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Erster Gruppesieg für den groß gesteigerten Kleinkorres-Hengst

Der „Matchwinner“ von Hamburg

Hamburg 4. Juli 2017

Der Name ist sein Markenzeichen: Matchwinner, sechsjähriger Siegertyp aus dem Neusser Stall von Axel Kleinkorres, imponierte am Dienstag vor 5.100 Zuschauern auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn bei seinem ersten Erfolg in einem Grupperennen, dem Sparkasse Holstein-Cup – Hamburg Trophy (Gruppe III, 2.000 m). Der von dem Belgier Stephen Hellyn mit sehr viel Vertrauen an letzter Stelle im kleinen Fünferfeld gerittene 34:10-Mitfavorit hatte sich aus kleinsten Anfängen heraus mächtig steigern können und markierte beim 18. Karrierestart seinen bereits achten Erfolg.

Trainer Axel Kleinkorres hatte stets große Stücke auf Matchwinner gehalten, der diesmal von fünfter Stelle aus an der Außenseite wie auf Flügeln endete und die Konkurrenten mit beeindruckendem Speed regelrecht überrollte. Eine dreiviertel Länge betrug sein Vorteil beim bislang bedeutendsten Erfolg.

Mit der Siegbörse von 32.000 Euro überschritt Matchwinner, der hier vor einem Jahr einen Ausgleich I an sich gebracht hatte, auch die Gewinnsummengrenze von 100.000 Euro und verdiente nun 106.500 Euro für Besitzer Jens-Holger Schwarma, einem hocherfolgreichen Trabrennfahrer und –trainer aus Moers. Erworben hatte ihn als Jährling Helmut Kappes mit seiner GTM GmbH gemeinsam mit zwei anderen Pferden aus der Zucht des Gestüts Görlsdorf bei der BBAG-Auktion vor fünf Jahren.

„Ich hatte immer Vertrauen in Matchwinner und auch in seinen Jockey. Das Pferd war in Hamburg bei zwei Starts noch ungeschlagen. Ich habe mit ihm immer eine Stufe nach der anderen genommen. Selbst steige ich ja auch eine Treppe nach der anderen hoch und nicht zwei auf einmal. Jetzt wollen wir uns noch den Preis der Deutschen Einheit in Hoppegarten schnappen“, kommentierte Kleinkorres diesen tollen Triumph.

Bis weit in die Gerade hatte der Röttgener El Loco (Andreas Helfenbein) das Geschehen bestimmt, der in der Gegenseite sehr eifrig nach vorne gezogen war und sich im Schlussbogen schon einen deutlicheren Vorteil verschafft hatte. Er hielt auch gut stand, wie auch der Favorit Wai Key Star (Derby-Vierter 2016) stets dagegenhielt. Dieser schnappte El Loco den Ehrenplatz noch knapp vor dem Ziel weg. „Der Boden war natürlich nicht sein Ding“, berichtete Wai Key Stars Trainer Andreas Wöhler.

El Loco hielt sich abermals sehr solide und schaffte eine von vielen Gruppe-Platzierungen, während der Trainingsgefährte Devastar nie richtig zwingend wirkte und nur Vierter wurde. Trainer Markus Klug: „El Loco war sehr heftig, da traf sein Jockey die vernünftige Entscheidung, ihn selbst gehen zu lassen. Das war eine gute Vorstellung. Bei Devastar wirkten sich die zwei Kilo, die er mehr tragen musste als die Gegner negativ aus.“ Apoleon fiel komplett aus der Partie.

Die "Sonne scheint" im Langen Hamburger

Das längste Flachrennen des Derby-Meetings war der Lange Hamburger – Heinz Jentzsch-Gedächtnisrennen (Listenrennen, 25.000 Euro, 3.200 m) als Memorial für den 21-fachen Championtrainer, und es handelt sich zugleich um die älteste Prüfung in Hamburg. Hier gab es eine faustdicke Überraschung durch die von Anna Schleusner-Fruhriep unweit der Ostsee vorbereitete Stute Summershine (125:10), auch wenn diese vor einem Jahr hier Zweite war. „Jetzt kann meine Tochter den Hof pflastern mit der Siegprämie“, scherzte Besitzer Volker Schleusner. „Sie war heute rossig, ich hatte gar nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet, auch wenn sie wie die meisten pferde bei uns immer besser wird.“

Michael Cadeddu entlockte der sechsjährigen Pferdedame auf der Geraden gewaltige Reserven, Summershine spielte mit und verabschiedete sich überlegen zu ihrem bisher wichtigsten Karrieretreffer. Der Bodenspezialist Shadow Sadness steigerte sich auf den zweiten Platz. „Alles bestens, wir sind zufrieden“, sagte sein Betreuer Christian von der Recke. Die Außenseiterin Bebe Cherie machte als Dritte ebenfalls noch Boden gut vor der stark gewetteten Near England, die aus aussichtsreicher Position nicht weiterkam, aber auch ein wenig gestört wurde. „Ihr wurden die 3.200 Meter vielleicht doch einen Tick zu weit. Dagegen kann es für Bebe Cherie gar nicht lang genug sein“, erklärte Trainer Markus Klug. Der unterwegs führende San Salvador ließ deutlich nach. „Der Boden war zu klebrig für ihn“, attestierte Jockey Alexander Pietsch.

„Drin das Ding“, jubelte Trainergatte Joachim Weißmeier nach dem einleitenden 2.000 Meter-Handicap, als die von seiner Ehefrau Regine vorbereitete Stute Blythburgh mit Sohn Fabian Xaver Weißmeier im Sattel die starken Angriffe des Holländers Captain Gerald jederzeit konterte, während Iniesta schon klarer zurück auf Platz drei folgte.

Schon vor einem Jahr hatte Bavarian Beauty hier mit über fünf Längen Vorsprung gewonnen. Nun meldete sich die von Juliane Arnold in Hoppegarten trainierte sechsjährige Stute in einem 1.600 Meter-Ausgleich III wieder mit einem völlig überlegenen Start-Ziel-Sieg zurück, wobei Rebecca Danz der Desert Prince-Tochter zeitig einen großen Vorteil bescherte, der nie in Gefahr geriet. 87:10 war noch eine lukrative Quote. Anpak kam in den Farben des Sponsors noch stark ins Rollen vor Be Sweet.

Schon im vergangenen Jahr war die Kölner Trainerin Sarah Weis in Hamburg nicht sieglos geblieben. Diesmal schaffte sie mit Pascani (140:10) mit Ehemann Alexander als Jockey in einem 2.000 Meter-Ausgleich IV eine Überraschung. Vorneweg marschierte der Wallach gegen Lucky Valentine immer weiter und kam sicher hin, der dauerplatzierte Funky Groove und Humpry komplettierten die Viererwette, die 34.933:10 Euro zahlte.

Nach vielen ansehnlichen Leistungen war in einem 2.400 Meter-Handicap gutes Geld auf Tara Mara (44:10) unterwegs, die nach einem starken Finish von Alexander Pietsch auch die vehemente Schlussoffensive von Old Firehand sowie Love Flowers abwehrte. Es war der zweite Meetingssieg für den Weilerswist-Trainer Christian von der Recke in Hamburg.

Das RückenWind-Rennen kam durch Spenden zum 66. Geburtstag von Rennbahn-Arzt Dr. Peter Wind am 6. Juni zustande. In diesem Ausgleich II über 2.200 Meter löste sich der von Peter Schiergen trainierte Ammerländer Start-Ziel als 22:10-Favorit unter Andrasch Starke klar von Lipari und Nella di Roma.Da sollte bei dem Sieger noch einiges möglich sein.

Hamburg ist die Lieblingsbahn der von Eva Fabianova in Hoppegarten trainierten Vanbijou (48:10; B. Murzabayev), die im abschließenden 1.200 Meter-Ausgleich III aus zweiter Position stets gegen Charles Darwin und Leoderprofi alles im Griff hatte.
 

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