10) ein sehr gefälliger Sieg.

Die Mitfavoritin überrollte im zehnköpfigen Feld an der Außenseite noch die Kontrahentinnen und gewann ihr drittes Rennen hintereinander. Die im Besitz des Gestüt Haus Zoppenbroich (von Ina Zimmermann, die von ihrer Familie vertreten wurde) stehende Lacazar machte in den vergangenen Monaten eine formidable Entwicklung, die in diesem mit 32.000 Euro Preisgeld honorierten Erfolg gipfelte.

„Der Rennverlauf war tiptop. Sie hat sich groß gesteigert über kleine Aufgaben bis hin zum Gruppesieg hier. Wir steuern nun den Preis der Diana an. Das gilt auch für Navaro Girl, die sich als Dritte auch bestens geschlagen hat“, versicherte Siegtrainer Peter Schiergen, dessen zweite Starterin ebenfalls noch stark auf Touren kam. Sie ist eine Halbschwester des 2015er-Derbysiegers Nutan. Zwischen beide schob sich als toll anpackende Zweite noch Diana Storm, die eineinhalb Längen hinter Lacazar war. Auch ihr Trainer Waldemar Hickst war zufrieden: „Sie hat sich noch einmal verbessert. Es war alles optimal. Wir gehen mit ihr ins Stuten-Derby.“

Die heiße Favoritin Well Spoken aus dem Gestüt Röttgen wurde nur Fünfte, noch einen Rang hinter der Stallgefährtin Alicante. Trainer Markus Klug war nicht begeistert von dem Ritt Andreas Helfenbeins, der die Winterkönigin sehr offensiv steuerte und unterwegs bis zu fünf Längen Vorsprung hatte, die auf der Geraden schnell zunichte waren. „Das war nicht der Plan und zu viel Tempo. Alicante ist auf dem weichen Boden gut gelaufen. Beide Stuten bleiben auf Kurs für die Diana“, erläuterte der Champion-Coach.

Die erste Siegerin des Derby-Meetings 2017 kam aus dem Stall von Christian von der Recke in Weilerswist mit der Zweijährigen Schesaplana, die in Schweizer Besitz steht. Einmal mehr glänzte damit ein Nachkomme des glänzend vom Start gekommenen Deckhengstes Dabirsim. Unter Alexander Pietsch marschierte die 49:10 in einer 1.200 Meter-Prüfung vorne früh auf und davon und hatte mit dem gut debütierenden Poldi’s Liebling sowie Silver Stripes nicht die geringsten probleme. „Wir wollten vor dem Kölner Auktionsrennen einmal laufen, denn das ist das große Ziel“, erklärte Recke.
Mit weiterer Verbesserung wartete Erika Mäders Greta (63:10) in einer 1.800 Meter-Konkurrenz auf, denn mit viel Speed stürmte die Stute noch an Shark Attack und Fascinator vorbei.

Früher konnte Pavel Vovcenkos Victory Tiger deutlich mehr. Nun meldete sich der Wallach als 167:10-Chance für den Galopp Club Bremen als Besitzer mit einem früh feststehenden Überraschungssieg gegen Alwin und Banzai in einem 2.000 Meter-Handicap zurück. Reiterin Monique Lübcke hatte mit Victory Tiger früh die Weichen auf Sieg gestellt.

Wie im Vorjahr war Olga Laznovskas Edelstein (38:10) hier in seinem Element. Der Schützling von Olga Laznovska bezwang in einem 1.200 Meter-Ausgleich III mit viel Kampfgeist Good Girl und Adventure Zone.

Mit einem Traumergebnis für die Familie Storp endete ein 1.800 Meter-Handicap, denn man stellte die beiden Erstplatzierten, wobei Absolute Amy (75:10, I. Poullis), von Rudolf Storp trainiert, der nicht anwesend war, mit großem Endspurt noch die von seiner Frau aufgebotene Königin Callme abfing. Elisabeth Storp: „Absolute Amy hatte ein schlechtes Rennen, kam erst spät auf freie Bahn. Das ganze Jahr über hatten wir keinen weichen Boden.“ Art of Adventure und Idolo komplettierten die Viererwette, die 51.893:10 Euro bezahlte.

Mit einer beeindruckenden Vorstellung wartete der Ittlinger Sound Check (39:10) im Ausgleich I über 2.000 Meter auf. Andrasch Starke wartete erst im Hintertreffen ab, um dann schon Ende gegenüber einen Gang höher zu schalten und ihn an die zweite Position zu beordern. Auf der Geraden verabschiedete sich der Lando-Sohn auf großen Vorteil. „Das war ein mega-cleverer Ritt, denn es war kein Tempo“, lobte Besitzer Manfred Ostermann. Trainer Peter Schiergen: „Er war ja zweijährig schon ein sehr gutes Pferd, nun hat er sich wieder voll gefangen.“ Fair Trade packte nach unglücklichem Rennverlauf noch stark an vor dem immer prominenten Molly le Clou.

Atasha (40:10, A.Pietsch) machte für das Gestüt Ittlingen eine halbe Stunde später in einem Meilenrennen ein Doppel perfekt, die früh nach vorne beorderte Lady aus dem Mülheimer Stall von Jens Hirschberger ließ sich auch durch die Außenseiterin Event Air und Brown Beauty nicht mehr beirren.

Richtig gut aufgepasst hatte die junge Holländerin Anna van den Troost beim Flaggenstart im Amazonenreiten (Ausgleich III, 1.600 m), denn sie war mit Naziba (75:10) bald schon an der Spitze und baute den Vorsprung auf Rose of Eden sowie Joy to the world früh aus. „Sie hat das sehr gut macht“, brachte es Besitzertrainer Lucien van der Meulen auf den Punkt.

Auch im Ausgleich II über 1.400 Meter durfte sich Lucien van der Meulen feiern lassen – sein My Mate (90:10) avancierte mit immer neuen Reserven Start-Ziel zum Doppelsieger nach einer tollen Start-Ziel-Einteilung von Stephen Hellyn vor Daring Lion und Charles Darwin sowie Neve (die Viererwette bezahlte 24.632:10 Euro). „Ich komme nur mit chancenreichen Pferden hierher. Wenn wir gewinnen, ist immer alles gut“, versicherte der Holländer.

Mit einem Kuriosum endete ein 1.800 Meter-Handicap, denn hier gab es vorne totes Rennen zwischen Maria Nienstädts Lady Leoso (Al Alshowaikh) und Mario Hofers Diamantfee (St. Hofer) vor Frap.

Derby der Höhepunkt der Saison

Nun freuen sich die Galopper-Fans bereits auf das Highlight der gesamten Saison, das IDEE 148. Deutsche Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) am Sonntag, 2. Juli in Hamburg-Horn. Natürlich ist das Rennen des Jahres auch Bestandteil der German Racing Champions League.

Ammerländer Waldgeist Vierter im Irish Derby

Der Ammerländer Waldgeist (P.-Ch. Boudot) wurde nach etwas unglücklichem Ritt am Samstagabend Vierter im Irish Derby (Gruppe I, 1,5 Mio. Euro, 2.414 m) auf dem Curragh. Es siegte nach packendem Kampf der von Aidan O' Brien trainierte Capri (S. Heffernan) vor Cracksman und Wings Of Eagles.

 

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