Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Dritter Gruppe-Sieg in Hamburg mit der Sprint-Entdeckung

Millowitsch krönt Klugs Super-Derby-Woche

Hamburg 5. Juli 2017

Deutschlands neuer Sprint-Star der Galopper heißt Millowitsch: Der nach dem legendären Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch benannte vierjährige Hengst gewann am Mittwochabend vor 5.715 Zuschauern bei strahlendem Sonnenschein auf der Derby-Bahn in Hamburg-Horn mit dem Großen Preis von Lotto Hamburg die Hamburger Flieger-Trophy (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.200 m). Unter seinem ständigen Jockey Andreas Helfenbein, der wenige Wochen vor seinem 50. Geburtstag sein viertes Rennen in der Hansestadt für sich entschied, erfüllte der erst vor wenigen Wochen auf die Kurzstrecke umgestellte Sehrezad-Sohn als 33:10-Favorit alle Erwartungen und triumphierte für die Kölnerin Dr. Alexandra Margarete Renz eindrucksvoll mit zweieinviertel Längen Vorsprung.

Das war das Sahnehäubchen auf eine grandiose Derby-Woche für Trainer Markus Klug (Köln-Heumar), der neben dem Derby-Sieg mit Windstoß (Gruppe II) nun insgesamt drei Gruppe-Rennen hier auf sein Konto brachte. Da liegt das große Ziel, die Goldene Peitsche, das bedeutendste Sprintrennen hierzulande, nun nahe. Klug gegenüber German Racing: „Er hat einen erfolgreichen Wechsel auf die Sprintdistanz hinter sich und mag Rechtkurse mehr als zuletzt Baden-Baden. Auch über 1.200 Meter ist Millowitsch ein Super-Pferd. Eine Nennung hat er aber auch für die Meilen-Trophy in Köln. Natürlich ist die Goldene Peitsche das Fernziel.“ Beim zehnten Start war es schon der sechste Erfolg für Millowitsch, der seine Gewinnsumme mit der Siegbörse von 32.000 Euro auf 236.500 Euro.“

Jockey Andreas Helfenbein meinte: „Ich liebe dieses Pferd abgöttisch. Die Verbindung zu den Besitzern besteht schon seit langem. Ich könnte mir vorstellen, dass er auch gut genug für ein Rennen in Hong Kong ist.“

Der Vorjahresvierte Daring Match (Alexander Pietsch) steigerte sich mit einem tollen Endspurt noch auf den zweiten Platz vor dem lange prominenten letztjährigen Sieger Schäng. „Schade, dass er um eine Nase den zweiten Rang verloren hat, aber die Leistung war gut“, erklärte dessen Trainer Pavel Vovcenko. Auch McQueen war als Vierter nur minimal von einer besseren Platzierung entfernt. „Er hätte genauso gut Zweiter sein können, klebte aber etwas auf den Gegnern“, so Trainerin Yasmin Almenräder. Alwina wurde in der Anfangsphase vorne etwas aus dem Takt gebracht und kam am Ende nicht mehr weiter, während der hochgehandelte Sanaadh wie Forgino über einen Moment nicht hinauskam.

Einmal mehr eine Zuschauer-Attraktion war das Seejagdrennen (14.000 Euro, 3.200 m). Mit der „halben Bahn“ dominierte hier der von Christian von der Recke für Eckhard Sauren trainierte Novalis (25:10) unter Paul Johnson in einer sehr sehenswert gelaufenen Prüfung vor der Polin Inferna und Geladi sowie dem am Ende nicht mehr weiterkommenden Favoriten Falconettei, der laut Pavel Vovcenko das Rennen noch benötigt hat. Siegtrainer Christian von der Recke: „Novalis ist ein Riesentalent. Wir sind hier und nicht in Frankreich gelaufen, da es auch gutes Geld gab.“

„Gut, dass wir am Samstag Zweiter waren und nicht gewonnen haben, so gab es kein Aufgewicht, und heute ging es um noch mehr Geld“, scherzte der Neusser Trainer Axel Kleinkorres, der einen Tag nach dem Gruppesieg mit Matchwinner den Gewinner im 22.500 Euro-Ausgleich I gesattelt hatte: Daring Lion (44:10, A. Helfenbein) setzte sich auf der Zielgeraden in großer Manier von Cassilero und Muharaaj ab und sollte noch einiges mehr bieten.

Ein versprechend gezogenes Pferd mit einem mehr als versprechenden Debüt – so könnte man das einleitende Meilenrennen zusammenfassen, in dem der von Andreas Wöhler zum ersten Mal überhaupt aufgebotene General Cadeaux (36:10) unter Eduardo Pedroza sehr leicht für den in Dubai ansässigen Besitzer Jaber Abdullah zum Zuge kam und die Favoritin Dream on me sowie den lange führenden Lopesan in Schach hielt. „Er kam spät aus dem Pre-Training in Frankreich und hat viel geträumt, bis er irgendwann aufgewacht ist“, signalisierte Trainergattin Susanne Wöhler.

Drei Jahre lag der letzte Erfolg von Tindorette (110:10) zurück, doch nach einem bestens getimeten Ritt von Champion Filip Minarik beendete die achtjährige Stute aus dem Stall von Günter Lentz in einem 1.200 Meter-Handicap diese Pechsträhne vor Ultra Thef und Ice Club.

„Alle unsere Pferde hatten schon gewonnen, nur er nicht. Dabei konnte er drei- und vierjährig einmal mehr“, erklärte die in Schwarme beheimatete Trainerin Maria Nienstädt nach dem völlig überraschenden ersten Lebenssieg beim 25. Start ihres Stuck (F. X. Weißmeier), der zur Quote von 238:10 ausgesprochen leicht vor Andiamo, Sternzeichen und Limari zum Zuge kam. Die Viererwette wurde nicht getroffen, so dass es im nächsten Jahr bei der Derby-Woche einen Jackpot geben wird.

Zum Doppelsieger bei der Derby-Woche avancierte Olga Laznovskas Edelstein (64:10), der nach seinem Erfolg am Samstag auch in einem Ausgleich III über die Meile vorne war und damit auch bei seinem dritten Auftritt hier insgesamt ungeschlagen bleibt. Nach einem starken Finish von Alexander Pietsch rettete sich die 64:10-Chance hauchdünn vor Highly Favoured und der klarer zurück folgenden Sternkrone sowie Mystical Wind (die Viererwette bezahlte 19.176:10 Euro) ins Ziel. „Ja“, schrie Dirk Baltromei, der Lebensgefährte der Trainerin an der Großbildleinwand und fiel seiner Freundin in die Arme. „Was für ein tolles Pferd.“

Mit einer Riesenüberraschung endete das Meeting, denn der Bodenspezialist Christoph Columbus (159:10, J. Bojko) stiefelte Amiga und Elbflorenz klar davon.

Derby-Sieger Windstoß kommt nach Köln

Während die Derby-Woche am Mittwoch in Hamburg zu Ende ging, wird auch am Sonntag, 9. Juli auf der Galopprennbahn in Köln das Rennen des Jahres noch einmal eine gewichtige Rolle spielen. Denn der Derbysieger Windstoß wird an diesem Tag dem Publikum präsentiert und gebührend gefeiert sowie das Video von diesem grandiosen Sieg gezeigt. Trainer Markus Klug wird in einem Interview ausführlich über seinen Star berichten. Darauf dürfen sich die Turffreunde schon jetzt freuen.
 

Champions League

Weitere News

  • Starker Rene Piechulek führt Recke-Hoffnung zum Sieg

    Dreijähriger Amun der Final-Held in Dresden

    Dresden 22.11.2017

    Packender Endspurt im letzten Listenrennen der Saison am finalen Grasbahnrenntag am Mittwoch (Buß- und Bettag) in Dresden: Im Großen Preis der Freiberger Bierspezialitäten – Großer Dresdner Herbstpreis (25.000 Euro, 2.200 m) gab es einen Zweikampf, der die Besucher bei angenehmer Witterung begeisterte.

  • Gute Eindrücke aus dem Training in Tokio

    Deutsche Pferde bereit für den Japan Cup

    Tokio/Japan 22.11.2017

    Der Countdown zum Japan Cup läuft auf vollen Touren. Bekanntlich hofft Deutschland am Sonntag auf die beiden Galopp-Cracks Guignol und Iquitos in diesem mit rund 4,9 Millionen Euro dotierten Prestige-Rennen in der Hauptstadt Tokio.

  • Northsea Star ist fit für das Katar Derby

    Klein in Neuss ganz groß

    Neuss 21.11.2017

    Seit einigen Jahren zählt der aufstrebende Trainer Marco Klein zu den ständigen Gästen auf den Sandbahnen im Winter. Und der Mannheimer agiert stets mit bemerkenswertem Erfolg. Das gilt auch für den Sandbahn-Dienstagabend in Neuss. Denn mit Platin Lover (56:10), der sich gerade in Dortmund stark angekündigt hatte, sicherte er sich mit Nachwuchsreiter Tommaso Scardino einen über 1.900 Meter führenden Ausgleich III.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm